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Die Ummanzer wollen die Segler auf ihre Insel locken

Waase Die Ummanzer wollen die Segler auf ihre Insel locken

Der Hafen Waase soll zum Wasserwanderrastplatz mit 30 Liegeplätzen ausgebaut werden / Wirtschaftsminister rät zu einer Machbarkeitsstudie und will diese fördern

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Ehrenbürger Ernst-August Lange (l.) und Bürgermeister Holger Kliewe (r.) sprechen mit Wirtschaftsminister Harry Glawe über die Ausbaupläne für den Hafen in Waase.

Quelle: Fotos: Chris Marco Herold

Waase. Die Ummanzer haben die Surfer längst für ihre Insel begeistern können. Die sind seit Jahren auf und mit ihren Boards vor Suhrendorf unterwegs. Nunmehr wollen sich die Insulaner den Seglern zuwenden. Dazu soll der Hafen von Waase ausgebaut und zu einem so genannten Wasserwanderrastplatz werden. Die ersten Pläne für dieses Vorhaben wurden in dieser Woche beim Besuch von Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) präsentiert. „Wir sind noch ganz am Anfang. Es handelt sich hierbei um einen ersten Entwurf“, machte Ummanz’ Bürgermeister Holger Kliewe (CDU) deutlich.

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Der Hafen Waase soll zum Wasserwanderrastplatz mit 30 Liegeplätzen ausgebaut werden / Wirtschaftsminister rät zu einer Machbarkeitsstudie und will diese fördern

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Die Spundwand ist unterspült. Der Zustand ist schon grenzwertig. Da muss was passieren.“Holger Kliewe, Ummanz’ Bürgermeister

Seinen Worten zufolge solle es ein eher kleiner Seglerhafen werden. „So an die 30 Liegeplätze sollten realistisch sein“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Machen müsste man in absehbarer Zeit ohnehin etwas an dem Hafen, an dem der Zahn der Zeit kräftig genagt hat. „Die Spundwand an der Kaikante ist unterspült. Der aktuelle Zustand kann durchaus als grenzwertig eingeschätzt werden“, machte Kliewe deutlich.

Bestandteil des Hafenausbaus in Waase ist auch der Bau eines Badesteges und das Anlegen einer Badestelle. Für die und den Wasserwanderrastplatz benötigt die Gemeinde bislang gemeindefreie Wasserflächen. Damit die Kommune die künftig nutzen kann, ist bereits im Frühjahr dieses Jahres beschlossen worden, beim Landesinnenministerium einen Antrag auf Inkommunalisierung zu stellen.

Die nächsten Schritte für den Fortgang des Projektes schrieb der Wirtschaftsminister den Ummanzern ins Hausaufgabenheft. „Ich rate dringend, dass sie eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, an der schon alle maßgeblichen Träger der öffentlichen Belange beteiligt werden. Ansonsten könnte es, wenn die Planungen alleine weiter vorangetrieben werden, ein böses Erwachen geben“, sagte Glawe. Er stellte den Ummanzern in Aussicht, die Kosten für die genannte Studie mit öffentlichem Geld aus seinem Hause zu fördern. „Nehmen sie das Beispiel Binz. Die wollen eine Marina haben. Da verfahren wir auch so.“

Hatten die Ummanzer einst auch in Haide einen Hafen, wurde der in Waase zum Anfang des 20. Jahrhunderts zum Hafen für alle Ummanzer. „Von ihm aus betrieben sie Handel und Wandel mit Stralsund. Rügen war für die Ummanzer seinerzeit völlig uninteressant“, sagt Rita Hoff. Sie kam 1972 mit ihrem Mann nach Ummanz, arbeitete als Lehrerin und ist heute die Ortschronistin.

Deshalb weiß sei, dass die Ummanzer alles, was sie hatten, nach Stralsund transportierten und sich von dort alles, was sie brauchten, holten – mit dem Schwiendamper. Bei Wolfgang Rudolph in „Die Insel Rügen“ heißt es: „Eine Besonderheit ist es, daß die Ummanzer als erste in der rügenschen Gegend einen Dampfer hatten. Mit dem ’Lachs’ fing es an. Später richtete Kapitän Behrendt mit seinem großen ’Stephan’ eine tägliche Tourenfahrt Ummanz – Stralsund ein. Nach dem Ersten Weltkrieg kam wieder ein ’Delphin’ – auch solch kleiner Qualmkasten, dem die rügenschen Segelschiffer, genau wie seinen Vorgängern, die liebevollsten Kosenamen nachriefen: Schwiendamper, Stinkpott! Oder auch nur ganz schlicht: Dor kömmt dat Oas!“

Chris-Marco Herold

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