Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Wettbewerbe haben es ihr angetan
Vorpommern Rügen Wettbewerbe haben es ihr angetan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:04 10.04.2018
Ina Briese lebt für den Tanz. SIe hat schon zahlreiche Vergleiche organisiert. Quelle: Fotos: Christine Zillmer
Sassnitz

Die Hutmacherin wird sie genannt, weil sie den Hut aufhat. Ina Briese (46) unterrichtet seit 20 Jahren Jugendliche und organisiert Tanzwettbewerbe für junge Gruppen im Amateursportbereich. „Tanzen ist für mich die höchste Form des Ausdrucks von Gefühlen“, Briese.

Ina Briese, Organisatorin des Ostsee Dance Cup, liebt den Tanz in jeder Form. Ihr Können gibt sie an junge Leute weiter.

Bereits 1998 rief sie ihren ersten Contest ins Leben, damals in Berlin. Darauf folgten Events wie 2004 der Rügener Dance Cup, 2005 der Erste Gesamtdeutsche Dance Cup sowie im gleichen Jahr der Erste Internationale Dance Cup, 2006 der Zweiter Internationale Dance Cup und 2007 der Dritte Internationale Dance Cup.

Ina Briese legt aktuell ihr Augenmerk auf die Organisation des I.V.E. Ostsee Dance Cup 2018 in der Sassnitzer Sporthalle Dwasieden in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter Stadt Sassnitz. Dabei steht die Buchstabenkombination für „international, verbindend, einzigartig“. Mit Hilfe eines Teams aus engagierten Eltern und Helfern kommen am 28. April insgesamt 49 Gruppen aus ganz Deutschland und Polen nach Rügen. „Meine Schüler suchten den Wettbewerb mit anderen und so begann ich schon früh damit, solche Veranstaltungen ins Leben zu rufen.“

Ina Briese wurde in Neubrandenburg geboren. Die Familie zog nach Schwerin und später aus beruflichen Gründen auf die Insel Rügen. Briese besuchte die Schule in Bergen und wuchs hier auch auf. Den ersten eigenen Tanzunterricht erhielt sie während der Schulzeit und blieb dem Sport ihr Leben lang treu. Nach dem Schulabschluss lernte sie den Beruf der Bürokauffrau auf Rügen und entschied sich auf Anraten ihres Vaters für ein weiterführendes Studium zur Ingenieurin der Fernmeldetechnik in Frankfurt/Oder. „Damals rutschte ich mit dem Studium in die Wendezeit“, sagt sie. „ Ich hätte weiter machen können, entschied mich aber anders.“

Es verschlug Ina Briese nach Berlin, wo sie mit ihrem damaligen Freund zusammenzog. „In der Hauptstadt wollte ich als Bürokauffrau arbeiten und dann mal sehen, was noch so kommt“, erzählt sie von ihrem vagen Lebensplan. Nach der Geburt ihrer Tochter Vivien-Aileen 2002 kehrte sie zusammen mit ihrem neuen Ehemann 2004 zurück nach Rügen.

Beruflich war sie bis 2007 in der Hotelbranche tätig. Auf einer Hotelmesse lernte die quirlige Frau dann den Geschäftsführer einer großen Firma aus Aachen kennen. Sie erhielt die Möglichkeit, sich im Unternehmen vorzustellen. „Das Angebot, als Assistentin der Geschäftsleitung zu arbeiten, war für mich sehr verlockend. Ich suchte die neue Herausforderung.“ Ina Briese fuhr nach Aachen zum Vorstellungsgespräch und wurde angenommen. Tochter und Ehemann siedelten ebenfalls um. „In Aachen war ich beruflich sehr eingespannt. Das Tanzen kam hier viel zu kurz.“ Die Beziehung mit ihrem Partner litt in dieser Zeit. Sie hielt es sieben Jahre in Nordrhein-Westfalen aus. „Irgendwann stellte ich mir die Frage, was wirklich wichtig im Leben ist.“ Briese entschied sich für ihren Heimathafen. „Ich kam zurück und zog nach Binz, wo ich heute noch wohne“, sagt sie. „Ich hatte das Gefühl, nie weg gewesen zu sein. Alles war so vertraut, Freunde und Bekannte nahmen mich herzlich auf.“ Beruflich klappte es auch. Sie fand erst einen Job in der Jugendherberge Prora und ist seit Ende 2017 Eventmanagerin im Naturerbezentrum in Prora.

Es dauerte auch nicht lange und die Tanzlehrerin wurde von ihren ehemaligen Schülern aus Bergen angesprochen. „Ich habe sofort wieder Kontakt gehabt und unterrichtete wenige Wochen später bereits meine erste Gruppe auf Rügen. Als ich damals anfing, Tanzwettbewerbe zu organisieren, wusste ich ja gar nicht, worauf ich mich einlasse.“ Jedes Jahr habe sie dazugelernt und von Wettbewerb zu Wettbewerb an Planungssicherheit gewonnen.

„Heute habe ich das wahnsinnige Glück, so viel Unterstützung zu erfahren, dass ich mich komplett auf den kreativen Tanzunterricht konzentrieren kann. Meine Doreen, Denise und Anja stehen mir als Eltern von Tanzschülern mit aller Kraft zur Seite. Ich merke bei meinen Schülern sofort, wenn sie etwas mit Leidenschaft tun. Für mich ist es ganz wichtig, dass die Mädchen sich wohl fühlen und sich verwirklichen können.“

Ina Briese hilft, neue Choreographien zu erlernen und gibt Tipps in Haltung und Rhythmus. „Ich bin auch sehr stolz auf meine Tochter, denn die ist mittlerweile besser als ich, kann sich toll bewegen und trainiert ebenfalls Tanzgruppen.“

Auch wenn Ina Briese ihre Trainertätigkeit irgendwann an den Nachwuchs weitergibt, wird ihre Leidenschaft zur Musik bleiben und sie will auch noch viele Tanzwettbewerbe organisieren. Da ist sie sich sicher.

Der Wettbewerb

8 Rügener Formationen werden beim I.V.E.-Ostsee-Dance- Cup dabei sein. Der beginnt am 28. April um 12 Uhr in der Sporthalle Dwasieden in Sassnitz.

Insgesamt treten nach derzeitigem Stand der Anmeldungen 49 Formationen in den verschiedenen Altersklassen an. Die Teilnehmer sind zwischen sechs und 60 Jahre alt.

Gewertet wird im Showdance, Hip Hop, Juniors I und Juniors II, Modern Dance sowie Dance Mix und Hip Hop bei den Erwachsenen.

„Hope“ heißt das Maskottchen des Wettbewerbs. Dabei handelt es sich um einen Hund.

Christine Zillmer

Stralsund. Die Volleyballerinnen des 1. VC Stralsund, die Wildcats, haben im letzten Auswärtsspiel der Saison noch einmal die Krallen ausgefahren.

10.04.2018

Beim Wanderfrühling vom 13. bis 22. April stehen 60 kostenfreie Angebote auf dem Programm

14.04.2018

Die Ausstellung der Fotos des bekannten Binzer Fotografen Wolf Grünke in der Orangerie entführt in den Alltag zwischen 1955 bis 1965.

14.04.2018