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Neue Visionen für den Binzer Tourismus

Binz Neue Visionen für den Binzer Tourismus

Beim Branchenforum wurde unter anderem die Idee einer Gästekarte vorgestellt

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Für mich geht die Rechnung mit der Gästekarte nicht auf.Angelika Häusler Seilgarten Prora

Binz. Markenbildungsprozess, digitale Gästekarte und Gesundheitstourismus: In den kommenden Jahren könnte sich für die Touristiker in Binz einiges ändern. Beim Branchenforum „Dialog Binz“ stellte Kurdirektor Kai Gardeja den geladenen Hoteliers und Privatvermietern sowie Vertretern von Handel, Gastronomie und Ausflugszielen die Visionen der Kurverwaltung vor. „Wir müssen dabei alle am selben Strang ziehen, um die Marke Binz noch stärker zu machen“, sagte Gardeja im Haus des Gastes.

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Beim Branchenforum wurde unter anderem die Idee einer Gästekarte vorgestellt

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Thematisiert wurde unter anderem, wie sich Binz und der stark wachsende Tourismusstandort Prora künftig gemeinsam auf dem Markt positionieren wollen. Unter dem Arbeitstitel „Binzer Bucht“ möchte die Kurverwaltung zusammen mit den Touristikern an einem Konzept und einem neuen Logo arbeiten. „Die Frage wird sein, wie weit wir die ,Binzer Bucht’ spannen und wann welcher Standort wie stark auftritt“, erklärte Gardeja. Bis September sollten diese Überlegungen abgeschlossen sein, um die neue Marke für die Saison 2018 nutzen zu können.

Für viel Gesprächsstoff sorgte bei dem Fachtreffen die Idee, eine digitale Gästekarte für Touristen zu entwickeln. Die Karte soll Urlaubern die kostenfreie Nutzung von inselweiten touristischen Angeboten und des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen. Dafür sind bereits auch weitere Tourismusorte auf Rügen in das Projekt eingebunden.

„Was für den Gast ohne Zusatzkosten funktioniert, basiert auf einer engen Kooperation zwischen Gastgebern, Leistungserbringern und der Tourismus-Zentrale“, sagte Matthias Wendorf von der Firma „Wiif“, die ein ähnliches Konzept schon für das Saarland entwickelt hat. Während die Ausflugsziele für die Gästekarte ihre Angebote rabattieren, müssen die Gastgeber nur eine geringe Umlage pro Tourist in ihrem Haus aufbringen, um die Karte zu finanzieren.

Mit folgenden Ergebnissen laut Wendorf: die Gästezufriedenheit und die Übernachtungszahlen steigen. Die Besucherzahlen an den Ausflugszielen und die Umsätze wachsen an, weil entspannter mit dem eingeplanten Urlaubsbudget umgegangen werde. Auch könnten durch die Karte Gästeströme analysiert werden, um eventuelle Lücken besser zu erkennen.

Für den Binzer Hotelier Oliver Waechter ist die digitale Gästekarte eine Chance. „Wir müssen diese Insel als eine ganzheitliche Urlaubsdestination sehen. Wenn wir die digitale Gästekarte allen Urlaubern zur Verfügung stellen könnten, wäre das ein wichtiges Signal aus Binz und ein Gewinn für alle auf der Insel.“

Kritischer sieht das Ganze hingegen Angelika Häusler vom Seilgarten in Prora: „Für mich geht die Rechnung nicht auf. Die Idee finde ich sehr gut, aber die enormen Rabatte, die ich als Anbieter dafür geben muss, sind einfach zu hoch. Für kleine Unternehmen, die nur eine bestimmte Anzahl von Gästen betreuen können, wird die Teilnahme schwierig.“

Privatvermieter Norbert Diener sieht in der Umsetzung vor allem große Überzeugungsarbeit bei der Kurverwaltung: „Da müssen erstmal einige ins Boot geholt werden – aber in anderen Regionen funktioniert es, also warum nicht auch hier?“

Zuletzt wurde dann noch die stärkere Ausrichtung auf den Gesundheitstourismus besprochen. „Gesundheitstourismus und Aktivität sollten als fester Bestandteil und als freies Angebot für Binz und Prora entwickelt werden“, sagte Strategieberater Cornelius Obier von der Firma „Projekt M“. Dabei sollte sich der Fokus vor allem auf Angebote im präventiven Bereich, aber auch auf Fitness und Stressbewältigung richten. Nach einer repräsentativen Umfrage, welche Destination in Deutschland sich für Gesundheitsurlaub eigne, kam das Ostseebad Binz als erster Insel-Ort auf Rang 12. Dieser Vertrauensvorschuss müsse unbedingt stärker als Identitätsmerkmal entwickelt und schließlich auch als Angebot in die digitale Gästekarte eingebunden werden, so Obier.

Erst 2018 würde es dazu konkretere Pläne geben. Um die Weichen für das kommende Tourismusjahr zu stellen, kündigte die Kurverwaltung zum Abschluss der Veranstaltung an, ein weiteres Branchentreffen im Herbst zu organisieren.

Ann-Christin Schneider

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