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Hiddensee tritt gegen Mallorca und Sylt an

Waltrop/Hiddensee Hiddensee tritt gegen Mallorca und Sylt an

Die Insulaner stellen sich in einer Ausstellung im Ruhrpott dem Inselvergleich

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Auch das komplette Inventar eines alten Gästezimmers von der Insel Hiddensee gehört zu den Exponaten der Ausstellung.

Quelle: LWL/Hudemann

Waltrop/Hiddensee. Ballermann, Schickimicki oder Natur, Kultur pur? Die Hiddenseer gehen voran – und wollen für sich und das ganze Land MV begeistern. Dabei stehen sie im Ruhrpott im „Wettbewerb“ mit zwei anderen, ganz unterschiedlichen Inseln. Im Westfälischen Landesmuseum für Industriekultur in Waltrop, einst Schiffshebewerk, ist gestern Abend die Ausstellung „Reif für die Insel – Tourismus auf Sylt, Hiddensee und Mallorca“ eröffnet worden.

OZ-Bild

Die Insulaner stellen sich in einer Ausstellung im Ruhrpott dem Inselvergleich

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Mit 500 Exponaten – Plakaten, Postkarten, Souvenirs, Bademode, Gemälden und Fotografien – zeigt die Ausstellung, wie sich der Tourismus an den Orten entwickelt hat. Dabei werden Klischees bedient und widerlegt: hier die Insel der Schönen und Reichen in der Nordsee, dort die Insel der Einzelgänger und Naturliebhaber in der Ostsee und da die Insel der Massen und der Stars im Mittelmeer. „Urlaub ist die Kehrseite der Arbeitswelt und immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Veränderungen machen sich immer auf beiden Seiten bemerkbar“, sagt Museumsleiter und Ausstellungsmacher Arnulf Siebeneicker.

Die Anfrage aus dem Ruhrgebiet hatte die Hiddenseer vor etwas mehr als einem Jahr erreicht. Und die waren sofort Feuer und Flamme, hatten damals auch 5000 Euro Unterstützung für die Ausstellung zugesagt. „Aber das war nur das eine“, macht Katrin Köppen heute deutlich. Nach Angaben der Hiddenseer Kurdirektorin habe die Insel mit der Hilfe von Einheimischen eine Vielzahl von Exponaten zur Verfügung gestellt, kleine und große. „So haben wir zum Beispiel ein komplettes Ferienzimmer aus den zwanziger Jahren auf die Reise geschickt und Geschirr aus den Zeiten der FDGB-Heime“, geht Köppen ins Detail. Aus dem Archiv des Heimatmuseums wurde das Bild „Inselblick“ von Elisabeth Büchsel ausgeliehen und der „Inselblick“ von Günter Grass. Mit Fotoalben, Prospekten aus den verschiedenen Zeiten und alten Kurkarten wollen die Hiddenseer „ihren“ Tourismus von den Anfängen bis heute darstellen – auch einschließlich der gesellschaftlichen Ereignisse, wie der zwei Weltkriege, der DDR-Zeit und der Zeit nach der Wende.

Die anderen beiden Inseln wollen sich da niht lumpen lassen. Deren Exponate reichen vom 100 Jahre alten, mit Rüschen besetzten Badeanzug für Damen bis zur Jukebox mit Strandhits, vom Westerland-Bass eines Mitglieds der Rockband „Die Ärzte“ bis zu Bällen aus den Sylter Golfclubs und dem Sangria-Eimer vom Ballermann. Video-Interviews mit Insulanern, die ganz persönliche Geschichten erzählen, bereichern die Präsentation.

Bei der gestrigen Eröffnung waren die Hiddenseer mit ihrer „Seebühne“ jedenfalls schon ganz vorne dabei. So ließ Karl Huck in improvisierten Kurzauftritten den Schriftsteller und Seemann Joachim Ringelnatz wieder lebendig werden. Jenen Mann, der unzählige, unbeschwerte und selige Sommertage auf Hiddensee verbrachte – immer Bernstein suchend und immer nur Schnaps findend.

Der gestrige war nicht der letzte Auftritt der „Seebühne“ im Ruhrgebiet. Morgen zeigt sie im Industriemuseum „Die Schatzinsel“ nach dem Roman von Robert Louis Stevenson.

Fakten zur Schau

Die Ausstellung „Reif für die Insel – Tourismus auf Sylt, Hiddensee und Mallorca“ ist bis zum 19. März 2017 im Westfälischen Landesmuseum für Industriekultur in Waltrop (Am Hebewerk 26) zu sehen – dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Zur Ausstellung ist ein reich bebildertes Begleitbuch mit Aufsätzen von 25 Autoren erschienen: ISBN 978-3-8375- 1668-5, Preis: 19,95 Euro.

Außerdem gibt es einen Modellbaubogen „Leuchttürme auf Sylt, Hiddensee und Mallorca“ mit den Leuchttürmen List-Ost, Dornbusch und Cap de Formentor.

Chris-Marco Herold

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