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Thiessow Kuschelwärme für Wintercamper

Thiessower investieren in neue Sanitäranlagen auf ihrem Zeltplatz / Der soll auch in der kalten Jahreszeit öffnen

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Wirtschaftsminister Harry Glawe (li.) übergab in Sellin einen Förderbescheid an den Thiessower Bürgermeister Holger Roepke.

Thiessow. Das Wetter meint es derzeit nicht gerade so gut mit den Campern – ganz im Gegensatz zur Gemeinde Thiessow. Die hat kräftig in ihren Zeltplatz investiert und den Urlaubern mit ihren mobilen Unterkünften ein nagelneues Sani-

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Thiessower investieren in neue Sanitäranlagen auf ihrem Zeltplatz / Der soll auch in der kalten Jahreszeit öffnen

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Öffentliche Toilette

1,3 Millionen Euro investieren die Thiessower insgesamt in die Sanitäranlagen auf dem Platz. Mehr als eine halbe Million Euro sind Fördermittel des Landes. Mit dem Geld soll auch noch ein öffentliches Toilettengebäude am Festzelt gebaut werden, das dann auch Strandbesucher kostenlos nutzen können.

tärgebäude bauen lassen. Gerade noch rechtzeitig zur Saison wurde der Bau fertig.

„Zum Glück“, sagt Bürgermeister Holger Roepke beim Blick über das schmale Areal, das sich auf rund 700 Metern zwischen der Hauptstraße und den Wiesen am Zicker See erstreckt: Nahezu alle der über 300 Stellplätze für Wohnmobile, Zelte und Wohnwagen sind derzeit belegt, der Platz ist so gut wie ausgebucht. Es ist Vormittag, an den Abwaschbecken des Küchentrakts herrscht Hochbetrieb. „Die alte Anlage bestand im Prinzip nur aus fünf Containern, die zusammengeschraubt waren“, sagt der Bürgermeister. Mitte Januar ließ die Gemeinde den alten Sanitärtrakt abreißen und begann im Frühjahr mit dem Neubau.

Der wurde gerade so zum Beginn der Hauptsaison fertig. Eigentlich wollten die Bauarbeiter das Gebäude ein paar Wochen vorher den Nutzern übergeben. Aber im Boden unter den alten Containern hatte sich eine Überraschung verborgen: „Die Hauptwasserleitung nach Thiessow verlief genau darunter“, erinnert sich Roepke. Das hatte vorher niemand geahnt, weder die Planer noch der zuständige Zweckverband.

Weil solche Versorgungstrassen nicht überbaut werden dürfen, die Thiessower ihr neues Sanitärgebäude aber genau an der Stelle des alten errichten mussten und wollten, verlegte der Zweckverband die Trinkwasserleitung um. „Das hat uns letztlich etwa drei Wochen in Verzug zum ursprünglichen Zeitplan gebracht“, sagt Roepke. Sobald sie fertiggestellt waren, wurden einzelne Bereiche des Gebäudes eröffnet. Zum großen Ansturm der Campinggäste Anfang Juli war dann das komplette Sanitärhaus voll nutzbar und frei zugänglich.

Die Bauarbeiter haben sich vom Thiessower Campingplatz verabschiedet, aber nur für kurze Zeit. Nach dem Sommer kommen sie wieder, kündigt der Bürgermeister an. Denn: „Im Herbst wollen wir mit dem Bau eines weiteren Sani-

tärgebäudes beginnen.“ Es wird eine völlige Kopie des jetzt in Betrieb genommenen sein und den zweiten Sanitärtrakt im hinteren Bereich des Platzes ersetzen. Der sehe oberhalb der Fundamente vielleicht noch ganz gut aus. „Aber der Unterbau ist völlig marode. Und auch das Häuschen selbst entspricht nicht mehr dem aktuellen Standard.“ Auch dort soll es künftig neben Duschen, Toiletten und Waschgelegenheiten ein Familienbad mit Wanne, eine große Küche mit Kühlgeräten und einen Raum für Waschmaschinen und Trockner geben. Verzichtet wird in beiden Sanitärgebäuden künftig auf Heizkörper.

Stattdessen gibt es eine Fußbodenheizung.

Das werden vor allem die Gäste zu schätzen wissen, die in der kühleren Jahreszeit kommen. Und das sollen nach dem Willen der Gemeinde noch mehr werden. „Die Auslastung unseres Platzes wird immer besser“, sagt Holger Roepke. Künftig möchten die Thiessower die Saison verlängern und damit entzerren. „Wir wollen den Campingplatz perspektivisch auch im Winter offen lassen.“ Einen Versuch unternehmen die Thiessower bereits in diesem Winter mit einem Spezialangebot. Allerdings wird der Platz dann nur bei Bedarf, also nach Voranmeldung geöffnet und betrieben. „Das lässt sich mit der neuen Technik in unseren Sanitärgebäuden sehr gut machen“, sagt Roepke. Da könne die Heizung für unterschiedliche Bereiche separat geregelt werden. Außerdem gibt es in dem Häuschen eine automatische Zwangsbe- und -entlüftung, so dass Fenster und Türen geschlossen bleiben können.

Maik Trettin

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