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Rügen Denkmalstatus für Poseritzer Trafo unerwünscht
Vorpommern Rügen Denkmalstatus für Poseritzer Trafo unerwünscht
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03:33 17.07.2013
Diese Trafostation könnte bald ein Baudenkmal sein. Quelle: Kay Steinke

Die Gemeinde Poseritz könnte bald um ein Baudenkmal reicher sein. Laut Kreisdenkmalschutzbehörde erfüllt die alte Trafostation in Swantow alle Eigenschaften, um in die Denkmalliste des Landes aufgenommen zu werden. Auf dem letzten Entwicklungsausschuss hatte die Gemeinde die Möglichkeit, sich zu dem Vorhaben zu äußern. Nach einer kontroversen Diskussion lehnten die Poseritzer eine Stellungnahme jedoch ab. Sie befürchten, dass sich der Denkmalstatus negativ auf die Entwicklung des Grundstücks auswirken könnte. „Als Gemeinde haben wir Interesse daran, dass das Areal bebaut wird“, sagte Ausschussvorsitzender Bruno Heppner. „Man darf dem zukünftigen Eigentümer sowas nicht aufbürden.“

Hans Vogt hingegen befürchtet, dass ein neuer Eigentümer es abreißen könnte. „Es wäre ein schönes Industriedenkmal“, sagte er. „Die Elektrohäuschen haben sie im Westen alle weggehauen. Wir haben hier ein gutes stehen. Und Swantow wurde schon kräftig zersiedelt, dem sollten wir nicht noch Vorschub leisten, indem wir es zum Abschuss freigeben.”Noch ist das Trafohaus in einem guten Zustand. „Nabu und Edis hatten es restauriert und zu einem Fledermauskasten umgebaut“, sagte Hans Lange. Der Bürgermeister weiter: „Jungen Leuten bietet es einen interessanten Blickwinkel auf die Vergangenheit.

Trotzdem ist das Areal zur Bebauung vorgesehen. Sogar die Parzellierung ist schon erfolgt.“

„Ich sehe nicht die Gefahr, dass es weggehauen wird“, entgegnete Maik Zilian von der Agrarprodukt Poseritz GmbH. „Ich finde es eher kurios, dass ein Trafo unter Denkmalschutz gestellt wird. Ich denke mir eher, dass es nicht gerne gesehen wird, dass das Areal in Swantow bebaut wird. Vielleicht denken die, dass man das behindern kann, wenn man es unter Schutz stellt“, sagte Zilian.

Dabei ist ein Trafo unter Denkmalschutz nicht ungewöhnlich. „In MV gibt es mehrere Trafos, die unter Schutz stehen“, sagte Landeskonservator Klaus Wienands. „Wenn es ein klares Votum für den Schutz gibt, kann die untere Behörde über die Station entscheiden.“

Kay Steinke

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