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Bürgerentscheid zum Großprojekt auf Rügen angestrebt

Lohme Bürgerentscheid zum Großprojekt auf Rügen angestrebt

Mitglieder der Initiative „Bewahrt Lohme“ beantragen Bürgerbegehren.

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Das ehemalige Rügenradio-Gelände in Lohme. Die vier Sendemasten, die auf dem Areal der einstigen Küstenfunkstelle noch stehen, sollen abgerissen und durch einen modernen, neuen Mast ersetzt werden.

Quelle: Udo Burwitz

Lohme. In der Gemeinde Lohme auf der Insel Rügen sollen Einwohner zu einem umstrittenen 500-Betten-projekt entscheiden. Dieses Ziel verfolgen Mitglieder der Bürgerinitiative „Bewahrt Lohme“. Sie haben den Antrag für ein Bürgerbegehren gestellt. Die Einwohner sollen entscheiden, ob sie dafür oder dagegen sind, dass die Gemeinde keinen Park auf dem ehemaligen Rügenrario-Gelände errichtet oder übernimmt.

Gleich zwei Parks sind Bestandteil eines Vorentwurfs für ein touristisches Großprojekt, das den Bau eines Medical-Wellness-Hotels mit etwa 120 Zimmern sowie einer Badelandschaft und von Villen, Ferien- und Wohnhäusern auf dem Areal der einstigen Küstenfunkstelle in Lohme vorsieht. Damit würden etwa 500 neue Betten in dem kleinen Erholungsort auf Jasmund entstehen. Laut Vorentwurf soll die Kommune dieses Projekt mit einem Kurpark aktiv unterstützen. Vorgesehen ist, dass die Gemeinde den rund drei Hektar großen Park übernimmt. Zudem soll auf dem insgesamt 23,5 Hektar großen Gelände auch noch ein gut 10 Hektar großer, naturnaher Landschaftspark entstehen.

Die Antragsteller für das Bürgerbegehren lehnen eine Übernahme des Parks durch die Kommune ab.  Der Unterhalt solcher Anlagen koste enorm viel Geld und sei eine viel zu große, finanzielle Belastung für die Gemeinde, begründet Jörg Burwitz, Miteinreicher des Antrags und Mitglied der Bürgerinitiative. Bürgermeister Matthias Ogilvie ist der Ansicht, dass es so ein Bürgerbegehren zur Zeit nicht geben kann, weil es zum Vorhaben gegenwärtig weder einen beschlossenen Flächennutzungsplan noch Bebauungsplan gibt. Zudem sei ein städtebaulicher Vertrag mit der Telekom, der das Gelände noch gehört, bislang nicht geschlossen. So lange das Planverfahren läuft, hält Ogilvie ein Bürgerbegehren oder einen Bürgerentscheid für unzulässig. Darüber beraten am Freitag die Gemeindevertreter.

Udo Burwitz

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