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Köche und Kellner ringen um Pokale

Sassnitz Köche und Kellner ringen um Pokale

Internationale Beteiligung beim Gastro-Wettkampf um den „Pokal des Landrates“ im Sassnitzer Bildungszentrum

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Die 17-jährige Nachwuchsköchin Hanna Szczerba aus Bytow bei Danzig errang den dritten Platz beim Pokal des Landrates in Sassnitz. FOTOS (4): CHRISTIAN RÖDEL

Sassnitz. . Es ging international zu beim 15. Kochwettbewerb um den Pokal des Landrates am Samstagabend im Atrium des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums (RBB) in Sassnitz: Unter den acht Restaurant- und Hotelfachleuten waren eine junge Frau aus Ungarn, ein Grieche und ein Spanier.

OZ-Bild

Internationale Beteiligung beim Gastro-Wettkampf um den „Pokal des Landrates“ im Sassnitzer Bildungszentrum

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„Wir haben in diesem Jahr unter den acht Teilnehmern drei ausländische Azubis.Edeltraut Haase, Chefin der Service-Jury

„Wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Koch-Azubis trauen würden, teilzunehmen.Harald Golinsky, Chef der Kochjury

Die drei ausländischen Nachwuchskräfte absolvieren eine Lehre in Hotels und Restaurants auf Rügen und schlugen sich mehr als wacker. „Die Teilnehmer mussten vor ihrem Auftritt an den Tischen der Gäste noch eine schriftliche Theorieprüfung ablegen“, sagte Edeltraut Haase, Chefin der fünfköpfigen Jury für die Gastronomie-Servicekräfte und Lehrerin am RBB.

Nach ihrer Aussage sind nicht nur die geistigen Anforderungen sehr hoch. Denn die jungen Leute mussten Kondition haben beim Tragen der Teller für das Vier-Gänge-Menü, denn die Distanz von knapp hundert Metern mussten sie pro Gast mehrmals zurücklegen. Im Saal saßen etwa 70 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Mit Argusaugen verfolgten die Jurorinnen jede Bewegung der Teilnehmer.

Besonders schwierig wurde es beim Tragen der Cloche. Von diesen etwa drei Kilogramm schweren Edelstahlhauben trugen die Kellner in jeder Hand eine, und am Tisch mussten die Bedienkräften diese Abdeckungen synchron abnehmen.

Doch was wären alle noch so tollen Kellner ohne ihre Kollegen in der Küche, die beim Pokal-Kampf unter dem Zepter von RBB-Küchenchef Norbert Hein in ihren Pfannen und Töpfen edle Zutaten verwendeten.

„Unsere Teilnehmer mussten zuvor eine theoretische Prüfung ablegen, und ich habe einige exotische Gewürze in die Aufgabenstellungen eingearbeitet, um zu schauen, ob die angehenden Köche auch besondere Kräuterpflanzen kennen“, so Hein.

Unter den jungen Köchen befand sich nur eine Frau und die kam aus Polen: Die 17-jährige Hanna Szczerba aus Bytow in der Nähe von Danzig absolviert ihr zweites Ausbildungsjahr und legte eine enorme Schnelligkeit an ihrem blitzsauberen Arbeitsplatz vor. Als Vorspeise bereitete die junge Polin mit großem Geschick ein Matjestartar in drei Geschmacksrichtungen auf Pumpernickel vor. Bei der Nachwuchsköchin spielte die Optik der Gerichte eine große Rolle.

Geradezu eine Augenweide war ihr Dessert, das unter anderem aus Grießmousse in Schokolade und Pflaumensauce bestand. In unmittelbarer Nähe war Hannas deutscher Kollege Max Schwerin am Werk und sagte beim Zubereiten seines Desserts: „Jetzt ist die Anspannung weg, denn der Nachtisch ist irgendwie die Kür“. Der 18-jährige Kochazubi bestreitet gerade sein drittes Lehrjahr in der Küche des Selliner Hotels „Bernstein“. Den Hut, oder besser die Chefkochmütze, hatte Harald Golinsky, erster Vorsitzender des Vereins der Köche der Insel Rügen, bei dem Wettbewerb auf. „Leider hat die angemeldeten Teilnehmer vom Festland wohl der Mut verlassen. Sie haben ganz kurzfristig abgesagt“, ärgerte er sich.

Bei den Service-Kräften gab es diese Platzierungen: 1. Greta Liptak (Ungarn), 2. Paul-Peter Kobrin (Deutschland) 3. David Torres (Spanien). Bei den Köchen: 1. Hans-Rudolf Fritz (IFA-Park Binz) 2. Max Schwerin (Bernstein-Hotel Sellin) 3. Hanna Szczerba (Bytow, Polen).

Christian Rödel

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