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Rügen Ummanz: Ärger mit dem Winterdienst
Vorpommern Rügen Ummanz: Ärger mit dem Winterdienst
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00:00 14.03.2013
300 Pferdestärken und solche Schiebeschilder sind für Ummanz eine Nummer zu groß. Quelle: OZ-Archiv
Ummanz

„Hilfe, ich kommen nicht raus, so hoch liegt der Schnee!“ Hilfe, mir haben sie einen so riesigen Berg vor die Einfahrt geschoben, den ich als Rentner nicht weg bekomme!“ Solche Notrufe hat Holger Kliewe zu Wochenbeginn etliche erhalten. „Bei mir stand das Telefon nicht mehr still“, stöhnt der Ummanzer Bürgermeister. Und Kliewe reagiert promt: „Dem Gemeinderat habe ich schon vorgeschlagen, dass wir das Beräumen selbst übernehmen könnten. Wenn die Gemeinde es macht, klappt es vielleicht besser.“

Der erneute Wintereinbruch zum Wochenstart, er hat auf Ummanz für Ärger gesorgt. Einwohner der Kommune sind unzufrieden mit dem Winterdienst. Kliewe zeigt Verständnis: „Ausgerechnet einem 70-Jährigen einen Berg Schnee vor die Tür zu setzen, das geht nicht.“ Warum es mit dem Winterdienst nicht so klappt, wie sich die Ummanzer das wünschen, kann er herleiten. Für das Beräumen habe die Gemeinde eine Firma vertragsmäßig gebunden, die in Bergen ihren Sitz hat. Die Technik, mit der die anrückt, ist seiner Ansicht nach überdimensioniert. „Jedenfalls für Ummanzer Verhältnisse. Wir haben in der Gemeinde viele kleine Stichstraßen. Viel zu eng für große Schiebeschilder“, sagt er. Obendrein fehle die Ortskenntnis. „Kein Vorwurf“, beteuert der Bürgermeister. „Aber wir brauchen einen Winterdienst, der für Ummanz maßgeschneidert ist, eine gemeindeeigene Lösung.“

Das hat er dem Gemeinderat nun vorgeschlagen. Eingesetzt werden könnten zum Beispiel die zwei Angestellten der Kommune, die ab dem Frühjahr im grünen Bereich Pflegemaßnahmen durchführen und für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Angeschafft werden müsste die maßgeschneiderte Technik, räumt Kliewe ein. „Wir brauchen aber keine 300 Pferdestärken mit XXL-Schild auf Ummanzer Straßen, sagt er. Der Gemeinderat habe vereinbart, dass jetzt erst einmal die Winterdienst-Kalkulation der vergangenen fünf Jahre auf den Tisch kommt. „Dann rechnen wir, ob wir es anpacken können“, so Kliewe.

Udo Burwitz

OZ

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