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Lichtblick am Kap: Touristiker sind wieder flüssig

Putgarten Lichtblick am Kap: Touristiker sind wieder flüssig

Die kommunale Gesellschaft schreibt nach finanziell desaströsen Jahren wieder schwarze Zahlen / Das Geld soll für ein Besucherzentrum gespart werden

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Die Sonne scheint am Kap Arkona. Im Vordergrund ist der Peilturm zu sehen, im Hintergrund die beiden Leuchttürme.

Quelle: Mario Frost

Putgarten. „So langsam kommt das Schiff wieder auf Kurs“, so beschreibt Sven Uerckwitz, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Kap Arkona, die momentane Situation der kommunalen Gesellschaft und verkündet die gute Nachricht: „Im vergangenen Jahr haben wir einen Gewinn von rund 102000 Euro erwirtschaftet.“

Die Tourismusgesellschaft (TG) des Ortes im Inselnorden war in den vergangenen Jahren in eine dramatische finanzielle Schieflage geraten, eine Insolvenz schien unabwendbar. Im Jahr 2013 übernahm der Schweriner Sven Uerckwitz den Posten des Geschäftsführes von Jörg Glasow, der nach Unstimmigkeiten mit der Gemeinde seinen Posten räumen musste. Die Tourismusgesellschaft ist für die Immobilien und Besitzverwaltung der Gemeinde zuständig, verwaltet Ferienwohnungen und bewirtschaftet unter anderem den Großparkplatz in Putgarten und die beiden Türme am Kap. Bei mehr als einer halben Million Besuchern keine schlechte Ausgangslage. Doch die Geschäftszahlen, die Uerckwitz auf den Tisch bekam, waren alles andere als positiv. 2012 war ein Verlust von 63000 Euro festzustellen, 2013 stand ein Minus von 18 000 Euro zu Buche. In den folgenden Jahren ging es aufwärts. 52000 Euro Gewinn flossen 2014 in die Kassen der TG, 102000 Euro sind es 2015 gewesen. Das Geheimnis? „Solide Kostenkalkulation, Umsätze steigern und natürlich sparen, bis die Kerne quietschen“, fasst er zusammen. Dabei unterstreicht Uerckwitz, dass es auch gelungen sei, die Anzahl der Mitarbeiter zu erhöhen. „Personalabbau geht immer zu Lasten der Qualität und Produktivität“, sagt er „Damit täten wir uns keinen Gefallen.“ Von 12 Festangestellten sei die Mitarbeiterzahl der TG auf heute 16 gestiegen. Dabei sei die Tourismusgesellschaft noch lange nicht stabil, warnt Uerckwitz „Der Karren ist aus dem Dreck gezogen, aber noch lange nicht voll funktionsfähig.“ Doch den warmen Geldregen aus ihrer Gesellschaft kann die Gemeinde Putgarten gut gebrauchen, muss die Kommune doch viele Ausgaben begleichen. „Wir müssen noch Altkredite bedienen, für die Sanierung der Straße zwischen Zülitz und Varnkevitz werden wir zur Kasse gebeten und die Investitionskosten für die Kulturscheune müssen auch noch ausgeglichen werden“, beschreibt Putgartens Bürgermeisterin Iris Möbius (CDU). Das größte Projekt der Gemeinde profitiert ganz sicher von dem erwirtschafteten Gewinn. In den kommenden Jahren soll ein Besucherzentrum am Kap Arkona entstehen, welches die unterschiedlichen touristischen Alleinstellungsmerkmale bündeln soll. „Einen Teil des Geldes werden wir zunächst für das Projekt zurücklegen“, erklärt Iris Möbius. „Es ist ja abzusehen, das wir bei einer Realisierung des Besucherzentrums trotz Fördermitteln einen Anteil Eigenmittel aufbringen müssen. Auch die Erstellung des Konzeptes kostet Geld.“

Angesichts eines großen Reparaturstaus an den Immobilien rät Uerkwitz der Gemeinde weiterhin vorsichtig mit den Gewinnen zu wirtschaften und pocht dabei auf Transparenz. „Ich gelte bei Projekten als Bedenkenträger und Spielverderber“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Aber das bin ich nicht. Ich frage nur immer nach, wie die langfristige Finanzierung und das Gesamtkonzept aussehen soll. Die muss gesichert sein, bevor wir finanzielle Zusagen geben.“

Die Tourismusgesellschaft Kap Arkona

Die Tourismusgesellschaft Kap

Arkona ist für die Immobilien- und

Besitzverwaltung der Gemeinde zuständig, verwaltet Ferienwohnungen, bewirtschaftet die Parkplätze und die

Türme am Kap. Außerdem betreibt

sie die Tourist-Info am Parkplatz, den Bauhof und vermietet die Gewerbeflächen im Rügenhof. Die TG verfügt über 14 Kostenstellen, der Parkplatz

ist die größte Einnahmequelle.

16 Festangestellte plus sechs saisonale Kräfte

arbeiten bei der TG.

2012 war ein Verlust von 63000 Euro festzustellen, 2013 stand ein Minus von 18000 Euro zu Buche. In den folgenden Jahren

ging es aufwärts. 102000 Euro

Gewinn sind es im Jahr 2015 gewesen.

Anne Ziebarth

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