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Rügen Vermieter: Neue Regelung der Kurabgabe ist Abzocke
Vorpommern Rügen Vermieter: Neue Regelung der Kurabgabe ist Abzocke
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08:15 09.02.2017
In Binz sollen die Gäste auch an An- und Abreisetagen Kurtaxe zahlen. Quelle: Herold, Gerit
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Binz

Die geplante Änderung der Kurabgabe in Binz (Landkreis Vorpommern-Rügen)  sorgt bei Vermietern im Ort für Empörung. Vor allem, dass der Gast im größten Ostseebad der Insel jeweils für den Anreise- und den Abreisetag volle Kurtaxe bezahlen soll (die OZ berichtete), stößt den Gastgebern mächtig auf. Bisher galt die An- und Abreise als ein Berechnungstag. „Nach dem Zeitungsartikel haben wir gleich ganz viele Anrufe bekommen und um die 80 E-Mails. Fast 100 Prozent haben dabei diese neue Regelung abgelehnt, etliche über Abzocke geschimpft“, erklärt Ronald Rambow, Vorstandsvorsitzender des Binzer Fremdenverkehrsvereins. Der Verein vertritt im Ostseebad 289 Mitglieder – vom Kleinvermieter bis zum großen Hotel. Die gewerblichen und privaten Vermieter hätten jetzt von ihrem Vereinsvorstand ein öffentliches Statement zu den neuen Regelungen gefordert, so Rambow.

Ab Mai sollen die Gäste in Binz das ganze Jahr über 2,60 Euro Kurtaxe zahlen, es gibt keine Unterteilung in Haupt- und Nebensaison mehr. Zudem werden die beiden bisherigen Erhebungsgebiete aufgehoben, es gibt nur noch eine Zone. Der Betriebsausschuss Kurverwaltung hat den Änderungen in seiner letzten Sitzung zugestimmt, die Gemeindevertretung muss sich noch positionieren.

Bisher zahlen Gäste in Binz von Mai bis Oktober (Hauptsaison) 2,60 Euro, von November bis April (Nebensaison) 1,50 Euro. Dies betrifft den Kurbereich I, der den Ortsbereich Binz südlich der Campingplätze (Meier und Bundeswehrsozialwerk) umfasst. Im Kurbereich II der Campingplätze im Ortsteil Prora sind 2 Euro beziehungsweise 1 Euro in Haupt- und Nebensaison fällig.

Anne Friederike Ziebarth

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