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Rügen Neuer Elektro-Flitzer: Göhren setzt auf alternative Antriebe
Vorpommern Rügen Neuer Elektro-Flitzer: Göhren setzt auf alternative Antriebe
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00:00 01.04.2014

setzt auf alternative Energien: Im Ostseebad sollen Touristen künftig ihren Wagen stehen lassen und in ein Elektroauto umsteigen, das die Kurverwaltung eigens für diesen Zweck angeschafft hat.

„Den hört man ja wirklich kaum“, äußert Jörn Fenske erstaunt, nachdem er das knallgrüne Gefährt vor dem Haus des Gastes angelassen hat. Ein kurzer Blick auf die Bedienelemente und schon saust der Kurdirektor nahezu lautlos vom Hof für eine erste Ortskontrollfahrt im neuen elektronisch angetriebenen Fiat 500. Grün ist nicht nur der Wagen, sondern auch das Engagement, das dahintersteckt.

„Wir wollen unseren Gästen die Möglichkeit bieten, umweltfreundlich die Insel zu entdecken. Wir planen ein Tagesticket, das die Miete für den Wagen, einen Parkplatz inklusive Stromanschluss zum Beispiel beim Naturerbe Zentrum in Prora oder dem Nationalparkzentrum Königstuhl sowie den Eintritt beinhaltet“, erklärt Fenske. Damit sollen auch die Kosten für das Gefährt refinanziert werden. Und dabei ist der grüne Flitzer nur eines von insgesamt fünf Fahrzeugen dieser Art, die bis Jahresende angeschafft werden sollen. Neben dem Kurverwaltungs-Fiat wird es bald auch auf dem Parkplatz des Waldhotels zwei Elektroautos geben. Mit weiteren Hoteliers und interessierten Touristikern laufen derzeit noch Gespräche. „Wir wollen auch auf dem 20. Bädertag am 24. April über die Möglichkeiten und Konditionen informieren und weitere Unternehmen überzeugen“, sagt Fenske.

Fiat 500, Ford Ka oder VW Käfer benötigen gerade einmal zwei Stunden an der Steckdose, um volle Leistung zu erbringen. Immerhin 100 Kilometer Reichweite notieren die kleinen Flitzer auf der Haben-Seite. Der Strom für die Göhrener Elektroautos soll künftig aus der hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist werden. Auf dem Neubau für Rettungsschwimmer und öffentliche Toiletten im Innenhof der Kurverwaltung werden Kollektoren montiert. Der erzeugte Strom wird künftig hier gespeichert und direkt genutzt. Auch für ein neues elektrisches Lastenbike, das neue Dienstfahrrad für die Mitarbeiter der Kurverwaltung.

Die Idee zu den neuen Elektro-Autos, zu denen sich übrigens auch Oldtimer oder Trabbis umrüsten lassen, hatte der mecklenburgische Energieversorger WEMAG angestoßen, der mit dem sogenannten e-Car neue Wege beschritt und auf der Reise quer durch das Land auf die Suche nach Partnern ging. „Ursprünglich wurde die Tourismuszentrale Rügen (TZR) von der Firma angesprochen. Hoteliers des Ortes erfuhren von der ökologischen und ökonomischen Idee und baten mich, Kontakt mit der Firma aufzunehmen. Das Resultat dieser Verhandlungen fahre ich jetzt Probe“, so Kurdirektor Fenske. Resultat: „Das Auto hat eine beeindruckende Beschleunigung und eine für die Insel ausreichende Höchstgeschwindigkeit von 80 bis 100 Stundenkilometern“, schwärmt der Kurdirektor begeistert. Schnell sei er sich mit Berater Jörn Kolbe einig gewesen. Den kennt der Leiter des kommunalen Eigenbetriebes nämlich schon länger. Kolbe hatte schon vor einigen Jahren mit Touristikern im Ort kooperiert, als die movelo Elektrofahrräder aufkamen.

„Es ist ein sehr gutes Projekt für Göhren, das für eine spätere Integration in größere, inselweite Initiativen gewappnet ist“, weiß der Fachmann zu berichten. Denn das Verkehrsproblem auf Rügen bleibe bestehen und werde sich weiter verschärfen, wenn keine Alternative geschaffen werde. Angebote, wie die Broschüre des Biosphärenreservates Südost-Rügen „Mobil ohne Auto“ seien zwar ein Schritt in die richtige Richtung aber nicht ausreichend.



Steffi Besch

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