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Rügen Ummanz: Jetzt wird der Osten gesichert
Vorpommern Rügen Ummanz: Jetzt wird der Osten gesichert
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03:59 13.03.2013
So soll Ummanz vor Sturmfluten gut gesch�tzt werden. Grafik:OZ/Wenzel

Das Land will die Bagger nach Ummanz rollen lassen, damit die Insel vor Sturmfluten sicher ist. Aber erst 2014 will Umweltminister Till Backhaus (SDP) den „Marschbefehl“ für die Bagger herausgeben. Den Ummanzern ist das zu spät. „Wir gehen in Vorleistung“, sagt Bürgermeister Holger Kliewe (CDU). Schon im bevorstehenden Frühjahr will die Kommune schweres Gerät auf die Insel ordern. Die Straße von Waase nach Tankow soll ausgebaut werden. „Das wird nicht nur reiner Straßenbau. Damit verbessern wir den Hochwasserschutz im Osten der Insel“, so Kliewe.

Die Straße von Waase nach Tankow — sie gleicht einer Berg- und Tal-Bahn-Strecke, hat mehrere Senken. Genau die sind das Problem, sagt Kliewe. „Da schwappt das Wasser bei Sturmfluten rüber und die Insel läuft voll.“ Sein Amtsvorgänger Ernst-August Lange, der den Bürgermeister-Posten im Sommer 2012 aufgab, hat die letzte Rettungsaktion zu Beginn des vergangenen Jahres noch gut vor Augen. Da habe das Wasser gleich am Ortsausgang von Waase in Richtung Tankow schon vor den Türen der letzten Häuser gestanden, erinnert er. „Wir mussten eine Rettungsaktion starten, haben Schotter aufgeschüttet, um Schlimmeres zu verhindern.“

Statt weiterer Rettungsaktionen an der laut Kliewe ohnehin maroden Straße macht die Gemeinde jetzt Ernst in Sachen Hochwasserschutz. Am Montagabend hat der Gemeinderat den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. „Der Straßenbau von Waase nach Tankow ist eine unserer wichtigsten Investitionen in diesem Jahr“, so Kliewe. 4,2 Kilometer ist die Piste insgesamt lang, davon sind drei Kilometer asphaltiert, der Rest besteht aus Betonspur- Platten. Die zu DDR- Zeiten angelegte Straße liegt bereits erhöht, hat allerdings mehrere Senken. Kliewe: „Diese, bei Sturmfluten kritischen Punkte, sollen aufgeschüttet werden, teilweise bis zu einen Meter. Außerdem wird die gesamte Fahrbahn durch den Straßenbau um etwa 30 Zentimeter angehoben. Damit ist der Bereich von Ummanz dann bei mittlerem Hochwasser gut geschützt.“

Das Projekt ist nicht neu. Schon vor einem Jahrzehnt habe es die Gemeinde planen lassen und sei damals bei geschätzten Kosten von 500 000 bis 600 000 Euro gelandet, erinnert der Bürgermeister. Kliewe rechnet, dass es jetzt teurer wird. „Vermessen, Pläne aktualisieren und dann ausschreiben — das sind die nächsten Aufgaben, die wir jetzt in Angriff nehmen werden.“ Wenn es erheblich teurer wird, soll zumindest der drei Kilometer lange Abschnitt, auf dem das mit Löchern bestückte alte Asphaltband liegt, ausgebaut werden, kündigt Kliewe an. „Im Spätfrühjahr soll Baubeginn sein.“

Die Ummanzer könnten mit ihrem Beitrag zum Hochwasserschutz fertig sein, bevor die vom Land in Marsch gesetzten Bagger anrollen. Umweltminister Backhaus hat großzügige Hilfe zugesagt. Anfang 2014 soll ein neuer Deich von Waase nach Wusse beginnen, zeitgleich lässt das Land einen Riegeldeich von Waase quer über die Insel bis nach Markow planen, mit dessen Bau voraussichtlich 2016 begonnen werden könnte. Außerdem hat Backhaus der Kommune Unterstützung bei der Sanierung der vorhandenen Deiche zugesagt. Die Gesamtkosten für diese Vorhaben werden auf rund 8,5 Millionen Euro geschätzt (die OZ berichtete). Werden alle Projekte umgesetzt, ist Ummanz vor Sturmfluten gut geschützt. Kliewe: „Wir als Gemeinde fangen schon mal an.“

Badewanne Ummanz
50 Zentimeter liegt die Insel Ummanz im Durchschnitt nur über dem normalen Wasserspiegel. Bei Sturmfluten läuft sie voll wie eine Badewanne.

Über ein ausgeklügeltes Grabensystem und Schöpfwerke läuft das Wasser wieder ab bzw. wird abgepumpt. 7114 laufende Meter Deichanlagen gibt es bereits, komplett geschützt ist Ummanz damit nicht.

4,2 Kilometer lang ist die Straße von Waase nach Tankow mit deren Ausbau die Gemeinde den Hochwasserschutz im Insel-Osten verbessern will.

Fördergeld aus dem Topf der Flurneuordnung ist laut Bürgermeister schon zugesagt. Das Land will weitere Hochwasserschutz-Projekte für geschätzte 8,5 Millionen Euro unterstützen.

Udo Burwitz

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OZ

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