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Rügen Verfahren eingestellt: Jetzt rechnet Uwe Ahlers ab
Vorpommern Rügen Verfahren eingestellt: Jetzt rechnet Uwe Ahlers ab
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00:00 06.03.2013
Das Verfahren hat mich mehr als 15 000 Euro gekostet.“Bürgermeister Uwe Ahlers
Dranske

Sein Kommentar: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.“ Doch Ahlers sieht sich nicht nur rehabiliert. Jetzt rechnet das seit mehr als zwei Jahren gefeuerte Gemeindeoberhaupt ab. Ahlers stellt Schadensersatzforderungen. Er will die Ausgaben, die ihn das Verfahren gekostet hat, erstattet haben. „Meine Kostenaufstellung habe ich dem Amt Nord-Rügen bereits zugestellt“, sagt er.

Ahlers sieht sich rehabiliert und schiebt die Amtsgeschäfte nicht auf die lange Bank. Gestern Nachmittag hatte er — nach mehr als zwei Jahren — als Gemeindeoberhaupt die Dransker wieder zur Bürgermeister-Sprechstunde geladen. Währenddessen bestätigt die Staatsanwaltschaft Stralsund: Die Ermittlungen gegen Ahlers wegen Betruges, Untreue und Vorteilsnahme sind eingestellt. „Die Einstellungsverfügung ist bereits an das Amt Nord-Rügen rausgegangen“, sagt Oberstaatsanwalt Ralf Lechte. Ahlers selbst hält die Verfügung noch nicht in den Händen. Die bekomme er erst, nachdem die Einspruchsfrist abgelaufen sei, sagt er. „Das Amt kann im Auftrag der Gemeinde Einspruch bei der Generalstaatsanwaltschaft einlegen und hat dafür vier Wochen Zeit.“ So viel Zeit lässt sich Uwe Ahlers, der sich inzwischen um das Bürgermeisteramt auf der ostfriesischen Insel Baltrum beworben hat (gewählt wird dort am kommenden Sonntag. DieOZ berichtete), nicht. Er rechnet jetzt schon ab.

„Das Verfahren war für mich ein kostspieliges. Obwohl sich die Anschuldigungen als haltlos erwiesen haben, musste ich einen Rechtsanwalt bezahlen. Außerdem hatte ich hohe Fahrtkosten“, sagt er. Diese Ausgaben will Ahlers jetzt vom Amt erstattet haben. Nach OZ-Informationen macht Ahlers Schadensersatzforderungen von mehr als 15 000 Euro geltend. Das will er weder bestätigen noch dementieren, räumt aber ein: „Der Betrag ist fünfstellig.“

Dass er ohne Wenn und Aber zurück auf den Bürgermeister-Stuhl in Dranske kann — daran glaubt Ahlers selbst nicht. „Bis heute sind mir weder die Schlüssel zum Dienstzimmer des Bürgermeisters noch das Siegel der Gemeinde ausgehändigt worden“, moniert er. „Ich bin gespannt, womit das begründet wird.“

Das Amt will prüfen, kündigt die Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Nord-Rügen, Gabriela von der Aa, an: „Wir werden uns jetzt erst einmal mit der Gemeindevertretung in Dranske zusammensetzen und beraten, ob gegen die Eimnstellungsverfügung Einspruch eingelegt wird oder nicht. Auch Schadensersatzforderungen müssen auf den Prüfstand.“

Seit 17 Jahren auf der Insel
1996 kam der Oldenburger Uwe Ahlers auf die Insel. Bereits 1999 wählten die Dransker den diplomierten Kaufmann für die Amtszeit von fünf Jahren zum Bürgermeister. 2009 wurde er erneut gewählt, wegen des Vorwurfs von Unregelmäßigkeiten in seinen Vermögensverhältnissen bereits ein Jahr später aber suspendiert.

Udo Burwitz

„Mein erlernter Beruf ist Restaurantfachfrau, aber seit etwa drei Jahren arbeite ich im Kreidemuseum Gummanz“, verrät Evelyn Bollhagen. Die 42-Jährige ist gern in der Natur.

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