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Gemeinde kooperiert mit Telekom für 500-Betten-Projekt

Lohme Gemeinde kooperiert mit Telekom für 500-Betten-Projekt

Der Konzern soll 16 000 Euro an die Kommune Lohme auf Rügen zahlen für ein so genanntes integriertes Regionales Entwicklungskonzept.

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Auf dem Papier stehen Hotel, Ferien- und Wohnhäuser sowie Golfvillen schon auf dem Teufelsberg in Lohme. Entwurfsskizze für das 500-Betten-Projekt auf dem ehemaligen Rügenradio-Gelände.

Quelle: Udo Burwitz

Lohme. Für das geplante 500-Betten-Projekt auf dem ehemaligen Rügenradio-Gelände in Lohme auf der Insel Rügen soll eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Grundstückseigentümer, der Deutschen Telekom AG, geschlossen werden. Mit großer Mehrheit erteilten die Gemeindevertreter Bürgermeister Matthias Ogilvie (CDU) und seinem Stellvertreter Klaus-Ernst Peper, in ihrer Sitzung am Donnerstagabend das Mandat, im Auftrag der Kommune diese Vereinbarung mit dem Konzern zu verhandeln und zu schließen. Gemeindevertreter Burkhard Rahn stimmte gegen die Mandatserteilung. Die komme einer Ermächtigung gleich, die Gemeindevertretung werde damit nicht mehr gebraucht, begründete Rahn.

Die Kooperationsvereinbarung ist laut Bürgermeister nicht bindend. Sie sei eine „Absichtserklärung“, mit der die Beteiligten sich versichern, dass der in einem ersten Vorentwurf für das Großprojekt aufgezeigte Weg von jedem Projektpartner intensiv weiter verfolgt werde, so Ogilvie. In dieser Vereinbarung soll paraphiert werden, dass die Telekom der Kommune 16 000 Euro zahlt. Mit dem Geld und weiteren 50 000 Euro, die das zuständige Ministerium in Schwerin laut Ogilvie zugesagt haben soll, will die Gemeinde mit den Nachbarkommunen ein Zukunftskonzept für die gesamte Halbinsel Jasmund, ein so genanntes integriertes Regionales Entwicklungskonzept, erstellen. Dieses Papier sehen die Kommunalpolitiker als wichtige Grundlage an, um für künftige Vorhaben eine hohe Förderung zu erhalten.

Der Telekom gehört das rund 23,5 Hektar große Areal der ehemaligen Küstenfunkstelle Rügenradio in Lohme noch. Auf dem Gelände will Privatinvestor Jörn Kiefer ein Medical-Wellness-Hotel mit 240 Betten bauen. Außerdem sollen Golfvillen, Ferien- und Wohnhäuser errichtet sowie ein Kur- und ein Landschaftspark angelegt werden. Vorgesehen ist, dass die Telekom das entsprechende Grundstück für diese Teilprojekte des 500-Betten-Vorhabens der Kommune überträgt. Der Konzern soll zudem die Erschließung, wozu unter anderem das Anlegen von Straßen und Wegen gehört, finanzieren. Dabei soll die Kommune als Bauherr auftreten und dafür Förderung beantragen. Die tatsächlichen Kosten der Telekom werden damit von der Förderhöhe abhängig. Der Konzern selbst will dann erschlossene Ferienhaus- und Wohngrundstücke vermarkten.

Das 500-Betten-Projekt ist in Lohme umstritten. Die große Mehrheit der Gemeindevertreter sieht in dem Vorhaben eine Entwicklungschance für die Jasmunder Kommune. Dagegen lehnen Mitglieder einer gergündeten Bürgerinitiative namens „Bewahrt Lohme!“ das Projekt ab. Sie kritisieren, dass es für den kleinen Erholungsort viel zu gigantisch sei und nicht ins Ortsbild passe.

Udo Burwitz

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