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Rügen Umzug soll Volkshochschule mehr Teilnehmer bringen
Vorpommern Rügen Umzug soll Volkshochschule mehr Teilnehmer bringen
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00:01 17.06.2016
Die Nähe zum Bahnhof ist ideal.“Gerlind Ockert, Fachgebietsleiterin Landkreis

Die Kreisvolkshochschule soll durch den Umzug in die Stralsunder „Passage am Bahnhof“ mehr Kursteilnehmer gewinnen und damit dem Landkreis höhere Einnahmen bescheren. „Durch die Nähe zum Bahnhof und die damit bessere Verkehrsanbindung hoffen wir, mehr Menschen für uns gewinnen zu können“, sagte Gerlind Ockert, Fachgebietsleiterin in der Kreisverwaltung.

Ein weiterer Pluspunkt sei, dass Kursteilnehmer künftig nicht mehr in die Außenstelle nach Andershof fahren müssen, da alle Angebote an einem Fleck sein werden.

Der Kreisfinanzausschuss hat dem Umzug am Mittwochabend grünes Licht gegeben. Ab 1. Mai 2017 sollen die Leute in der Bahnhofstraße Schulabschlüsse nachholen, Fremdsprachen lernen und vieles mehr können. Der Kreisausschuss muss dieses Vorhaben noch endgültig absegnen.

Der Mietvertrag, den die Kreisverwaltung mit der Hanse-Center Objektgesellschaft ausgehandelt hat, wird ebenfalls für finanzielle Entlastung sorgen. Die Kosten sind im Vergleich zu den beiden alten Standorten, die Villa in der Friedrich-Engels-Straße und die Grundschule in Andershof, nun etwas günstiger. Die Kaltmiete kostet mit rund 64000 Euro pro Jahr etwa 30000 Euro weniger als bisher. Allerdings fällt die Einsparung durch höhere Betriebskosten in der „Passage am Bahnhof“ geringer aus.

„Wir haben gut verhandelt“, ist Gerlind Ockert überzeugt. Denn der Eigentümer hat sich bereit erklärt, die Räumlichkeiten – ein ehemaliges Callcenter und eine Spielothek – auf eigene Kosten für die Volkshochschule herzurichten. Im Gegenzug musste sich der Landkreis zu einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren verpflichten. Die Volkshochschule wird rund 1600 Quadratmeter im ersten Stock der „Passage am Bahnhof“ anmieten. Dort werden 15 allgemeine Unterrichtsräume, ein Vortragsraum, ein Sportraum, eine Lehrküche, ein PC-Kabinett, eine Keramikwerkstatt, sechs Verwaltungsräume sowie WC-Anlagen, ein Pausenraum und ein Zwischenarchiv entstehen.

Der Umzug ist nötig geworden, weil die Liegenschaftsentwicklungsgesellschaft (LEG), ein Unternehmen der Hansestadt, die Miete in der Friedrich-Engels-Straße erhöhen wollte. Das hat der Landkreis zum Anlass genommen, sich anderweitig umzuschauen. „Die Miete für die Volkshochschule ist seit 20 Jahren nicht erhöht worden. Es war Zeit, darüber nachzudenken“, begründet LEG-Chef Gerd Habedank seine Entscheidung. Das Gebäude soll nun als Wohn- und Geschäftshaus vermarktet werden – Verkauf nicht ausgeschlossen. Im hinteren Bereich des Grundstücks soll eine Baracke abgerissen und stattdessen eine neue Stadtvilla mit hochwertigen Wohnungen errichtet werden.

Ein zweiter Grund für den Umzug der Schule ist, dass die Räume der Außenstelle in der Grundschule Andershof künftig wohl für den regulären Schulunterricht gebraucht werden.

Alexander Müller

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