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Rügen Wegen Insolvenz weniger Schüler am IT-College
Vorpommern Rügen Wegen Insolvenz weniger Schüler am IT-College
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03:56 03.09.2013

Mit deutlich weniger Schülern als im Vorjahr ist das IT-College Putbus gestern in das neue Schuljahr gestartet. 24 Jugendliche begannen ihre Ausbildung als Gestaltungstechnische Assistenten und Technische Assistenten für Informatik. Das sind rund die Hälfte weniger als 2012. „Die Insolvenz hat uns reingeritten, das muss man schon so sagen“, sagt Karin Breitenfeldt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit.

Trotzdem nimmt sie die Situation gelassen: „Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, haben noch die Möglichkeit, sich bis Ende September anzumelden und einen Schnupperunterricht mitzumachen.“ Durch die kleineren Klassen sei zudem eine intensivere Betreuung möglich.

Auch der neue Schulleiter, Dieter Wenzel, der am 1. August seinen Dienst begonnen hat, sieht die Situation positiv: „Insolvenz ist eine Chance, ein Unternehmen neu auszurichten. Das tun wir gerade.“ Dabei werde die Schule von einem namhaften Unternehmen unterstützt, das dem IT-College seine moderne Software erstmals kostenlos zur Verfügung stellt.

„Wir wollen durch eine gute Ausbildung das Niveau der Lehre erhöhen und für andere interessant machen“, sagt Wenzel. Dazu sollen auch Wirtschaftspartner der Einrichtung, wie beispielsweise Siemens, beitragen — seit einigen Jahren vergibt das Unternehmen regelmäßig Stipendien an Schüler des IT-Colleges. „Das spricht auf jeden Fall für unsere Ausbildung“, so Wenzel, der in Zukunft wieder auf vollere Klassen hofft.

Michelle Mainitz, die eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin antritt, ist extra aus Schleswig-Holstein angereist: „Im Internet bin ich auf das IT-College gestoßen. Hier gibt es die Fächer, die für mich geeignet sind“, freut sich die 17-Jährige, „aber ich bin schon ein wenig aufgeregt.“ Die nächsten zwei Jahre wird sie im Internat in Putbus leben. Danach steht für sie noch ein einjähriges Praktikum an. „Ich wünsche mir, dass ich Freunde finde und mich gut einlebe.“

Dazu will auch Schulleiter Wenzel beitragen. „Ich möchte das Campusleben weiterentwickeln, so dass sich die Schüler wohlfühlen.“ Auch ein weiteres Ziel hat sich Wenzel für seinen neuen Job gesteckt:

„Ich möchte Bedingungen schaffen, dass die Lehrer die Ausbildung der Schüler sorgenfrei gestalten können.“

Und dafür sind die Weichen wohl gestellt: „Der Insolvenzrichter hat das Verfahren bis zum 21. Juli 2014 gestreckt. Wir haben ein Jahr Zeit, einen Interessenten zu finden“, sagt Wenzel. Nach verschiedenen Kandidaten gebe es aktuell einen möglichen Investor.

„Es gibt einen konkreten Interessenten, mit dem wir im Gespräch sind“, sagt Insolvenzverwalter Uwe Degen-Gellenbeck. „Wir müssen jedoch abwarten, wie dieses weiter verläuft.“ Viele Käufer schreckten das Erbbaurecht sowie die Zweckbindung von Fördermitteln ab, die über einen Zeitraum von 22 Jahren läuft. „Man muss sich schon sicher sein, dass man die Immobilie auch mittel- bis langfristig nutzen möchte“, so Degen-Gellenbeck. „Wenn es zu einem konkreten Verhandlungsergebnis kommt, sind sämtliche Beteiligten aber darum bemüht, dass die rechtlichen Vorgaben so umgestellt werden, dass ein Verkauf auch ohne Erbbaurecht vonstatten gehen kann.“

Stefanie Büssing

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