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Vitt sucht den Super-Brathering

Vitt Vitt sucht den Super-Brathering

Auf Wittow findet am Freitag das große Heringsfest statt. Die Besucher wählen und küren den besten eingelegten Brathering. Der Gewinner bekommt die Auszeichung „goldener Hering“ .

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Helga Schwanz bereitet ihren berühmten Pfefferhering zu.

Quelle: Anne Ziebarth

Vitt. Geräuchert, gebraten oder eingelegt – in Vitt (Landkreis Vorpomern-Rügen) dreht sich am Freitag wieder alles rund um den Hering. Mit einem Heringsfest feiern die Einwohner und Gäste „ihren“ Fisch, der sogar für die Entstehung des Ortes mitverantwortlich ist. „Vitt war schon immer ein echtes Fischerdorf“, berichtet Ricarda Schwanz, eine von 19 Einwohnern des kleinen Ortes. „Überliefert sind die Anfänge aus dem 11. Jahrhundert.“

Bis heute hat sich das Fischerhandwerk hier gehalten, wenngleich auch in kleinem Maßstab. In dem winzigen Hafen fährt der einzige Fischer von Vitt, Tobias Bredow mit seinem flachen Boot auf Heringsfang. Den Betrieb hat der 33-Jährige von seinem Vater übernommen, neben der Fischerei betreibt die Familie eine Räucherei und einen Fischimbiss am Hafen von Vitt. „Zum Heringsfest fahre ich natürlich auch raus und bringe den Fang dann direkt zum Grill“, berichtet Tobias Bredow. „Frischer geht es nicht.“ Wenige Meter neben der Anlegestelle werden die Heringe dann am Stand von Rainer Nitschke, dem Chefkoch des Restaurants Arcun gebraten.

Neben Brat- und Räucherhering startet an diesem Tag auch das Rennen um den „goldenen Hering“, einer liebevoll verzierten Holzskulptur, die es zu gewinnen gilt. Fünf Gastronomen und Hobbyköche kämpfen um die begehrte Trophäe, die demjenigen verliehen wird, dessen Rezept in der Gunst der Gäste ganz weit vorne liegt. Wurde auf dem Fest im vergangenen Jahr der beste Pfefferhering gesucht, ist es in diesem Jahr der schmackhafteste eingelegte Brathering, der ermittelt wird. Mit einem kleinen Gäbelchen kann sich der Besucher durch die Heringe probieren und die Stimme für seinen Favoriten abgeben.

Die Rezepte, nach denen die Köche ihre Heringe zubereiten, werden streng gehütet. „Familiengeheimnis, das wird nicht verraten“, bestätigt Helga Schwanz. „Die besten Rezepte werden über Generationen weitergegeben.“ Die 62-Jährige ist Titelverteidigerin. Mit „Helgas Pfefferhering“ holte sie sich den goldenen Hering im vergangenen Jahr. Beim Pfefferhering zieht der frische filetierte Hering in einer Marinade aus Essigwasser, Zwiebeln und Salz gar. „Die Mischung aus Pfeffer und Zucker ist entscheidend“, berichtet Helga Schwanz. „Mit unserer lieblichen Variante haben wir im vergangenen Jahr den Geschmack gut getroffen“, sagt sie. „Mal sehen, wie es dieses Mal klappt.“

Von Ziebarth, Anne Friederike

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