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Rügen Vorpommern: Leichtes Gästeplus im Küstenvorland
Vorpommern Rügen Vorpommern: Leichtes Gästeplus im Küstenvorland
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00:00 24.02.2017
Greifswald

Der Tourismus ist auch für das vorpommersche Festland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Im letzten Jahr lag der Bruttoumsatz nach Berechnungen des Fremdenverkehrsverbandes Vorpommern allein im Kreis Vorpommern-Greifswald bei 193 Millionen Euro. 5500 Arbeitsplätze hängen davon ab, so Geschäftsführerin Fanny Holzhüter auf der Tagung des Tourismusausschusses des Landkreises.

„Wir hatten 2016 insgesamt 770000 Übernachtungen in gewerblichen Betrieben und auf Campingplätzen in Vorpommern-Greifswald. Das waren 3,1 Prozent mehr als 2015.“ Dazu kämen fast zwei Millionen Übernachtungen bei Freunden und Bekannten und 1,7 Millionen Tagesgäste. Das sind zusammen 4,4 Millionen sogenannter Aufenthaltstage. „Die Tagesgäste sind für die Sicherung von Ganzjahresarbeitsplätzen sehr wichtig“, betonte Holzhüter. „Ohne die touristische Nachfrage würden viele Geschäfte und Einrichtungen der Region nicht existieren.“

Aufsteiger Torgelow

Die höchste Steigerungsrate bei den Übernachtungen in Vorpommern-Greifswald hatte Torgelow mit fast 52 Prozent auf 13035. Bei den absoluten Zahlen rangiert Greifswald (226278), vor Ueckermünde (131054), Lubmin (45349), Wolgast (29574), Anklam (27155) und Pasewalk (22704). Alles in allem 4,4 Millionen Tage hielten sich Touristen aus dem In- und Ausland auf dem vorpommerschen Festland des Landkreises auf.

Romantikpfad entsteht

„Über vier Millionen Euro Steuereinnahmen bekommen die Kommunen des vorpommerschen Festlands in unserem Kreis über den Tourismus zurück“, so Fanny Holzhüter.

Der Verband habe 26 Mitglieder, darunter den Kreis Vorpommern-Greifswald, Städte wie Anklam, Greifswald und Wolgast, lokale Tourismusverbände und Unternehmen wie die Gutshäuser Liepen und Stolpe.

„Wir engagieren uns für Marketing, für Regionalentwicklung und in Projekten“, beschrieb Holzhüter die Tätigkeit der sieben Mitarbeiter. Aktuell würde der Verband vier Projekte verfolgen. Die „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“, stehe vor dem Abschluss, so die Geschäftsführerin. Bis zum Juli solle eine Romantikroute von Greifswald nach Wolgast ausgeschildert werden.

Dieses Vorhaben werde die Geburtsstädte der großen Maler Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge verbinden. Flyer sollen den Romantikpfad bewerben. Außerdem ist die Ausbildung von Führern für diese Strecke vorgesehen.

EU-Projekt Fischmärkte

Noch in den Anfängen steckt ein Vorhaben mit den Nachbarstaaten im Osten. Es geht um Fischmärkte und wird von der Universität Greifswald koordiniert. „Frischen Fisch vom Kutter kaufen ist ein besonderes Erlebnis“, erinnert Holzhüter. Im Rahmen des bis 2019 laufenden EU-Projekts soll unter anderem ermittelt werden, wo an der Küste wann welche Fische angelandet werden. In Orten mit wenigen Fischern könnten Anglerflohmärkte diese Standorten Attraktivität verschaffen. Solche Märkte würden in Anklam und Ueckermünde sehr gut laufen. Die Standorte sollen vernetzt und gemeinsam vermarktet werden. Ebenfalls bis 2019 läuft das EU-Projekt „South Coast Baltic“ zur Etablierung einer Segelroute. Bis 2017 werde auch der Führer „Kultur- und Naturerlebnisse“ vorliegen. Außerdem arbeitet der Fremdenverkehrsverband an einer Neuauflage seiner Familienbroschüre.

Eckhard Oberdörfer

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