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Rügen Wanderparadies Rügen: Jetzt kommt der Schilderstreich
Vorpommern Rügen Wanderparadies Rügen: Jetzt kommt der Schilderstreich
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12:47 18.04.2013
Noch orientieren sich Radfahrer wie hier zwischen Prora und Binz an Schildern, die bald ausgedient haben. Sie werden durch einheitliche f�r ganz R�gen ersetzt. Quelle: Dieter Lindemann
Middelhagen

Die Ausschreibung für Süd-Rügen ist schon raus. „Dort werden Anfang Mai die ersten neuen Wegweiser aufgestellt“, kündigt Maximilian Scholl vom Leader-Regionalmanagement des Landkreises für Rügen einen großen „Schilderstreich“ an. Jetzt setzt die Insel Zeichen, um Rügen zum Paradies für Radtouristen und Wanderfreunde zu profilieren. Dafür wird inselweit ein einheitliches Beschilderungssystem etabliert. Rund 1900 neue Wegweiser, mehr als 160 Übersichts- und Themenweg-Tafeln werden an Rad- und Wanderwegen aufgestellt.

Das ist nur ein Baustein, sagt Scholl. „Für die Gäste soll das Wegenetz inselweit auch möbliert, mit Bänken, Rastplätzen und sogar Schutzhütten ausgestattet werden.“ Das alles gehört zum Projekt „Natürlich Rügen — die Insel zu Land und zu Wasser erleben“. Mit dem wollen die Insulaner im boomenden Segment des Rad- und Wandertourismus‘ punkten. Bereits 2010 hatte es der Kreistag des Landkreises Rügen angeschoben. Rund 1,3 Millionen Euro werden investiert, um Rügen zum Wanderparadies zu profilieren.

„Die Vorbereitungsarbeit war immens“, sagt Scholl. Erst wurden die vorhandenen Rad- und Wanderwege erfasst, Möglichkeiten gesucht, um vorhandene Lücken zu schließen. Das Ganze fand Eingang in ein digitalisiertes Wegekataster. Geeignete Standorte für die neuen Wegweiser und Hinweistafeln mussten gesucht, mit allen Grundstückseigentümern so genannte Gestattungsverträge geschlossen werden, die das Aufstellen erst ermöglichen. „Bei rund 1900 Schildern eine wahre Sisyphusarbeit, bei der uns die Ämter auf der Insel großartig unterstützt haben“, lobt Scholl. „Im Amt Mönchgut-Granitz hat das am besten geklappt. Deshalb werden die ersten Schilder auch im Inselsüden montiert.“ Für Nord-Rügen soll die Aktion Ende des Monats ausgeschrieben werden. Wie die neuen und einheitlichen Wegweiser aussehen, steht fest. Das gilt auch für die Bänke, allesamt mit einer Sitzfläche aus Dauerholz ausgestattet. Sowohl Schildermontage als auch Möblierung sind für dieses Jahr geplant, berichtete Scholl zu Wochenbeginn den Mitgliedern der Lokalen Leader-Aktionsgruppe Rügen (LAG).

Obwohl neue Schilder und Bänke noch fehlen — „Im Netz finden Urlauber das Wanderparadies Rügen trotzdem schon“, so Scholl. Dafür wurde schon 2012 ein Internet-Auftritt erarbeitet. Darin präsentiert sich die Insel als Eldorado für Rad- und Wanderfreunde. Zentrales Element ist ein digitaler Tourenplaner, Vorschläge gibt es aber auch, 52 Touren werden vorgestellt. Auch die in Natura eingerichteten Themenwege wie „Romantisches Rügen“, „Silber des Meeres“ oder „Weißes Rügen“. Tourenplaner und Themenwege gibt es ebenfalls im Papierformat, eine Karte und Flyer sind gedruckt. „Alle mit QR-Code ausgestattet. Wer den mit dem Smartphone scannt, landet wieder in der multimedialen Welt. Apps für I-Phone und Android gibt es schon“, so Scholl.

Rügens Leader-Regisseure in der LAG sind begeistert. „Damit haben wir Goldstaub. Wichtig ist, dass weiter am Projekt gearbeitet und die Präsentation im Netz kontinuierlich gepflegt wird“, lobt LAG-Sprecher Heiko Gerdts.

www.ruegenaktiv.de

Insulaner haben das Projekt mitfinanziert

1,3 Millionen Euro kostet das Entwickeln des gemeinsamen Rad- und Wegekonzeptes für Rügen und das Umsetzen der darin enthaltenen Maßnahmen wie einheitliches Schildersystem und Möblierung der Wege insgesamt. Rund 80 Prozent dieser Kosten können mit Fördergeld aus dem Leader-Programm der EU gedeckt werden.

3,50 Euro pro Kopf steuern die Insel-Kommunen laut Projektmanager Maximilian Scholl zur Finanzierung des touristischen Gesamtpaketes „Natürlich Rügen“ bei. Somit haben praktisch alle Insulaner das Projekt indirekt mitfinanziert.

101 Bänke werden an den Rad- und Wanderwegen aufgestellt, davon 23 Stück an markanten Aussichtspunkten. Das Metallgestell soll sogar die Farbe bekommen, mit der die jeweilige Wanderroute gekennzeichnet ist. Zur Möblierung gehören außerdem 26 Fahrradständer, sechs Schutzhütten und 23 Rastplätze, die inselweit aufgestellt und aufgebaut werden.
4Themenwege wurden eingerichtet. Auf denen können Gäste auf den Spuren der Slawen („Heilige Stätten“), der Romantiker („Romantisches Rügen“), der Kreide („Weißes Gold“) und des Herings („Das Silber des Meeres“) radeln und wandern.

Udo Burwitz

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