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„Wir wollen den Schmerz lindern und Pia eine Freude machen“

Lancken-Granitz „Wir wollen den Schmerz lindern und Pia eine Freude machen“

Leser der OSTSEE-ZEITUNG reisen 340 Kilometer von Stove nach Rügen und bringen dem Mädchen aus Lancken-Granitz vier neue Pommern- und Laufenten.

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Emanuel Becker (rechts) lüftet das Geheimnis und zeigt der kleinen Pia, Schwester Isabel und Papa Oliver die aus Stove mitgebrachten Entengössel.

Quelle: Fotos: Steffi Besch

Lancken-Granitz. Für strahlende Kinderaugen sorgten am Emanuel Becker und seine Frau Caroline in Lancken-Granitz. Sie ließen Vieh und Arbeit auf ihrem eigenen Biohof in Stove (Nordwestmecklenburg) für einen Tag ruhen, brachten die beiden Hunde in einer nahe gelegenen Tierpension unter und machten sich mit ihrem Kombi auf die dreieinhalbstündige Reise nach Rügen.

OZ-Bild

Leser der OSTSEE-ZEITUNG reisen 340 Kilometer von Stove nach Rügen und bringen dem Mädchen aus Lancken-Granitz vier neue Pommern- und Laufenten.

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Als ich Pias traurige Augen auf dem Foto sah, war klar, was zu tun ist.“Emanuel Becker

Nach 340 Kilometern hatten sie ihr Ziel erreicht – das Gehöft, auf dem Oliver Mierswa (29) mit Frau Rebecca (32) und den beiden Töchtern Isabel (4) und Pia (2) sowie zahlreichen Tieren, wie Vögel, Enten, Gänse, Hühner und Kaninchen lebt. Genau vor vier Wochen wurden der Familie, deren Oberhaupt seit vielen Jahren leidenschaftlicher Hobbyzüchter ist, acht Wochen alte Pommerngänse und selbst gekreuzte Enten direkt aus dem Gatter gestohlen. Das hatte vor allem die kleine Pia unheimlich traurig gemacht (die OZ berichtete).

Eine Geschichte, die berührte und viele Leser verfolgt haben. Auf der Facebook-Seite der OZ landeten dann auch Emanuel Becker und Frau Caroline. Der 33-Jährige ist Betriebsleiter einer Cateringfirma und betreibt nebenbei seit drei Jahren eine kleine Landwirtschaft mit Rindern und Schafen, Pferden und Federvieh. „Als ich die traurigen Augen von Pia auf dem Foto sah, war eigentlich sofort klar, was zu tun ist. Wir wollten ihr eine Freude machen und ihr ein paar neue Enten schenken“, sagt Becker, der nun nach der Heuernte auf seinem Bauernhof die Zeit fand, persönlich vorbeizuschauen und Pia die Gössel zu überreichen.

„Wir nutzen die Gelegenheit natürlich, um auch mal von unserem Hof runterzukommen und uns ein paar schöne Stunden auf Rügen zu machen. Wir wollen noch weiter nach Sellin zur Seebrücke und vielleicht noch etwas an den Strand. Wir haben ja heute mal tierfrei. Das kommt nicht oft vor“, erzählt Caroline Becker (27).

Doch zuvor lüfteten sie das Geheimnis der kleinen hölzernen Transportbox im Kofferraum. Zwei vier Wochen alte Pommernenten und zwei Laufenten machten lange Hälse und wurden von den beiden Schwestern Pia und Isabel in der Dorfstraße begrüßt. Und wurden sogleich zu einer Ente mit drei Küken, die die Familie ebenfalls von einem OZ-Leser aus Silvitz vor zwei Wochen geschenkt bekam, dazu gesteckt.

Beim Plausch über Federviehdiebstähle, von denen Familie Becker auch schon betroffen war, fiel Kaninchenfreundin Caroline Becker der Nachwuchs einer Deutschen Riesen-Schecke auf. Die neun Wochen alte Zippe weckte Erinnerungen an die verstorbene „Püppi“ der Beckers, nach deren Tod „Staatstrauer angesagt war“, stichelt der Emanuel, Sohn der Familie. „Die holen wir auf dem Heimweg bei euch ab“, freut sie sich. „Na super. Jetzt haben wir wieder ein Kaninchen, was ich ein Leben lang durchfüttern kann“, entgegnet Emanuel. „Wir haben bei uns nämlich echte Zuchttiere, die bleiben, bis sie tot umfallen“.

Steffi Besch

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