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Rügen Wett-König kommt aus dem Hauptamt
Vorpommern Rügen Wett-König kommt aus dem Hauptamt
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00:00 09.09.2013
Sorgte mit ihrer Stimme für Gänsehautatmosphäre: Anna Loos, Frontfrau der Kultband „Silly“. Quelle: Christian Klitz
Bergen

Internationale Gäste, Kult-Musik und eine gewonnene Wette — die Bergener hatten am Sonnabend gleich mehrere Gründe zum Feiern: Neben dem 400-jährigen Stadtgeburtstag hatten die Insulaner zum dritten Europatag geladen und dazu auch gleich die NDR-Sommertour mit Kult-Band „Silly“auf den Bergener Markt geholt. Hauptperson des Abends war jedoch Sebastian Gabriel, EDV-Beauftragter aus dem Hauptamt Bergen, der die Stadtwette gegen NDR-Moderator Frank Breuner gewann und 1000 Euro abräumte.

„Am Anfang war ich aufgeregt, aber auf der Bühne hat es dann Riesenspaß gemacht“, verrät der 30-Jährige. 25 Nägel musste er mithilfe von Werkzeug aus einem Holzbalken ziehen und dabei schneller sein, als sein Kontrahent. „Ich habe erst zehn Minuten vorher erfahren, was ich machen muss, daher konnte ich mich nicht vorbereiten“, sagt Gabriel. Geschafft hat er es trotzdem. „Das hat er toll gemacht“, sagt Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU) begeistert. „Ausgesucht haben wir ihn, weil er nicht nur sportlich sondern auch noch attraktiv ist und gesagt hat, er macht es“, verrät sie mit einem Lächeln.

Freuen dürfen sich nun die Steppkes vom Kindergarten „Stadtknirpse“, die für das Geld ein neues Spielgerät bekommen.

Auch die internationalen Gäste genießen ihre Zeit in Bergen: „Wir wussten nicht, dass das hier so eine große Feier ist“, sagt Krystian Pilarski beeindruckt. Der 39-jährige Fotograf aus dem polnischen Goleniów ist mit fünf Künstlerkollegen zur zehnjährigen Städtepartnerschaft angereist. Im Gepäck haben sie Fotografien, Malereien und Grafiken, die unter dem Titel „Dualismus“ im Stadtmuseum bewundert werden können. „Die Gastfreundschaft hier hat uns sehr beeindruckt. Wir nehmen nicht nur neue Inspirationen für unsere Arbeit mit nach Hause, wir kommen auch auf jeden Fall wieder“, verspricht der Pole.

Auch Susanne Kuees, Bürgervorsteherin in der holsteinischen Partnerstadt Oldenburg ist bereits zum siebten Mal in Bergen: „Ich bin Wiederholungstäterin“, sagt die 47-Jährige lächelnd. „Wir sind seit 23 Jahren Partnerstädte und es hat schon viele schöne Begegnungen gegeben. Bei jedem Treffen ist es ein bisschen so, als würde man nach Hause kommen.“ Neben den Gästen aus Bergens Partnerstädten Palanga, Goleniów und Oldenburg — Svedala war in diesem Jahr verhindert, stattdessen waren Landsleute aus dem südschwedischen Vellinge angereist — gab es auch einen Schulworkshop mit internationalen Gästen und Bergener Gymnasiasten.

„Wir gehen mit großen Schritten darauf zu, europäische Gemeinde zu werden und hoffen, dass wir mit dem dritten Europatag unserem Ziel ein wenig näher kommen“, sagt Andrea Köster. Die Stadt hat vom Europarat bereits das Europadiplom und die Ehrenfahne erhalten und sich für dieses Jahr um die nächste Stufe — die Europaplakette beworben — allerdings ohne Erfolg.

„Wir haben aus Brüssel und Straßburg das Signal bekommen, dass man unsere Arbeit zu schätzen weiß und die beabsichtigen wir auch fortzusetzen“, sagte Stadtpräsident Eike Bunge. Er hoffe, die Plakette in zwei bis drei Jahren entgegennehmen zu können. Einziger Wermutstropfen: Durch die Einstellung der Fährverbindung von Sassnitz ins litauische Klaipeda werde die Städtepartnerschaft mit Palanga künftig erschwert. „Das wirft uns bei der Arbeit in Richtung Europa wieder zurück, trotzdem werden wir einen Weg finden, die Partnerschaft fortzusetzen“, so Bunge.

Bergen will Europapreis
4 Stufen beinhaltet der so genannte Europapreis — das Europadiplom, die Ehrenfahne, die Ehrenplakette und der eigentliche Europapreis.

Mit dem werden Gemeinden ausgezeichnet, wenn sie sich um den europäischen Einigungsgedanken bemühen und die anderen drei Stufen erreicht haben.

Stefanie Büssing

Maria Pakulla hat sich um einen Insel-Sohn verdient gemacht und war bis zum Jahr 2006 Ehrenvorsitzende der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft.

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