Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Hafen soll Proras lebendige Mitte werden

Binz Hafen soll Proras lebendige Mitte werden

Machbarkeits- studie vorgestellt / Konstruktive Zusammenarbeit gewünscht

Voriger Artikel
Promenieren im ehemaligen Gleisbett
Nächster Artikel
Angelverbot: Folgen für Berufsfischer befürchtet

So ähnlich könnte der Innenhafen in Prora aussehen.

Quelle: Foto: Gerit Herold

Binz. In 15 Minuten war alles gesagt: Eine Marina in Prora wäre technisch und wirtschaftlich sehr gut möglich, der Standort zwischen den Blöcken 3 und 4 an der Mauer sei optimal, der Sedimenttransport nur gering. Ein innenliegender Hafen mit 250 Liegeplätzen (50 Dauer- und 200 Gastlieger) wäre die beste Lösung und eine touristische Attraktion mit Strahlkraft bis ins Ausland. Für die Marina gebe es großen Bedarf, und sie gehe konform mit der Planung des Landes, welches Fördermittel in Aussicht stelle.

OZ-Bild

Machbarkeits- studie vorgestellt / Konstruktive Zusammenarbeit gewünscht

Zur Bildergalerie

Gunnar Platz, Geschäftsführer der Planco Consulting GmbH, die für der Gemeinde die Machbarkeitsstudie erarbeitet hat, stellte die Ergebnisse bei einer „informellen Bürgerbeteiligung“ vor rund 140 Interessierten vor. Diese wurde wörtlich genommen. Jeder Gast hatte am Eingang eine blaue, grüne, gelbe oder orange Karte bekommen und wurde Arbeitsgruppen zugeteilt, denen Fachleute angehörten. Die blaue Gruppe diskutierte über die Wirtschaftlichkeit, die grüne über Natur und Gestaltung, die gelbe das Thema Bürger und Freizeit und die orange über Tourismus.

„Die Marina soll lebendig, nachhaltig, ganzjährig und das Zentrum des Ortes werden. Ein Sehnsuchts- und Begegnungsort“, blickte Kurdirektor Kai Gardeja voraus. Vorgesehen ist eine Mischnutzung mit Gewerbe für Wassersport, Läden und Gastronomie. Bürgermeister Karsten Schneider sieht neben Chancen für Vereine und Schulen mit Wassersportkursen auch die für eine erhebliche Anzahl von neuen, ganzjährigen Arbeitsplätzen. Zudem könnte auch das Thema Diskothek aufgegriffen werden, die in Binz fehlt. „Über die Betreibung des Hafens muss diskutiert werden“, so Schneider.

Gunnar Platz spricht von einer geschätzten Investitionssumme von 30 Millionen Euro. Rein privatwirtschaftlich sei dies nicht darstellbar. Die Gemeinde könnte mit 90 Prozent Fördermitteln bauen und sich Betreiber suchen. Interessenten und Investoren dafür gebe es bereits, weiß Gemeindevertreter Ulf Dohrmann. „Es ist eine einmalige Chance und die letzte“, meint der CDU-Chef. Die CDU war treibender Keil für die Machbarkeitsstudie vor zwei Jahren und hatte seinerzeit auch die Idee einer innenliegenden Marina am MZO-Gelände in die Diskussion gebracht.

Warum sich die Studie ausschließlich mit Prora beschäftigt habe und Binz nicht untersucht wurde, kritisieren einige Binzer. Andere wiederum schlugen vor, einen Bürgerentscheid zum Hafen zu initiieren. Problematisch sei auch, dass der Gemeinde die Grundstücke nicht gehören und sie diese erst kaufen müsste. Die meisten Fragen bezogen sich aber auf den Sedimenttransport, der den Strand in Binz verschlechtern könnte. Da Prora in der Mitte der „Sichel“ zwischen Binz und Mukran liege, wäre der Küstentransport ausgeglichen, erklärte Sedimentexpertin Prof. Dr. Bärbel Koppe von der Aquadot Ingenieurgesellschaft mbH Wasserbau und Küsteningenieurwesen.

Heike Reetz betonte, dass es noch kein Votum der Gemeindevertretung gebe. „Die Machbarkeitsstudie ist kein pauschales Go für den Hafen. Wir müssen akribisch alles prüfen und schauen, dass nichts zu Lasten der Gemeinde geht“, sagte die Gemeindevertretervorsteherin. Anwesende Prora-Investoren befürchteten hingegen, dass ihnen die Zeit bereits davon laufe.

Ideen und Bedenken zum Hafen können geschickt werden an post@gemeinde-binz.de

Gerit Herold

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Putbus

Tourismuszentrale schreibt Position zum Jahreswechsel neu aus

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.