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Rügen Wasserqualität und Artenvielfalt nehmen ab
Vorpommern Rügen Wasserqualität und Artenvielfalt nehmen ab
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15:06 13.01.2018
Bernhard Misgajski am alten Mühlbach in Wreechen. In der Hand hält er ein Exemplar des Agrar-Reports 2017 zum Thema „Biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft“, den das Bundesamt für Naturschutz herausgab. Quelle: Uwe Driest
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Putbus

Nachdem das Wasser aus ihrem Brunnen immer brauner geworden sei, beauftragte eine Familie in Wreechen bei Putbus einen Betrieb mit der Beprobung des Wassers. Das Resultat wies einen erhöhten Ammonium-Gehalt nach. Zwar läge dieser noch nicht im Bereich, in dem es geboten sei, Maßnahmen zu ergreifen, heißt es aus der Kreisverwaltung, aber vom Verzehr wurde abgeraten. Ammonium sei ein Indikator für den Einfluss von Fäkalien, Abwasser, Deponiesickerwasser, tierische Abfälle, Gülle oder Jauche.

Die Familie kocht nun mit Mineralwasser und will ihre Ferienwohnung bis auf Weiteres nicht mehr vermieten. Parallel zur Verschlechterung der Wasserqualität habe die Familie auch einen Verlust an Artenvielfalt in ihrer ländlichen Umgebung wahrgenommen. Zahlreiche Arten von Insekten, Fledermäusen und insektenfressenden Vogelarten wären in den vergangenen Jahren nicht mehr zu sehen gewesen. Das sei so, seit im Umfeld ihres Anwesen die Landwirtschaft intensiviert worden sei. Die Gemeinde will sich nun dafür einsetzen, dass das Anwesen an das öffentliche Wassernetz angeschlossen wird.

Uwe Driest

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