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Rügen Vulkane mitten in Bergen: Experimente in der Kita „Fröbel“
Vorpommern Rügen Vulkane mitten in Bergen: Experimente in der Kita „Fröbel“
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00:00 17.05.2016

Die Spannung steigt: Ganz vorsichtig schüttet Karl (5) Backpulver in das gefärbte Essigwasser, Täve (5) rührt. Und schon passiert es: Der Vulkan blubbert und bricht aus, ein buntes Rinnsal läuft am Sandberg hinab.

Großer Jubel bei den großen und kleinen Steppkes aus der DRK-Kita „Friedrich Fröbel“ in Bergen. Sie kennen das Experiment schon und haben es sich für heute gewünscht. „Die Kinder lieben es. Zu den Geburtstagsfeiern sind solche Experimente Pflicht, zum Beispiel der größer werdende Luftballon oder der Gummibärchentaucher“, erzählt Erzieherin Annett Langer.

Tatsächlich sind die Kinder mit Feuereifer dabei, erst bauen sie im Sandkasten verschiedene Sandhügel. „Das erfordert Teamwork, sie müssen zusammenarbeiten, damit die Vulkane schön groß werden.“ Da sind auch die Kleinsten in der Gruppe gefragt. „Unsere altersgemischten Gruppen ermöglichen ein geschwisterliches Miteinander. Die Kinder sind zwischen zwei und sechs Jahren alt – und lernen auch als Einzelkinder, gemeinsam zu spielen“, erzählt die Leiterin der Kita, Annett Schmidt. Sie und ihre sechs Kolleginnen betreuen in der Einrichtung „Friedrich Fröbel“ 64 Kinder in vier Gruppen. „Nur die Vorschulkinder sind in einer altershomogenen Gruppe.“

Schon seit 41 Jahren gibt es die Kindertagesstätte in Bergen. „Wir sind durch unsere Lage wirklich begünstigt“, freut sich Annett Schmidt. „Unsere Einrichtung liegt ruhig, trotzdem können wir auch die Stadt mit nutzen und fast alles zu Fuß erreichen.“ Und so sind die Kinder viel unterwegs, besuchen das Medien- und Informationszentrum (MIZ) oder entdecken die Berufe ihrer Eltern. „Das ist natürlich toll. Wir waren schon auf der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes und haben dort einem Papa, der Rettungsassistent ist, über die Schulter geschaut.“

Auch eine Ärztin im Sana-Krankenhaus zählt zur Elternschaft und gewährte den Knirpsen Einblick in ihren Berufsalltag, Post und Feuerwehr standen auf der Hitliste der Kleinen ganz oben.

Genauso wie der Vulkan, der eben erneut mit einem lustigen Blubbern überläuft. „Die Experimente haben wir aus dem ,Haus der kleinen Forscher’. Diese Stiftung unterstützt uns darin, mit physikalischen Experimenten die Neugier der Kinder zu wecken“, erklärt Erzieherin Annett Langer. „Unsere Großen fragen natürlich, wie das funktioniert und können manche Versuche selbstständig machen. Und die Kleinen lieben die Effekte und staunen. Genau so soll es sein.“

Gaia Born

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