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Rügen Unfall mit Geisterfahrer: Frau und Kind verletzt
Vorpommern Rügen Unfall mit Geisterfahrer: Frau und Kind verletzt
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00:00 27.10.2016

Dramatisches Bild gestern Mittag auf dem Grünhufer Bogen in Richtung Grimmen: Flammen schießen in den Himmel. Eine schwarze Rauchwolke baut sich auf. Zwei zertrümmerte Autos, die offenbar gegeneinander geschleudert wurden, stehen quer auf der Fahrbahn und haben Feuer gefangen. Überall Spuren des Zusammenstoßes. Fassungslose Menschen an der Unglücksstelle. Die Rettungskräfte treffen ein.

Auch einen Tag nach dem schlimmen Unfall, bei dem drei Menschen verletzt worden sind, steht die Frage: Wie konnte es passieren, dass der 35-jährige Mann aus der Gemeinde Sundhagen als Geisterfahrer auf der viel befahrenen Straße unterwegs war?

Zwischen der Abfahrt zur Bundesstraße 105 und der Brücke über die Rostocker Chaussee war es passiert. Frontal stieß der Sundhäger mit seinem Passat mit einem anderen Auto zusammen. Darin befanden sich eine 35-Jährige Mutter und ihr fünfjähriger Sohn, die stadtauswärts in Richtung Grimmen unterwegs waren.

Einer der Wagen fing Feuer, Flammen zuckten aus dem Motorraum, griffen über. Wenige Augenblicke später brannten beide Autos lichterloh.

Glücklicherweise konnten die Rettungskräfte alle Insassen rechtzeitig aus den Wracks befreien. Dennoch: Die Frau wurde leicht verletzt wurde, der Junge erlitt schwere Verletzungen. Beide wurden ins Stralsunder Krankenhaus am Sund gebracht.

Der Geisterfahrer wurde laut Polizei schwerstverletzt. Er wurde nach der Erstversorgung im Stralsunder Krankenhaus am Sund ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen. Die Polizei ermittelt jetzt, warum der Mann in der entgegengesetzten Fahrtrichtung unterwegs war. „Der 35-Jährige war nicht ansprechbar und hatte keine Papiere bei sich“, sagte Ilka Pflüger, Sprecherin der Polizeiinspektion Stralsund, gestern.

Ob Alkohol oder Drogen eine Rolle gespielt haben, sollen die weiteren Untersuchungen zeigen. Ob es sich um einen Suizidversuch gehandelt haben könnte, dafür gebe es laut Polizei keine noch keine Anhaltspunkte.

Knapp zwei Stunden lang war die Fahrbahn voll gesperrt. Ab circa 14.15 Uhr wurde zumindest die Fahrbahn in Richtung Stralsunder Stadtzentrum wieder freigegeben. Die Fahrtrichtung Grimmen blieb weitere zweieinhalb Stunden gesperrt, wurde erst gegen 15.45 Uhr wieder freigegeben.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung wurde wegen der Fahrbahnverschmutzung während des Einsatzes zeitweise von 100 km/h auf 50 km/h reduziert. Bis auf weiteres bleibt es nach Polizeiangaben auch dabei.

Grund dafür sind Schäden an der Asphaltdecke aufgrund der starken Hitze.

Die Beamten des Polizeihauptreviers Stralsund, Kameraden der Feuerwehr Stralsund, Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Straßenmeisterei kamen zum Einsatz. Mitarbeiter der Dekra haben die Ermittlungen zur Unfallursache und dem -hergang vor Ort aufgenommen. Der entstandene Sachschaden wird nach Polizeiangaben auf etwa 40000 Euro geschätzt.

Robert Niemeyer und Marlies Walther

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