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Rügen Schnelle Leitungen für Rügen
Vorpommern Rügen Schnelle Leitungen für Rügen
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18:41 13.02.2019
Leerrohre, in die später Glasfaserkabel geblasen werden, sind auf einer Baustelle zu sehen. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Bergen

Schnelles Internet für Rügen: Ein vorläufiger Zuwendungsbescheid für den mittlerweile sechsten Abschnitt zum Ausbau des Breitband-Netzes auf der Insel liegt bereits vor. Nun werden vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (Zwar) , der dabei federführend ist, die Ausschreibungen vorbereitet. Läuft alles nach Plan, soll dann im nächsten Jahr mit den Arbeiten begonnen werden, damit auch „Mittel-Rügen“ Zugang zum Turbo-Internet erhält.

Mittel-Rügen“ ist das bisher größte Projektgebiet auf der Insel. „Es erstreckt sich von der Gemeinde Parchtitz über Gingst, Dreschvitz, Samtens und Rambin bis nach Altefähr“, sagt Zwar-Mitarbeiterin Mandy Gutt. „Zurzeit sind wir in den fünf Projektgebieten, die zuvor bereits gestartet wurden, überall noch bei der Arbeit“, beleuchtet sie den aktuellen Stand in Punkto schnelles Internet für Rügen. Der Ausbau des Breitband-Netzes allein auf „Mittel-Rügen“ wird Fördermittel in Höhe von schätzungsweise 16 Millionen Euro von Bund und Land beanspruchen. Offen sei dann nur noch als siebentes Projektgebiet auf der Insel der Stadthafen Sassnitz, informiert Gutt. „Dafür laufen zurzeit die Ausschreibungen.“

Endverbraucher muss sich gedulden

Turbo statt Schneckentempo: Bis es auf „Mittel-Rügen“ soweit ist, muss sich der Endverbraucher jedoch gedulden. Die Ausschreibungen für Planer, Baumaßnahmen und Netzbetreiber erfolgen gestaffelt. Der Zwar ist als ausführendes Organ lediglich für den Ausbau verantwortlich, wird im Anschluss jedoch nicht als Anbieter der Telekommunikationsleistungen auftreten. Er verpachtet das Netz. „Damit sind wir etwas Besonderes. Dieses Modell gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nur auf Rügen“, unterstreicht Mandy Gutt. „Verpachtet sind Netze bisher an Kabel + Satellit Bergen oder NGN Telecom.“ Profitieren würden vom Netz-Ausbau auch die heimischen Tiefbauunternehmen. Mit den Erdarbeiten für den Breitbandausbau seien viele voll ausgelastet.

Rechtzeitig vor den geplanten Baumaßnahmen würden auch in den Gemeinden des sechsten projektabschnittes wie bisher Einwohnerversammlungen in den Kommunen durchgeführt werden, um die Anwohner über die Arbeiten zu informieren, kündigt die Zwar-Mitarbeiterin an. „Bisher gab es kaum Kunden, die abgelehnt haben“, sagt Mandy Gutt. Schließlich werden alle notwendigen Arbeiten und Investitionen nicht auf die Endverbraucher umgelegt. „Man merkt in den Einwohnerversammlungen, dass das Interesse groß ist. Leitungen übers Grundstück und Hauseinführungen können mit dem Grundstückseigentümer sogar persönlich abgestimmt werden.“ Mit den verlegten Leitungen würden sich auch noch keine Vertragsverpflichtung ergeben, macht sie deutlich. „Den meisten Kunden geht es natürlich nicht schnell genug.“

Rügen gehörte zu den ersten Nutznießern

Beim Blick auf die Rügen-Karte wird ersichtlich, dass nach Abschluss des nun anvisierten sechsten Abschnittes rund 70 Prozent des ländlichen Raumes der Insel mit Breitband versorgt sind. „Die Städte und Ostseebäder gelten als versorgt und sind daher vom Ausbau ausgeschlossen“, sagt Mandy Gutt. Im Oktober 2015 startete das Bundesprogramm Breitband. Rügen gehörte zu den ersten Nutznießern, sodass 2017 der Baubeginn für den ersten Förderaufruf erfolgte, dessen Abschluss im kommenden Sommer erwartet wird. „Sind Teilbereiche fertiggestellt, werden die aber stets auch schon in Betrieb genommen“, so Mandy Gutt.

Wenke Büssow-Krämer

Ab dem 18. Februar soll der Verkehr zwischen Samtens und Bergen auf der Insel Rügen teilweise auf die neue Bundesstraße 96n verlegt werden. Hier sind in den kommenden Wochen provisorische Verkehrsführungen vorgesehen.

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