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B 96: Sie verliert das letzte Stück Allee

Strüssendorf/Ralswiek B 96: Sie verliert das letzte Stück Allee

Der umstrittene Ausbau der Trasse zwischen Strüssendorf und Ralswiek startet am Montag

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Strüssendorf/Ralswiek. Das Dörfchen Karow wird vom kommenden Montag an zum Dreh- und Angelpunkt für mobile Rüganer und Gäste der Insel. Denn ab dann wird der gesamte Fahrzeugverkehr zwischen der Inselmitte und Jasmund sowie zwischen der Inselmitte und der Bäderküste über den in Karow provisorisch angelegten Kreisel geleitet. Der Grund: Der umstrittene Ausbau der B 96 zwischen Strüssendorf und Ralswiek beginnt. „Wir bauen in drei Bauabschnitten bis Ende 2019“, sagt Ralf Sendrowski. Jeweils in den Sommermonaten vom 15. Juni bis 15. September, so der Chef des Straßenbauamtes Stralsund, machen die Straßenbauer Pause. Dann soll die B 96 im genannten Abschnitt zweispurig befahrbar sein.

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Der umstrittene Ausbau der Trasse zwischen Strüssendorf und Ralswiek startet am Montag

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In der übrigen Zeit müssen die Autofahrer Umwege fahren und längere Fahrtzeit in Kauf nehmen. Nicht allein wegen der längeren Strecken, sondern auch weil der Verkehr auf wenige Straßen konzentriert wird. Und der wird in Richtung Saison noch Monat um Monat zu nehmen.

Wer beispielsweise von Lietzow nach Bergen oder umgekehrt will, wird etwa eine halbe Stunde (25 Kilometer) unterwegs sein. Die direkte Strecke ist zehn Kilometerlang, die in etwa zehn Minuten geschafft ist.

Auch der Öffentliche Nahverkehr wird so alles andere als auf die Minute genau unterwegs sein können. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) leitet die Linie 12 zwischen Sassnitz und Bergen über die Landstraße Prora – Lubkow – Karow um. „Es wird zu Verspätungen kommen. Fahrgästen, die Anschlussverbindungen zur Bahn in Sassnitz, Binz oder Bergen benötigen, empfehlen wir, frühere Abfahrtszeiten zu nutzen“, sagt VVR-Sprecher Michael Lang. Seinen Worten zufolge wird der Nahverkehr auch alle Haltestellen zwischen Ralswiek und Sagard anfahren. „Dafür setzen wir Pendelbusse ein.“

Mit dem Vorhaben beschäftigt sich das Straßenbauamt schon seit der Wende. Der rund 2,8 Kilometer lange Abschnitt entspreche nicht den Straßen-Normen. Er sei zu schmal und ein Unfallschwerpunkt, argumentieren die Verfechter des Ausbaus. Dabei hätten sich die Planer auf über zehn Jahre alte Unfallzahlen gestützt, entgegnen die Kritiker.

Die Piste gilt den Straßenbauern trotzdem nach wie vor als unübersichtlich und gefährlich. Aus diesem Grund soll es unter anderem Leitplanken zwischen dem Fahrbahnrand und der verbleibenden Baumreihe links der Straße in Richtung Ralswiek geben.

Die Bäume gegenüber verschwinden. Dabei handelt es sich um mehr als hundert Stück. Ist dies geschehen, dann ist der Rügener Teil der Bundesstraße komplett alleefrei. Dagegen haben sich Umweltschützer seit mehr als 20 Jahren gestemmt – vergeblich. 1994 wurde erstmals für den Erhalt der Allee demonstriert. Umweltschützer sammelten über 10 000 Unterschriften gegen die Baumfällungen und erreichten, dass ein Planfeststellungsverfahren eröffnet wurde.

Bauzeit bis 2019

Die B 96 zwischen Strüssendorf und Ralswiek wird bis Ende 2019 ausgebaut.

Der erste Abschnitt ist vom 20. März bis 15. Juni an der Reihe. Der zweite folgt von September 2017 bis Juni 2018. Der dritte Abschnitt ist von September 2018 bis Juni 2019 und von September 2019 bis Dezember 2019 geplant.

Die Fahrbahn , derzeit 5,60 bis 6,25 Meter breit, soll künftig von einem zum anderen Straßenrand 7,50 Meter messen.

Chris-Marco Herold

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