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Rügen Weiter Widerspruch bei Bauplänen
Vorpommern Rügen Weiter Widerspruch bei Bauplänen
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00:00 03.09.2013
Stralsund

Auf Ablehnung stößt das geplante Wohngebiet nördlich der Fachhochschule auch bei dem Stralsunder Joachim Schultz (66). Der Stralsunder kam deshalb extra in die Redaktion, um seinem Unmut Luft zu machen. „Das ist so eine herrliche Aussicht. Was sollen da die Häuser? Das ist das Letzte, hirnverbrannt“, findet er drastische Worte. „Nur damit ein paar wenige, die das Geld dafür haben, von ihrer Terrasse aus den Blick auf das Wasser genießen können“, schimpft der Rentner. Er könne nicht verstehen, dass die Bürgerschaft sich mit knapper Mehrheit für die Aufstellung eines Bebauungsplanes ausgesprochen hat.

Der Mann ist in der Mönchstraße aufgewachsen. Heute lebt er in der Vogelwiese. Als Busfahrer sei er früher viel auf der Strecke bis Parow unterwegs gewesen. Zu jeder Jahreszeit könne man sich an dem Abzweig zum geplanten Bebauungsgebiet an der Weite erfreuen. „Ob im Sommer, wenn der Acker bestellt ist, oder im Winter, wenn der Schnee über die Felder treibt“, beschreibt Joachim Schultz.

Was jetzt vorgesehen sei, wäre einfach nicht schön, findet er. „Ganz zu schweigen von den vielen Wildtieren, die hier sicher leben“, sagt der Hansestädter und hofft, dass die Bürgerinitiative das Projekt doch noch aufhalten kann. Seine Unterstützung hat sie.

Für „unwiederbringlich verloren“ hält auch OZ-Leserin Christa Schult an dieser Stelle Werte des Naturpotenzials, wenn es zur Bebauung kommen würde. „Die Fläche ist nicht nur der letzte unverbaute Uferstreifen und naturgeschützt. Sie stellt außerdem eine spezifische Landmarke dar, die die enge Verbindung von Wasser, Landschaft und Stadt aber auch deren Begrenzung signalisiert und damit zu einem wichtigen Strukturelement des Stadtgefüges zählt“, schreibt sie.

mw

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