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Lückenschluss am Nordstrand: Freizeitmeile wird verlängert

Göhren Lückenschluss am Nordstrand: Freizeitmeile wird verlängert

Die Gemeinde Göhren will das Grundstück an der Strandpromenade zwischen der Minigolfanlage und dem Ostseecafé zur Bewirtschaftung ausschreiben

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Die Abenteuer-Minigolfanlage haben letztes Jahr 25000 Gäste besucht. Fotos (2): Gerit Herold

Göhren. Noch sind dort Sträucher und Büsche und die Wetterstation, die Jörg Kachelmann vor Jahren aufgestellt hat. Doch das derzeit unberührte Grundstück zwischen Minigolfanlage und Ostseecafé entlang der Strandpromenade von Göhren in Richtung Baabe will die Gemeinde jetzt zur Bewirtschaftung ausschreiben.

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Die Gemeinde Göhren will das Grundstück an der Strandpromenade zwischen der Minigolfanlage und dem Ostseecafé zur Bewirtschaftung ausschreiben

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„Ziel ist es, die Kurpromenade bis zum Café auslaufen zu lassen und diesen Teil noch zur Verwertung anzubieten. Das ist ein Grundstück, das kein Baurecht hat“, erklärt Kurdirektor Jörn Fenske. Wie eine Bewirtschaftung aussehen soll, sei dabei noch nicht konkret festgelegt. „Wir sind für alles offen“, so Fenske. Es gäbe bereits Interessenten, die auf dem Areal ein Angebot für Urlauber und Gäste schaffen wollen.

Nach Trampolinspringen und Bungee-Jumping auf dem Trampolin war als letztes im Jahre 2014 die Adventure-Golf-Anlage „Dünengolf Göhren“ entstanden. Danach kommt die „Lücke“ bis zum Ostseecafé. Das Areal will die Gemeinde nicht verkaufen, es bleibt im Bestand des Kommunalen Eigenbetriebes Kurverwaltung (KEB) und soll in Erbbaupacht mit einer Laufzeit von 25 Jahren (ab 1. Januar 2017) vergeben werden, hieß es auf der Sitzung des Finanz- und Tourismus/Betriebsausschusses der Gemeindevertretung in dieser Woche. Dort sollte über das Ausschreibungsprozedere befunden werden. Doch die Bewerbungsmodalitäten sollen vom KEB noch einmal verändert und überarbeitet werden. Knackpunkte waren unter anderem die Laufzeit sowie die Höhe des Erbbauzinses. Bürgermeister Wolfgang Pester plädierte für 8 statt 6 Prozent und 10 statt 25 Jahre. „Dann haben wir die Möglichkeit, etwas zu ändern, wenn wir unzufrieden sind“, so Pester.

Dies sei die Gemeinde jetzt schon, betonte Ausschussmitglied Markus Pigard. Der Eigentümer der Minigolfanlage halte nicht, was er der Gemeinde versprochen habe, empörte sich Pigard. „Dort wurde am Himmelfahrtswochenende ausgeschenkt ohne Schankgenehmigung. Das geht so nicht, das wollte die Gemeinde nie“, sieht er die Gewerbetreibenden in unmittelbarer Umgebung benachteiligt. Das Vertragsverhältnis sei „sehr kompliziert“ vor allem in baurechtlichen und werbetechnischen Belangen, räumte Kur-Chef Jörn Fenske ein. Der Eigentümer musste Werbeschilder wieder wegnehmen und muss eine Holzhütte wieder zurückbauen, informierte Wolfgang Pester. Der Bürgermeister warb gleichzeitig aber dafür, dass die Angebote unter den Mitbewerbern ergänzt werden und nicht in Konkurrenz stehen sollten. „Sonst kommen wir nicht vorwärts“, so Pester. Beispielsweise seien schon morgens viele Jogger am Strand unterwegs, denen Säfte gereicht werden könnten oder auch ein Sortiment in den Abendstunden, wenn andere Gastronomen noch nicht auf oder schon wieder zu haben.

„Ich bin immer für ein Miteinander“, betonte Minigolfplatzbetreiber Ralf Blohm gestern gegenüber der OZ und kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Schon als er 2013 die Pläne für die Anlage vorstellte, war in denen auch die Rede davon, dass er Getränke, Kuchen und Eis anbieten werde. „Dafür habe ich auch eine Genehmigung, auch für Bier und Wein“, so Blohm, der auch Snacks wie Hamburger verkauft.

Der Lübecker, der auch ein Ingenieurbüro betreibt, hat die zwei 9-Loch-Anlagen mit vielen außergewöhnlichen Hindernissen und Skulpturen in die Landschaft modellieren lassen. Seither kann man zwischen „Piratenschiff“ und „Selliner Seebrücke“ einlochen. Der Bau der 487000 Euro teuren Anlage wurde seinerzeit vom Wirtschaftsministerium des Landes aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 139000 Euro unterstützt. Reizvoll zwischen Promenade und Radweg gelegen erfreut sich die Anlage mit Meerblick großer Beliebtheit. „Im letzten Jahr hatten wir 25000 Besucher. Alle Hotels sind froh, dass wir da sind und auch die anderen Anbieter an der Promenade profitieren von uns. Wir schicken die Leute zum Mittag in die Gaststätte, weil wir das ja nicht anbieten“, so Blohm, der auch über kostenlose Gäste-Toiletten verfügt. Blohm hat eine mögliche Verlängerung der Freizeitmeile am Nordstrand auch ins Rollen gebracht und bereits Pläne auf den Tisch gelegt. Daraufhin hatten die Ausschussmitglieder beschlossen, ein ordentliches Ausschreibungsverfahren auf den Weg zu bringen. „Ich werde mich auf jeden Fall bewerben“, so Blohm, der Ideen wie Fußball-Billard oder Fußball-Dart (Torwandschießen) im Kopf hat und auch die große Wasserrutsche übernimmt.

Gerit Herold

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