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Für Radler ist‘s jetzt spannender auf Rügen

Moritzdorf Für Radler ist‘s jetzt spannender auf Rügen

Land und Kreis schließen das Projekt „Wanderwegenetz“ ab / Wegweiser, Rastpunkte und Info-Tafeln wurden installiert

Moritzdorf. „Wir haben schon jetzt von dem neuen Wanderwegenetz profitiert“, verkündet Doris Simanowski freudig ihren Gästen. Jüngst wurde ihr Hotel Moritzdorf als „Radwanderhotel“ zertifiziert. Das wäre ohne das Wanderwegekonzept nicht möglich gewesen, so die Gastronomin.

Auf ihrer Sonnenterrasse gegenüber der Wiese, auf der Mitte Mai wieder die Orchideen blühen, fanden sich diese Woche neben Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) und Landrat Ralf Drescher (CDU) einige Bürgermeister der Insel sowie Vertreter von Kurverwaltungen, Biosphärenreservat, Forst und Tourismuszentrale ein, um den Abschluss des für den Tourismus der Insel so wichtigen Projekts zu begehen. Zu dem Zeitpunkt hatte die Gruppe einen kurzen Radweg und eine etwa einstündige Wanderung durch das Naturschutzgebiet „Seedorfer Hügellandschaft“ hinter sich gebracht und Beschilderung, Bänke, Schutzhütten und Abstellanlagen begutachtet.

Dabei wurde manche Erinnerung wach: Als Jugendlicher knatterte zum Beispiel Malte Preuhs, heute Amtsvorsteher für Bergen-Land und Bürgermeister der Gemeinde Buschvitz, mit dem Motorrad durch das heutige Naturschutzgebiet. Denn wo dieser Tage wieder Heide, Ginster, Birke und Kiefer wachsen, war zu DDR-Zeiten eine Moto-Cross-Anlage.

Auch über die „Gelbe Spargelerbse“ freut sich Ranger Thomas Papke, der die zwei Dutzend Wanderer führt. Nur, „dass wir das schilfreichste Bundesland sind, aber Reet importieren müssen“, scheint ihm nicht recht zu gefallen. Reinhard Liedtke, Amtsvorsteher auf dem Mönchgut und Bürgermeister von Sellin, sähe gern eine Badestelle im Schilfgürtel. „Unsere Chance ist der Naturtourismus und der Lernort Natur“, betont Minister Till Backhaus und zählt auf, was sein Haus zum Gelingen des Wanderwegenetzes beitrug. Das Konzept für ein Rad-, Wander- und Wasserwegenetz förderte das Land mit 120

000 Euro und „insbesondere die Homepage mit dem integrierten Routenplaner und dazugehöriger App erscheint mir als eine vielversprechende und interessante Chance, besonders jüngere Leute für die Natur in unserem schönen Bundesland auf Rügen zu begeistern“, sagt Backhaus. Das Netz von Wanderwegen zieht sich über die gesamte Insel „und zwar flächendeckend, nicht nur in den touristischen Zentren“, betont Backhaus und unterstütze somit auch strukturschwache, ländliche 'Gebiete der Insel in ihren Entwicklungsmöglichkeiten. Insgesamt flossen 460000 Euro aus dem Leader-Programm und die Informationstafeln förderte das Wirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern mit weiteren 363000 Euro. Die Kommunen beteiligten sich mit drei Euro je Einwohner. Auf ihren Schultern lastet künftig auch die Aufgabe, den nun geschaffenen Zustand zu erhalten.

Das Projekt „Natürlich Rügen — Die Insel zu Land und Wasser erleben“ legte der ehemalige Landkreis Rügen auf, um den teilweise sehr schlechten Zustand von Rad- und Wanderwegen sowie die unzureichende Beschilderung zu verbessern. Konzept, Hardware und Marketing sollen die Insel für Natururlauber attraktiver machen. Die Umsetzung begann 2012 und das Resultat besteht in einem inselweiten Wege- und Beschilderungssystem sowie vier Themenwegen: Die Tour „Romantisches Rügen“, führt in drei Teilstrecken um Sagard, Bergen und Putbus. Der Weg „Heilige Stätten“ verläuft zwischen Kap Arkona, Garz und Bergen. Der Weg „Weißes Rügen“ zum Thema Kreide führt Wanderer über Jasmund und das „Silber des Meeres“ schließlich, den Hering, finden Urlauber entlang der Küste.

Von Uwe Driest

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