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Fünf-Sterne-Quartiere fast ausgebucht

Binz Fünf-Sterne-Quartiere fast ausgebucht

Große Nachfrage nach hochwertigen Hotelzimmern / Binzer Grand Hotel bleibt in der Spitzenkategorie

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Uwe Linneck (li.) vom Rostocker Dehoga-Büro übergibt die Fünf-Sterne-Plakette an den Grand-Hotel-Direktor Markus Wölflik.

Quelle: Maik Trettin

Binz. Es gehört zu den besten Häusern der Insel – und spielt auch künftig in der touristischen Oberliga der Insel mit: Am Binzer Grand Hotel werden weiterhin fünf Sterne prangen. Das Flaggschiff der Dr. Hutter-Gruppe „Private Palace“ bietet den Gästen der Insel touristische Dienstleistungen auf höchstem Niveau. Das haben die Teste des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) dem Haus und seinen Mitarbeitern nach ihrer aktuellen Prüfung attestiert. Vor gut drei Wochen nahmen sie das Grand Hotel unter die Lupe und überprüften die Angaben, die Hotel-Direktor Markus Wölflik und seine Kollegen zuvor im Klassifizierungsverfahren gemacht hatten.

„In vielen Bereichen wurde die notwendige Mindestpunktzahl weit überschritten“, sagt Uwe Linneck, Leiter des Rostocker Dehoga-Büros. Die Zimmer sind beispielsweise um einiges größer, als es der Fünf-Sterne-Standard vorschreibt. Und auch in vielen „Kleinigkeiten“ manifestiert sich der Luxus: In den Badezimmern warten Produkte einer exklusiven Pflegeserie auf die Gäste. Die können zudem zwischen sieben verschiedenen Kopfkissen wählen und sich auf Wunsch und gegen ein entsprechendes Entgelt mit einer Limousine von zu Hause abholen lassen. Letztgenannter Service wird gar nicht so selten in Anspruch genommen: Bis zu zweimal pro Woche würde ein solch nobler Transport vom Heimat- zum Urlaubsort gebucht, sagt Wölflik.

Seit dem Jahr 2000 hat das Haus, das ursprünglich zur Kempinski- Kette gehörte und seit 2006 durch die Hutter-Gruppe übernommen wurde, sein Fünf-Sterne-Niveau gehalten und ausgebaut. Jetzt auf eine Klassifizierung zu verzichten, kam für Direktor Markus Wölflik nicht in Frage. Auch wenn es nicht ganz einfach sei: „Die Gäste erwarten dann natürlich auch einen Fünf-Sterne-Standard und einen besonderen Service.“ Gleichzeitig gebe es nach wie vor für viele andere potentielle Besucher eine Hemmschwelle: Kann ich da rein? Was muss ich anziehen? Ist das zu bezahlen? Ganz klar: Um Billigtourismus geht es in solchen Häusern nicht. „Aber man bekommt bei uns im Restaurant auch ein Hauptgericht für um die 20 Euro“, so Wölflik. Und in der Nebensaison gebe es günstigere Übernachtungsangebote. Aktuell sind für ein Doppelzimmer mindestens 280 Euro zu berappen – und das Haus ist so gut wie ausgebucht. 20 Prozent der Gäste sind schon mehr als dreimal hier gewesen. In diesem Jahr gebe es aber auch viele „Neulinge“. Die Nachfrage nach hochwertigen Quartieren und Dienstleistungen sei 2016 besonders hoch, sagt der Hoteldirektor.

Wie überhaupt die Ansprüche der Gäste gestiegen seien und mit ihnen auch die Qualität der meisten Quartiere, sagt Wilfried Rothkirch von der Rügener Dehoga- Sektion. Die rät den Gastgebern seit geraumer Zeit, auf Barrierefreiheit zu achten. „Das ist nicht allein für körperlich behinderte Gäste wichtig“, so Rothkirch. Die Älteren würden immer reisefreudiger und machten einen immer größeren Anteil am Publikum aus. „Auch die freuen sich über eine breite, ebenerdige Dusche.“

Laut Rothkirch gibt es auf Rügen eine Handvoll Spitzenhotels. Neben dem Grand Hotel gehören das Kurhaus und das Ceres in Binz sowie das Cliff und das Roewers in Sellin dazu. In absehbarer Zeit werde ein weiteres Haus auf Rügen in die Spitzengruppe aufgenommen und klassifiziert.

Maik Trettin

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