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Gemeinde will mit Bauland Einwohner anlocken

Sellin Gemeinde will mit Bauland Einwohner anlocken

Das Ostseebad Sellin beauftragt Planer zur Untersuchung möglicher Standorte für Wohnraum im Ort. Im Blick sind die Bereiche Hartmansruh und an der Kita.

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Das Ostseebad Sellin will mit Wohnangeboten attraktiv für junge Familien sein.

Quelle: sellin

Sellin. Wo kann in Sellin noch neuer Wohnraum geschaffen werden? Wo können dafür noch Bauflächen entwickelt werden? Um das herauszufinden, hat die Gemeinde jetzt einen Planer beauftragt. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss dazu haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig verabschiedet.

„Es soll jetzt im gesamten Ortskern von Sellin untersucht werden, wo noch eine Entwicklung für Wohnraum möglich ist, und zwar ausschließlich für dauerhaftes Wohnen und nicht für Ferienwohnungen, damit Spekulationen eingeschränkt werden können“, verdeutlicht Bürgermeister Reinhard Liedtke. Mögliche Standorte sollen nach dem Flächennutzungsplan der Gemeinde untersucht werden. Es werde dabei geprüft, wo eine Verfügbarkeit und die geringsten Widerstände zu erwarten sind, so Liedtke.

Hintergrund der Baulandsuche ist dringend benötigter Wohnraum für Einheimische sowie neue Einwohner, die sich in Sellin niederlassen sollen. „Wir brauchen vor allem junge Familien im Ort“, so Liedtke. Bei privaten Baugebieten werde daher von Anfang an darauf gepocht, dass nur ein Drittel des Angebotes für den freien Markt zur Verfügung gestellt werden kann und Ferienwohnungen nicht gebaut werden dürfen. Die anderen beiden Drittel müssen sozialverträglicher Wohnraum sein sowie verbilligtes Bauland für Einheimische. Maximal 120 Euro dürfe dabei der Quadratmeter kosten, so Liedtke.

Neben den Standorten wird der beauftragte Planer Frank-Bertolt Raith auch die aktuelle Nachfrage an Wohnraum unter die Lupe nehmen. Bei möglichen Bereichen für Wohnungsbau habe man das Gebiet Hartmannsruh im Blick, so Liedtke. Hier gebe es private Flächen in einer Größe von rund zwei Hektar, auf denen 20 bis 25 Bauplätze entstehen könnten. In dem als Gewerbegebiet ausgewiesenen Bereich Hartmannsruh habe sich in den letzten Jahren Wohnbebauung durchgesetzt. Das soll nun forciert werden mit einem entsprechenden Bebauungsplan, für den die Gemeindevertreter in ihrer Oktober-Sitzung grünes Licht gegeben haben. Demnach soll Wohnen und (nicht störendes) Gewerbe Priorität haben. „Störendes“ Gewerbe könnte dann einmal in das geplante Gewerbegebiet in Neuensien umgesiedelt werden. Damit würde auch der für den Ortskern ungünstige gewerbliche Verkehr aus diesem Bereich abgezogen. In dem Selliner Ortsteil Neuensien soll auf einem 2,8 Hektar großen Areal ein Gewerbepark für vier bis fünf Betriebe realisiert werden – auf einer Fläche, die von der Bundesstraße 196 in Richtung Neuensien/Seedorf zwischen dem sogenannten Krähenfuß (Abzweig Altensien) und dem Reiterhof in Neuensien liegt. Dazu muss per Gemeinderatsbeschluss ein weiterer Bebauungsplan aufgestellt werden.

Neuer Platz für neuen Wohnraum könnte auch um den Kindergarten herum am Weißen Steg gefunden werden sowie an der Ostbahnstraße, wo bereits das neue Wohngebiet enstand, so der Bürgermeister. „Dabei ist eine lange Liste von Bauwilligen übriggeblieben“, so Liedtke. Aber auch im Amt gebe es Anfragen zwecks Bauland und Wohnraum. Untersucht werden soll auch, ob westlich und östlich der Wilhelmstraße eine Entwicklung möglich wäre. „Zum Beispiel in Richtung katholische Kirche“, erklärt das Gemeindeoberhaupt und zeigt auf eine kopierte Karte aus dem Jahre 1907 zur Ortsentwicklung, als in Sellin eine rege Bautätigkeit begonnen hatte. Auf dieser ist der Bereich zwischen Hochufer und Luftbadstraße (Selliner Forst) sowie Kurklinik als „Bauterrain der Gemeinde Sellin“ ausgewiesen. Heute gemeindeeigene Flächen – und Waldflächen, die umgewandelt werden müssten.

Gerit Herold

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