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Hiddensee erhöht Kurtaxe nicht — investiert aber millionenschwer

Hiddensee Hiddensee erhöht Kurtaxe nicht — investiert aber millionenschwer

Im Wirtschaftsplan des Hafen- und Kurbetriebes sind für 2014 Vorhaben wie der Ausbau des Hafens Kloster und die Sanierung des Asta-Nielsen-Hauses verankert.

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Das „Karusel“ nutzte die Nielsen bis Mitte der 30er Jahre.

Quelle: C. Herold

Hiddensee. Während allerorten mehr oder weniger heftig an der Kurtaxschraube gedreht wird oder wurde, bleibt auf Hiddensee der Drehmomentschlüssel im Werkzeugkasten. „Trotz unserer erheblichen Investitionen in diesem Jahr soll die Kurabgabe nicht erhöht werden. Wir wollen unseren Tourismus nicht weiter belasten. Das tun ja schon die Fährpreise, die die Reederei Mitte April wieder erhöhen will“, sagt Hiddensees Bürgermeister Thomas Gens (Hiddenseepartei). Und kündigt für dieses Jahr Investitionen in einer Höhe von etwas mehr als drei Millionen Euro netto an. Die sind Bestandteil des Wirtschaftsplanes des kommunalen Hafen- und Kurbetriebes, den die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung verabschiedet hatten.

Demnach wollen die Hiddenseer das meiste Geld in diesem Jahr im Hafen Kloster ausgeben. Der soll eine Steganlage mit 75 Liegeplätzen für Sportboote bekommen. Dazu muss das südliche Hafenbecken ausgebaggert werden. Damit war im vergangenen Jahr begonnen worden. Alsbald sollen die Arbeiten fortgesetzt werden, sagt Gens. Die Kosten für dieses Vorhaben beziffert er auf eine Million Euro. Des weiteren ist es vorgesehen, in diesem kommunalen Hafen ein neues Sanitärgebäude zu bauen. Kostenpunkt: 500 000 Euro. Der Neubau soll das derzeit marode Toilettenhaus ersetzen, das einst irgendwann in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet wurde.

Zudem wollen die Hiddenseer in diesem Jahr Geld ausgeben, um zwei Denkmale erhalten. 421 000 Euro sind für das „Karusel“ in Vitte gedacht. Die einstige Sommerresidenz des dänischen Stummfilmstars Asta Nielsen (1881 — 1972) soll ein Künstlerhaus im Andenken an ihr filmisches Schaffen werden. Im Balkonzimmer unterm Dach des 1922/23 gebauten Hauses sollen zudem Trauungen künftig möglich sein.

Bei dem anderen Denkmal handelt es sich um den Reusenschuppen „Groot Partie“ in Neuendorf. 1884 erbaut, soll aus dem 11,30 Meter langen und 7,20 Meter breiten Bauwerk eine Begegnungsstätte werden.

Außerdem wollen die Hiddenseer dort die Geschichte der regionalen Fischerei in den Boddengewässern und auf der Ostsee erlebbar machen. Dachstuhl und Dachgiebel waren vor zehn Jahren infolge eines Sturmes eingestürzt. 474 000 Euro sollen für den Wiederaufbau ausgegeben werden — 250 000 Euro davon in diesem Jahr.

Schließlich wollen die Hiddenseer nach 20 Jahren Pause wieder in den kommunalen Wohnungsbau einsteigen. Auf einem Grundstück in Vitte soll ein Haus mit acht Wohnungen gebaut werden. Eine Million Euro wird das Vorhaben kosten. In diesem Jahr sollen dafür vorerst 300 000 Euro ausgegeben werden. Ist dieses Haus gebaut, könnten noch zwei weitere auf dem Areal zwischen dem Wiesenweg und der Sprenge auf Höhe des Anlegers des vor Jahren gesunkenen Hotelschiffes „Caprivi“ gebaut werden.

Dieses und weitere Vorhaben bezahlen die Insulaner auf Rügens kleiner Schwester natürlich nicht komplett aus der eigenen Tasche. „Das Land beteiligt sich mit Fördermitteln in nicht unerheblicher Höhe“, macht Thomas Gens abschließend deutlich.

Andernorts teurer
1,50 Euro Kurtaxe sind auf der Insel Hiddensee pro Person   und Tag zu zahlen. Dies gilt im Zeitraum zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober. Vom 1. November bis zum 31. März wird ein Euro Kurtaxe erhoben. Da wird andernorts mehr zugelangt. In Baabe beispielsweise sind in der Hauptsaison 2,40 Euro zu zahlen. Der Binzer Gast muss täglich 2,60 Euro berappen und der in Göhren 2,80 Euro.

 



Chris-Marco Herold

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Vitte

Angesichts steigender Fährpreise sollen Inselbesucher nicht noch zusätzlich belastet werden, obwohl in Vitte und Kloster verschiedene Investitionen zu finanzieren sind.

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