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An der Graskammer geht’s bald rund

Bergen An der Graskammer geht’s bald rund

Bergener Kreuzung soll für 1,8 Millionen Euro zum Kreisverkehr umgebaut werden

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Bergen. Die härteste Nuss wird zuerst geknackt. Die Stadt Bergen will in den kommenden Jahren die Ringstraße Stück für Stück sanieren. Mit dem schwierigsten Abschnitt soll begonnen werden: Voraussichtlich in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll die Kreuzung an der Graskammer zum Kreisverkehr umgebaut werden. Das sehen jedenfalls die aktuellen Pläne der Bauverwaltung im Rathaus vor. Über deren Umsetzung werden die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am 5. Dezember grundsätzlich entscheiden.

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Bergener Kreuzung soll für 1,8 Millionen Euro zum Kreisverkehr umgebaut werden

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Die Kreuzung wird keine einfache Baustelle. Zum einen gibt es an dieser Stelle ein ziemlich starkes Gefälle. „Das werden wir auch nicht gänzlich ausgleichen können“, sagt Bergens Bauamtsleiter Rainer Starke. Zwar werde das Bodenniveau im tiefer liegenden Bereich in Richtung Eisenbahnbrücke im Zuge der Bauarbeiten leicht angehoben und seitlich vom Gehweg durch Palisaden abgefangen. Doch auch in dem Kreisel wird es künftig bergan beziehungsweise bergab gehen, so wie jetzt schon an der Kreuzung.

Der nächste Knackpunkt für die Bauarbeiter sind die Versorgungsleitungen, die hier fast alle zusammenlaufen und umverlegt beziehungsweise gleich erneuert werden. Die Arbeiten sollen in enger Abstimmung mit dem Zweckverband erfolgen, der im Zuge des Straßenbaus gleich sein Leitungsnetz an dieser Stelle erneuern wird. Doch die Kanäle liegen wegen der Topografie des Geländes tief unter der Oberfläche; für die Arbeiten ist ein aufwändiger Verbau notwendig.

Das alles wird Zeit kosten. Rainer Starke geht derzeit von anderthalb Jahren aus. Erst dann wird der neue Kreisverkehr vollständig befahrbar sein. Zusätzlich zur Fahrbahn wird es einen kombinierten Rad- und Gehweg geben, die Bushaltestelle an der unteren Graskammer hinter dem früheren Kindergarten „Fuchs und Elster“ wird komplett erneuert sein und Fußgänger und Radfahrer können die Fahrbahnen auf allen drei Abzweigen hinter dem Kreisel auf Zebrastreifen mit angedeuteten Mini- Verkehrsinseln überqueren.

Bis es soweit ist, müssen sich aber alle Verkehrsteilnehmer in Geduld üben. „Wir werden den Bereich in drei Abschnitten umbauen“, so Starke. Je nach Baufortschritt wird immer ein Teil der Graskammerkreuzung voll gesperrt sein. Mal ist die Durchfahrt in Richtung Gingster Chaussee/Einkaufsmärkte dicht, mal die zur Graskammer/Regionale Schule. Auf einem Teil des Grundstücks des Zweckverbands (ehemals Autohaus-Gelände) wird eine Baustraße geführt, über die der Verkehr umgeleitet wird, während die Sanierungsarbeiten an diesem Abschnitt der Ringstraße laufen. Diese Behelfsstraße wird anschließend wieder zurückgebaut.

1,8 Millionen Euro wird das Gesamtvorhaben kosten. Die Stadt hofft auf Fördermittel in Höhe von 800000 Euro. Außerdem habe das Land der Kommune Geld für die Sanierung der Ringstraße zur Verfügung gestellt, als diese vor einigen Monaten von einer Landes- zu einer Gemeindestraße heruntergestuft wurde und die Stadt Bergen die Zuständigkeit für die Instandhaltung übernahm. Mit rund 11000 Fahrzeugen pro Tag gebe es auf dieser Straße zwar viel Verkehr, sagt Rainer Starke. Aber der meiste hat das Gewerbe- beziehungsweise Industriegebiet zum Ziel.“ Die typische Funktion einer Verbindung der beiden Bundesstraßen B 196 (Tilzower Kreuzung) und B 96 (Gingster Kreuzung) erfülle die Straße längst nicht mehr.

Dennoch: Hier rollt der Verkehr fast täglich ohne Pause. Damit er nicht stockt, haben sich Bergens Politiker für den Bau eines Kreisverkehrs statt einer Ampel entschieden. Das soll auch an anderer Stelle die Lösung sein. Wenn an der Graskammer gebaut wird, sollen die Planungen für den Ausbau der Kreuzung Ringstraße/Dammstraße beginnen. Auch dort soll ein Kreisel für einen guten Verkehrsfluss sorgen.

Einmal quer durch Bergen

11100 Fahrzeuge rollen im Durchschnitt pro Tag über die Ringstraße, die sich in ihrer Verlängerung als Gingster Chaussee von der B 196 an der Tilzower Kreuzung bis zur B 96 an der Gingster Kreuzung einmal quer durch die Stadt zieht. Vor allem die rund 700 schweren Laster, die hier pro Tag fahren, setzen der Straße zu.

Maik Trettin

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