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Binz: Bauverzug an der Promenade

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Die Flaniermeile nach Prora wird erst im Sommer fertig und soll noch weiter in Richtung Block I verlängert werden

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Die Binzer Promenade soll bis Prora verlängert werden. Bagger und Steine stehen derzeit auf Höhe des Campingplatzes bereit.

Quelle: Chris-Marco Herold

Binz. Gegenwärtig wird die Flaniermeile des Ostseebades Binz um etwa 890 Meter bis nach Prora erweitert. Zum Saisonbeginn, Ende April, sollte der Ausbau eigentlich abgeschlossen sein.

OZ-Bild

Die Flaniermeile nach Prora wird erst im Sommer fertig und soll noch weiter in Richtung Block I verlängert werden

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Land fördert Hauptteil

1,3 Millionen Euro kostet der jetzige Ausbau des Abschnittes zwischen den Strandaufgängen 52 bis 64. Das Land beteiligt sich mit Fördermitteln in Höhe von 1 Million Euro. In den Ausbau des ersten Abschnittes von der Seebrücke bis dorthin waren rund 2,6 Millionen Euro geflossen (Fördermittel: rund 2,2 Millionen Euro).

Doch jetzt ist abzusehen, dass daraus nichts wird.

„Der Promenadenausbau läuft nicht so, wir sind nicht so weit, wie geplant. Wahrscheinlich wird er erst Ende Juni, Anfang Juli fertig sein“, informierte Bürgermeister Karsten Schneider (Pro Binz) bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Und stieß auf Unverständnis bei den Volksvertretern. „Das ist nicht nachvollziehbar, es wurden eigentlich sechs Wochen Frost eingerechnet, aber es gab ja keinen Winter“, schüttelte Ulf Dohrmann (CDU) den Kopf. Und auch Karl-Heinz Olschewski (Linke) mahnte an: „Ich hatte bereits im November beklagt, dass keine Bauleute zu sehen waren, obwohl Frühlingswetter war. Ich bitte darum, dass mehr Druck gemacht wird.“

Von Anfang an habe es Probleme auf der Baustelle gegeben, was bereits in jeder Bauberatung kritisiert worden sei, erklärte Bauamtsleiterin Gudrun Reimer. „Wir haben sogar mit Sanktionen gedroht.“ Es gebe Lieferschwierigkeiten mit Material aus dem asiatischen Raum, weshalb nicht weitergepflastert werden konnte. Die Gemeinde habe nun angemahnt, dass in zwei Schichten, am Wochenende und länger gearbeitet werden solle, so Reimer. „Wir hoffen, dass das fruchtet. Wir können aber auch nicht einfach eine andere Firma reinholen, das geht nicht.“

Die Arbeiten zur Verlängerung der Binzer Strandpromenade bis nach Prora zwischen Strandzugang 52 und 64 hatten Anfang Oktober letzten Jahres begonnen. Für das 1,3 Millionen Euro teure Bauvorhaben des kommunalen Eigenbetriebes Kurverwaltung hat das Wirtschaftsministerium des Landes eine Million Euro Fördermittel bereitgestellt. Zuvor war die Binzer Promenade 3,2 Kilometer lang und begann am Fischerstrand und endete am Strandabgang 52 am Zaun des Campingplatzes des Bundeswehrsozialwerkes.

Der neue Abschnitt der Bummelmeile wird mit Klinkersteinen, Beleuchtung, Müllbehältern, Sitzgelegenheiten und befestigten Strandabgängen versehen. Gleichzeitig werden vier vorhandene Strandzugänge zurückgebaut, die beiden Strandzugänge 60 und 63 mit mobilen Holzdecks neugestaltet und befestigt.

Mittlerweile seien die Randborde und die Schottertragschicht sowie zwei Drittel der Wurzelbrücken fertiggestellt worden, informierte der Bürgermeister. Die Beleuchtungsanlagen sind zur Hälfte montiert, die Pflasterarbeiten werden fortgeführt.

Ulf Dohrmann kritisierte unterdessen, dass die Promenade „im Nichts“ ende, der Übergang zu Block 1 fehle. Damit die rund 60 Meter noch weitergebaut werden können, habe die Gemeinde bereits „gute Gespräche“ mit der Forst und dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) geführt, erklärte Bürgermeister Karsten Schneider. Zudem würden Fördermittel nachbeantragt. „Es sieht sehr gut aus, dass wir die Verlängerung durchbekommen“, wusste Schneider. Allerdings werde sich dann auch der Eigenanteil bei der Finanzierung erhöhen.

Die Promenade war zum letzten Mal vor fünf Jahren Baustelle. Von September 2010 bis zum Juni 2011 wurde die Flaniermeile zwischen der Seebrücke und der Kreuzung Mukraner Straße neugestaltet und bis zur Margaretenstraße auch verbreitert. Zudem wurde seinerzeit der Seebrückenvorplatz komplett neu gestaltet.

Und auch damals gab es auf der Zielgeraden Stress. Der Fertigstellungstermin am 15. Mai konnte seinerzeit nicht eingehalten werden, die feierliche Eröffnung war dann erst einen Monat später.

Damals hatten allerdings Ausfälle durch Schnee und Frost im Winter den Zeitplan durcheinandergewirbelt. Doch der Verzug hielt sich am Ende in Grenzen, weil die Bautrupps aufgestockt, die Arbeitszeiten von täglich 7 bis 18 Uhr verlängert und zusätzlich samstags von 7 bis 13 Uhr gearbeitet wurde. In der Schlussphase waren acht Baufacharbeiter, zwei Maschinisten und 14 Pflasterer im Einsatz (die OZ berichtete).

Von Gerit Herold

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