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Einkaufstempel Rotensee: Pläne landen vorerst in der Schublade

Bergen Einkaufstempel Rotensee: Pläne landen vorerst in der Schublade

Da Investor für Aldi-Standort keinen Vollsortimenter findet und gegen die Verweigerung der Baugenehmigung durch den Landkreis klagte, wurde die Bauleitplanung gestoppt

Bergen. Die vieldiskutierte Erweiterung des Nahversorgungsstandorts Rotensee liegt auf Eis. Der Investor, Saller Bau Weimar, hat der Stadt mitgeteilt, dass bis heute kein Mieter gefunden worden sei, der neben dem vorhandenen Aldi- Markt als so genannter Vollsortimenter das Angebot vervollständigen könne. „Deshalb wird das Bauleitplanverfahren vorerst nicht weitergeführt“, ließ Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos) die Stadtvertreter am Montagabend auf ihrer jüngsten Sitzung wissen.

Der Nahversorgungsstandort war 2014 Gegenstand einer hitzigen Debatte geworden, da der Investor die Verkaufsfläche auf circa 3500 Quadratmeter verdoppeln wollte. Kritiker empfanden die Erweiterung als viel zu groß. Sie befürchteten einen weiteren Abzug von Kaufkraft aus der Innenstadt. (die OZ berichtete). Allerdings befindet sich Saller Bau jetzt keineswegs in einer Warteschleife. Vielmehr hat der so genannte Vorhabenträger beim Verwaltungsgericht Greifswald Klage eingereicht, nachdem ihm der Landkreis die benötigte Baugenehmigung verweigerte. Im Zuge des laufenden Klageverfahrens wird es Ende dieses Monats einen Vororttermin geben.

Oliver Cornelius, Grünes Bündnis Bergen (GBB), betonte auf der Montagsitzung, dass seine Fraktion von Anfang an vor diesem Bauvorhaben gewarnt habe. „Jetzt werden alle von der Realität eingeholt“, sagte er. „Ich hoffe, dass dazu in der Stadtpolitik ein grundsätzliches Umdenken einsetzt. Wir sollten künftig kritischer mit solchen Projekten umgehen.“

Bauamtsleiter Rainer Starke sieht weniger Ursachen für ein Fazit. Denn bei allem Einvernehmen, das im Zuge des Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan „Rotenseestraße/Ruschwitzstraße“

hergestellt worden sei, „bleibt für uns die Strategie des Unternehmens undurchschaubar“, sagte er am Rande der Stadtvertretersitzung am Montag.

Nach Informationen der OSTSEE-ZEITUNG sei es durchaus möglich, dass Saller Bau darauf abzielt, ein Selbstbedienungs-Einkaufzentrum zu entwickeln, in dem Großunternehmen wie „Kaufland“ einziehen könnten. Und diese Monströsität hat die Stadt immer versucht zu verhindern.

Peter Wendekamm von der Linkspartei erkundigte sich während der Stadtvertretersitzung nach den Gründen des Aussetzens des Bauleitplanverfahrens. Das, so Wendekamm, könne doch auch weitergeführt werden, ohne dass der Investor einen Mieter in der Hinterhand habe.

Rainer Starke wies darauf hin, dass Saller Bau der Stadtverwaltung „per E-Mail das Zeichen gegeben“ habe, das Ganze ruhen zu lassen. Auch spreche das laufende Klageverfahren gegen eine Weiterführung.

Wie es aus dem städtischen Bauamt heißt, strebt der Investor zur bestehenden Verkaufsfläche eine Erweiterung um 2240 Quadratmeter an. Damit käme der Nahversorgungsstandort von Rotensee auf jene Gesamtverkaufsfläche, die von vielen Stadtvertretern für den Einzelhandel von Bergen von Beginn an als bedenklich eingestuft wurde.

Jens-Uwe Berndt

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