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Gegenwind für „Rummelplatz“ vor Bergener Rathaus

Bergen Gegenwind für „Rummelplatz“ vor Bergener Rathaus

Mitglieder des Verkehrs- und des Bauausschusses lehnen Spielgeräte auf dem Vorplatz ab / Vielmehr sollte das Areal samt Markt künftig besser begehbar sein

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Die Idee der Stadtverwaltung, den Rathausvorplatz um Spielgeräte zu ergänzen, findet in zwei Ausschüssen keine Gegenliebe.

Quelle: Jens-Uwe Berndt

Bergen. Mit Spiel und Spaß die Innenstadt zu beleben – diese Idee der Stadtverwaltung scheint schon in den kommunalpolitischen Gremien Bergens zu versanden. Deutlich wurde dies während einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Verkehr und Bauen. Der einhellige Tenor: Beide Gremien lehnen die von zwei Mitarbeitern des Bauamtes zu Papier gebrachten Pläne zur kurzfristigen Umgestaltung des Rathausvorplatzes ab. Es sollten vielmehr Ideen entwickelt werden, wie das Areal samt Markt besser begehbar gemacht werden könne. Bauamtsleiter Rainer Starke nahm das Abschmettern der Spiel-Spaß-Pläne gelassen hin: „Es war nur eine Idee von uns als Diskussionsgrundlage.“

OZ-Bild

Mitglieder des Verkehrs- und des Bauausschusses lehnen Spielgeräte auf dem Vorplatz ab / Vielmehr sollte das Areal samt Markt künftig besser begehbar sein

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Die hat zum Inhalt, vor der Post beispielsweise die Poller gegen Hecken auszutauschen, vorm Rathaus könnten ein kleiner Spielturm, ein Springbrunnen, Spieltische und anderes ihren Platz finden. Auch neu gestaltete Grünflächen vor den Parkplätzen am „Maklerhaus“ sind Bestandteil der Bauamtsplanung. Dies alles soll kurzfristig umzusetzen sein und im Advent der Weihnachtsbaum künftig nicht mehr auf dem Parkplatz, sondern am Brunnen aufgestellt werden. Das Ziel: Einwohner und Touristen sollen so mehr Lust bekommen, längere Zeit in der Innenstadt zu verweilen (die OZ berichtete).

Drei Beete mit Hecken sind vor der Post inzwischen angelegt worden – aber der Rest? Matthies Knuth (SPD) will jedenfalls „keinen Rummelplatz vor dem Rathaus“. Auch Karl Heerdegen (CDU/FDP-Fraktion) äußerte sich in diesem Sinne. Eine Lanze für das Areal in seinem jetzigen Zustand und Aussehen brachte dagegen Dirk Sodmann vom Grünen Bündnis Bergen: „Der Rathausvorplatz ist noch der bestgestaltetste Platz der Stadt.“ Er plädiere vielmehr dafür, vor dem Eispalast an der Marktstraße geeignete Spielgeräte aufzustellen. „Denn da sind die Kinder mit ihren Eltern vor allem, wenn sie im Zentrum der Stadt sind“, sagte Sodmann. Bauamtsleiter Starke entgegnete kopfschüttelnd: „Der besagte Möwenplatz ist der Aufstellplatz für die Feuerwehr.“

Peter Wendekamm (Linke) hat angesichts der Umgestaltungsidee des Bauamtes auch den Daumen gesenkt. „Spielgeräte vor dem Rathaus und Umsetzen des Weihnachtsbaumes – das bringt nichts“, sagte er.

Seiner Meinung nach könne das Areal nur so belebt werden: „Wir müssen die Übergänge über die Straße verbessern. Die Steine müssen raus und Platten müssen hin, damit vor allem die älteren Damen und Herren fußläufig besser im Marktbereich unterwegs sein können.“

Oliver Cornelius ist das alles nicht genug. Der Mann des Grünen Bündnisses Bergen spricht sich denn auch für eine große Lösung aus: für einen verkehrsfreien Markt. „Ohne den gibt es meiner Meinung nach keine Verbesserung des gegenwärtigen Zustandes“, sagte er. Für ihn könne ein Marktplatz als Parkplatz nicht funktionieren. „Da können wir noch so herumdoktern.“

Auch hier winkte der Bauamtsleiter ab. „Das Land hat unmissverständlich signalisiert, dass wir für eine umfassende Umgestaltung des Marktes kein Geld bekommen, da es uns schon beim ersten Umbau des Areals in Größenordnungen finanziell unterstützt hat“, machte Rainer Starke in diesem Zusammenhang deutlich.

Kritik nach Schönheits-OP

2 Jahre lang, nämlich von 1996 bis 1998, wurde der Bergener Markt umgestaltet. In dem Zuge entstand auch der heutige Brunnen. Kritik durften sich die Stadtväter und Planer bald nach der Fertigstellung anhören. So wurde die Straßenführung ebenso moniert wie das rundliche Pflaster, auf dem es sich schlecht gehen lässt.

Die Hecken auf dem Rathausvorplatz, streng geometrisch geschnitten, erinnerten einige Bergener unangenehm an germanische Sig-Runen, die auch von den Nationalsozialisten gern benutzt wurden.

Chris-Marco Herold

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