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Bauernverband Rügen: Winter war zu nass und mild

Bergen Bauernverband Rügen: Winter war zu nass und mild

Das verhältnismäßig warme Witterung auf der Insel hat die Landwirte vor Frostschäden bewahrt. Auf dem Festland ist die Situation dramatischer.

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Auf Rügen war der Winter zu mild und zu nass (Symbolbild).

Quelle: Christine Borgwald

Bergen. Auf Rügen sind die Landwirte gut in den Frühling gestartet. Während in anderen Teilen des Landkreises Vorpommern-Rügen größere Frostschäden festgestellt worden sind, war der Winter auf Rügen eher zu warm. „Wir haben durch die Insellage ein milderes Klima als auf dem Festland. Der Winter war eher zu warm und zu feucht“, berichetet Walter Lonskowski, Vorsitzender des Bauernverbands Rügen. „Dadurch vermehren sich die Krankheitserreger besser. Vielleicht sind zusätzliche Pflanzenschutzmaßnahmen nötig“.   Auch Fabian Strauß von der APV Samtens e.G. bestätigt das. „Wir sind gut durch den Winter gekommen“, sagt er. „Die Bestände sind mit genügend Reserven in den Winter gegangen um die Frostperoiden zu überstehen. Um etwas über einen möglichen Schädlingsbefall zu sagen, ist es noch zu früh.“ Die APV Samtens bewirtschaftet rund 3400 Hektar Land, davon sind 600 Hektar Grünland, auf der restlichen Fläche werden unter anderm Raps, Weizen, Gerste und Silomais angebaut.

Die feuchte Witterung auf Rügen sorgte allerdings für Probleme beim Ausbringen der ersten Düngung. „In einigen Bereichen sind die Landwirte mit ihren Maschinen nicht an alle Stellen herangekommen, weil die Fahrspuren einfach zu aufgeweicht waren“, weiß Lonskowski. Die Feuchte habe auch den Kornkäferbefall begünstigt. Und noch etwas ist dem Landwirt in den letzten Besprechungen mit seinen Kollegen aufgefallen. „In einigen Bereichen der Insel haben wir Kohlhernie beim Raps festgestellt“, berichtet Lonskowski. Dieser auch „Klumpfußkrankheit“ genannter Pilzbefall der Rapswurzeln  tritt vor allem auf staunassen Böden auf, wird aber auch durch eine zu enge Fruchtfolge oder wiederholten Anbau von Raps gefördert.

Auf dem Festland sieht die Situation ganz anders aus. Von Auswinterungsschäden spricht der Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordvorpommern, Christian Ehlers, und meint damit, dass starke Fröste dem Getreide zugesetzt haben. „Besonders der Weizen ist in diesem Jahr betroffen. Es gibt Betriebe, die mehre hundert Hektar umbrechen und jetzt neu ansäen müssen“, sagt er. Das verursache zusätzliche Kosten und eigentlich würden jetzt im Frühjahr auch ganz andere Arbeiten auf dem Plan stehen.

Der plötzliche Frost zum Jahreswechsel habe den Pflanzen geschadet - zumal sie nicht durch Schnee geschützt waren. Dass Witterungsbedingungen wie in diesem Winter so negativ waren und Flächen umgebrochen werden müssen, sei sehr selten. Die Stabilität gegenüber diesem Frost hänge aber auch von der Sortenwahl und dem Aussaatbedingungen ab, ergänzt Ehlers.

Von Ziebarth, Anne Friederike

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