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Wenn das Pommes-Öl in der Pfanne in Brand gerät

Stralsund Wenn das Pommes-Öl in der Pfanne in Brand gerät

Viertes Hoffest des Sicherheitstechnischen Zentrums in Stralsund zeigt: Brandlöscher sind Feuer und Flamme für ihren Job / Besucher begeistert von den Übungen

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Eine Übung der Feuerwehr macht die Gefahr deutlich: Zu heißes Fett im Topf – beispielsweise für Pommes – kann auf dem Herd schnell in Flammen aufgehen und verpuffen.

Quelle: Fotos: Christian Rödel

Stralsund. „Zünd an, es kommt die Feuerwehr“, hieß ein alter Defa-Film mit DDR-Schauspielstar Winfried Glatzeder, in dem sich die freiwillige Feuerwehr von Siebenthal im Sächsischen Königreich selbst Arbeit verschaffte und die Dorfkneipe ansteckte. Wenn heute die Kameraden der Stralsunder Freiwilligen Feuerwehr an Objekten zündeln, dann nur aus Übungszwecken – wie am Samstag. Beim vierten Hoffest auf dem Areal des Sicherheitstechnischen Zentrums am Fährwall 18 wurden gleich mehrere Brandherde absichtlich erzeugt, um zu demonstrieren, wie schnell und effizient ein Feuer von den Kameraden gelöscht werden kann.

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Viertes Hoffest des Sicherheitstechnischen Zentrums in Stralsund zeigt: Brandlöscher sind Feuer und Flamme für ihren Job / Besucher begeistert von den Übungen

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Einem echten Feuer, das in einem Metalleimer mit Brennspiritus angesteckt wurde, durften Kinder und Jugendliche unter professioneller Anleitung mit einem Feuerlöscher den Garaus machen. Die zehnjährige Lena Wagner hat bei Löschaktion „Feuer gefangen“ und möchte so schnell, wie möglich Mitglied bei der Stralsunder Kinder- oder Jugendfeuerwehr werden. „Wir möchten uns hier heute informieren, wann Lena bei den kleinen Feuerwehrleuten mit machen kann“, sagte Lenas Mutter Katja.

Der siebenjährige Stralsunder Knirps Justus Trögert ist bereits seit einem Jahr als Nachwuchsfeuerwehrmann dabei. „Ich bin gleich nach meiner Einschulung in die Kinderfeuerwehrgruppe eingetreten, weil mich die Fahrzeugtechnik total interessiert“, sagt Justus, der mittlerweile in die zweite Klasse der Montessori-Schule „Lambert Steinwich“ geht.

Bei den etwas älteren Nachwuchslöschkräften der freiwilligen Feuerwehr sind zurzeit 15 Mitglieder aktiv. „Bei uns liegt der Altersdurchschnitt bei zehn bis 16 Jahren“, meint Jugendwart Martin Kleinke, der mit seinem Stellvertreter Erik Buchholz die Jugendfeuerwehr betreut.

Noch in diesem Jahr soll eine große Übung, bei der die Jugendlichen ein ganzes Wochenende im Sicherheitstechnischen Zentrum verbringen, über die Bühne gehen. „Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr schlafen dann auch hier, und es kann durchaus passieren, dass wir einen Nachtalarm simulieren“, kündigte Johannes Zeuner, stellvertretender Wehrführer, schon mal an.

Zeitgleich zum vierten Hoffest des Technischen Sicherheitszentrums tagte am Sonnabendvormittag im Hansa-Gymnasium die Landesjugendfeuerwehr. „Die Delegierten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern werden auch beim Hoffest dabei sein und später noch ein schönes Wochenend-Kulturprogramm in der Hansestadt erleben, unter anderem einen kostenlosen Besuch im Ozeaneum“, sagte Stralsunds Wehrführer Andreas Redlich, der seit 2014 als Chef der Stralsunder Freiwilligen Feuerwehr ist. Der Kreisverwaltungsangestellte engagiert sich seit knapp 20 Jahren als ehrenamtlicher Feuerwehrmann. „Bisher hatten wir in diesem Jahr genau 36 Einsätze“, so Redlich und fügte hinzu: „Nur zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatten wir insgesamt 56 Einsätze in der Hansestadt“.

Wie schnell es zu einem folgenschweren Brand in der Küche kommen kann, machten die Kameraden bei der wohl spektakulärsten Übung deutlich. Es wurde eine Kochherdstelle mit heißem Öl und Fett in Brand gesetzt, wobei es zu einer großen Verpuffung kam. Ein lebenswichtiger Tipp des Hauptfeuerwehrmanns Marcel Friedrich nach der imposanten Übung: „Niemals versuchen, das Feuer mit Wasser zu löschen, sondern besser mit Decken die Flammen zum Ersticken bringen.“

Christian Rödel

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