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Arndt-Heim: Grundstein für großzügigen Neubau gelegt

Bergen Arndt-Heim: Grundstein für großzügigen Neubau gelegt

In dem soll Platz für 28 Frauen und Männer mit geistiger Behinderung sein / Die Übergabe des Hauses an seine künftigen Bewohner ist für Juli 2017 vorgesehen

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Unter den Augen von Michael Bartels (l.), Vorsteher des Pommerschen Diakonievereins, und von Regionalleiter Christian Schneider (r.) legt Jens Tode, Bereichsgeschäftsführer für den Bereich Assistieren, den Grundstein für den Neubau am Arndt-Heim in Bergen.

Quelle: Chris-Marco Herold

Bergen. Erst hat der Abrissbagger die zwei Gebäudeteile des Plattenbaues beseitigt – jetzt dreht sich der Baukran. Auf dem Gelände des Arndt-Heimes in Bergen entsteht ein Neubau. „Im Juli 2017 sollen sie ihn beziehen können“, sagte Christian Schneider, Regionalleiter des Pommerschen Diakonievereins, während der Grundsteinlegung in dieser Woche.

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In dem soll Platz für 28 Frauen und Männer mit geistiger Behinderung sein / Die Übergabe des Hauses an seine künftigen Bewohner ist für Juli 2017 vorgesehen

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Der Neubau, der 28 Menschen Platz bietet, sei in erster Linie „alt gewordenen Menschen mit geistiger Behinderung“ gedacht, sagt Schneider. 17 sind es an der Zahl. Die werden ihr neues Heim barrierefrei erreichen und dort in Einzelzimmern leben. „Es wird keine Zwei-Bett-Zimmer mehr geben. Die sind nicht mehr gewollt. Die Toleranzschwelle im Alter nimmt doch deutlich ab“, erläutert der Regionalleiter. Und blickt voraus: „Auch die noch zwei existierenden Doppelzimmer im Haupthaus an der Sassnitzer Chaussee sollen deswegen später noch zu Einzelzimmern umgebaut werden.“ In dem Neubau soll es zudem sechs Plätze in einer Trainingswohngruppe geben – drei mehr als bisher. In der werden geistig behinderte Menschen darauf vorbereitet, ihren Alltag später in einer eigenen Wohnung weitgehend selbst zu meistern. Das sei eine Wohnform, die seit Jahren immer mehr an Bedeutung gewinne, sagt Schneider. Die Frauen und Männer mit Behinderung bekommen dann in der Folge bei sich zu Hause Unterstützung durch Fachpersonal und werden dort je nach Bedarf betreut.

43 Menschen – überwiegend Männer – mit geistiger Behinderung im Alter von Mitte 20 bis 80 leben derzeit im Arndt-Heim. Sie werden nach Angaben von Schneider von 20 Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit betreut. 23 Bewohner sind werktätig, fahren von Montag bis Freitag zur Arbeit in eine der geschützten Werkstätten in der Stadt. 17 Plätze sind für Senioren mit geistiger Behinderung reserviert.

Das Arndt-Heim blickt auf eine über 80-jährige Tradition der diakonischen Arbeit zurück. Im Jahre 1929 übernahm der „Rügensche Herbergsverein“ den 1877 gegründeten Arndthof und gestaltete daraus eine „Herberge zur Heimat“. 40 Jahre später wurden die „Züssower Diakonie-Anstalten“ Träger. Um den neuen Aufgaben und Anforderungen gerecht zu werden, begann ein großer Umbau. 1973 wurde das neue Arndt-Heim eingeweiht, welches heute als Wohnmöglichkeit für Menschen mit einer geistigen Behinderung dient. Nachdem es in den Jahren 1993 und 2002 grundlegend rekonstruiert und modernisiert wurde, entsteht nun ein zeitgemäßer Neubau.

Jene Menschen, die dort einziehen, leben zurzeit übergangsweise in der ehemaligen „Lungenbaracke“ nahe der Tennisplätze.

Plattenbau abgerissen

2miteinander verbundene Plattenbauten befanden sich vor dem Abriss auf der Rückseite des Haupthauses in Richtung Stadion. Sie wurden 1986 beziehungsweise 1988 errichtet, um die Raumnot in der Einrichtung zu lindern. Für das Ernst-Moritz-Arndt-Heim und seine Bewohner brachte das seinerzeit eine spürbare Verbesserung.

Heutigen Maßstäben genügte das nicht mehr. Die Zimmer waren viel zu klein und die Sanitäranlagen hatten auch schon bessere Tage gesehen.

Chris-Marco Herold

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