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Wettkampfrichter von morgen trainierten das Bewerten

Sehlen Wettkampfrichter von morgen trainierten das Bewerten

20 Jungzüchter aus ganz Deutschland trafen sich auf dem Tegelhof in Sehlen und lernten, die Pferde zu durchschauen.

Sehlen. Sie sind wie eine verschworene Gemeinschaft — die Trakehner-Freunde. Wenn Ausbilder Manfred Holl (62) aus Hünfelden bei Frankfurt aus der Historie der Trakehner-Zucht berichtet, nickt Andrea Fischer-Brügge (63) zustimmend und kann den Faden sofort aufnehmen, wenn Holl mal eine Pause macht. Die Bundesbeauftragte für Jugendarbeit des Trakehner Verbandes versprüht Leidenschaft für die aus Ostpreußen stammenden Tiere. „Es ist die älteste Warmblutpferderasse der Welt“, sagt sie stolz. Und Tegelhof-Besitzer Sven Arlt fügt hinzu: „Es wird ein lebendes Kulturgut gepflegt.“

Am zurückliegenden Wochenende wurde auf der Reitanlage Tegelhof in Sehlen aber nicht nur gefachsimpelt. Es ging hier vor allem um das Training von 20 Jungzüchtern aus ganz Deutschland, die sich in vier verschiedenen Kategorien zum Bewerten von Pferden übten. „Dazu gehört das Vormustern, die Bewertung von Stand und Bewegung, die Freisprungbeurteilung und die Theorie“, erzählt Fischer-Brügge, die in Bad Bentheim zu Hause ist und mittlerweile ein Gespür für die Trakehner hat.

Die jungen Leute zeigten bei den Übungselementen enthusiastische Hingabe. Nicht nur mit dem Kopf waren sie ohne Pause ganz bei der Sache. Auch wenn es zum Beispiel bei der Vormusterung galt, eine Runde das trabende Pferd am Zügel haltend zu begleiten, wollte keiner zurückstehen. Tier und Mensch schienen sich manchmal blind zu verstehen. Trotzdem gab es von den Ausbildern immer wieder Hinweise, worauf es ganz besonders zu achten gilt.

„Dieses Jungzüchtertraining findet auf meiner Anlage zum ersten Mal statt“, sagt Sven Arlt. Er selbst hat drei Trakehner in seinem Pferdebestand. Darunter der Wallach „Pon“, mit dem Arlt erst im Herbst vergangenen Jahres von Siegen bis nach Rügen 700 Kilometer zurücklegte (die OZ berichtete). Und das nicht etwa hoch zu Ross: Sven Arlt begleitete seinen Trakehner zu Fuß.

Am 9. Mai, Christi Himmelfahrt, lädt der 47-Jährige zu einem Vielseitigkeitsturnier ein. Auf sein Land, dass sich in den letzten Jahren stetig ein wenig vergrößert hat. Er lässt den Blick versonnen bis zum Wäldchen am Horizont schweifen und bemerkt voller stolz, dass er all diese Flächen für den Pferdesport nutzen möchte. Derzeit werden für das Herrentagsturnier die ersten Hindernisse aufgebaut, die es zu überspringen gilt.

Jub

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