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Rügen Versicherungsbetrug: 300 Strafbefehle für Autofahrer
Vorpommern Rügen Versicherungsbetrug: 300 Strafbefehle für Autofahrer
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07:34 26.01.2018
Im Autohaus „Chip4Power“ sind mit fingierten Rechnungen Versicherungen in Größenordnungen betrogen worden. Quelle: Jens-Uwe Berndt
Bergen

Circa 300 Strafbefehle sind in den vergangenen acht Wochen von zwei Richtern der Stralsunder Amtsgerichtsaußenstelle in Bergen bearbeitet worden. Alle hatten Versicherungsbetrug zum Inhalt. Und wer in dieser Zeit auf Rügen von den Strafbehörden Post bekam, muss eine Summe berappen, die zwischen 1500 und 2250 Euro liegt.

Bei den Delinquenten handelt es sich um Fahrzeughalter, die ihre Autos zwischen 2010 und 2015 in dem Sehlener Autohaus „Chip4Power“ einem so genannten Chiptuning unterzogen und dieses „Aufbrezeln“ bei ihrer jeweiligen Versicherung als Reparaturleistung abrechneten. Drahtzieher des Ganzen: Autohausbetreiber Björn Marquardt. Der 37-Jährige war im September des vergangenen Jahres wegen Betrugs in 280 Fällen, Beihilfe zum Betrug in zwei Fällen sowie versuchten Betrugs und falscher Verdächtigung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die durch den Betrug erlangte Summe in Höhe von rund 200 000 Euro wurde eingezogen.

Die rund 300 Fahrzeughalter müssen neben den Strafbefehlen auch mit Post vom Landkreis rechnen. Dabei geht es um den Nachweis eines Gutachtens für die Betriebserlaubnis der „aufgebrezelten“ Fahrzeuge. Außerdem droht einigen der Betreffenden ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Jens-Uwe Berndt

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