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Neues Gesicht für Fähranleger Glewitz

Garz Neues Gesicht für Fähranleger Glewitz

Garz beschließt Umfeldgestaltung / Auslastung der Marina noch schlecht

Garz. Nachdem der Glewitzer Fährhafen sein neues Gesicht erhielt, möchte die Stadt Garz nun auch die gegenüberliegende Seite des Anlegers modernisieren. Anstoß für die vom Wirtschaftsministerium unterstützte Maßnahme ist der Umstand, dass das bei der Erneuerung der Marina gebaute Toiletten-Häuschen nur für deren Nutzer und nicht für dringende Bedürfnisse der Fähr-Passagiere nutzbar ist. „Auf der einen Seite haben wir den Hafen und auf der anderen Seite sieht es aus wie Sodom und Gomorrha“, unterstreicht Bürgermeisterin Gitta Gohla die Notwendigkeit, auch das Umfeld des Fähranleger von Rügens ältester Stadt zu erneuern. „Dabei wollen wir aber keine Traumschlösser bauen, sondern eine funktionale Anlage, die auch ins Bild passt“.

Den Auftrag dafür, „eine der noch sehr schönen unerschlossenen Flächen der Insel“ zu gestalten, erhielt Landschaftsplaner Thomas Niessen. Daher möchte er ein „transparentes, modernes und durchscheinendes“ Gebäude“ errichten. Ein von zwei kegelförmigen Türmchen eingerahmter Bau in „monolithischer Bauweise“ soll es werden, in welchem dann neben den Servicefunktionen von Toilette und Wickelraum auch der Imbiss einziehen soll. Da keine weiteren , neuen Funktionen aufgenommen werden, verzichtet der Landkreis auf ein erneutes Bauleitverfahren. „Das Gebäude möchten wir etwas von der Straße wegrücken und davor eine Fläche schaffen, auf der auch Radfahrer verweilen können, ohne Abgase einzuatmen. Das hinter dem Gebäude abfallende Gelände soll wegen des Höhenunterschieds über zwei Terrassen abgestuft werden, „die zugleich einen Hochwasserschutz darstellen“, so Niessen. „Zusammen mit Marina und dem neuen Radweg ergibt das ein schlüssiges Konzept für unser Tor zur Insel Rügen“, befindet Bürgermeisterin Gohla.

„Endlich kommt mein Verkaufswagen da weg und etwas Schönes an dessen Stelle“, freut sich auch Ronny Freese. „Bisher sieht es dort noch so aus, wie kurz nach der Wende.“ Freese, der in Garz seine „Senf-Manufaktur“ betreibt, unterhält am Fähranleger Glewitz „Rügens erste Fischbude“ sowie einen Stützpunkt für den exklusiven Gerstensaft einer kleinen Privatbrauerei, die er mit einem deftigen Untertitel in Anlehnung an ein Martin Luther zugeschriebenes Zitat bewirbt. Mit der bisherigen Auslastung der Marina ist Freese indes nicht zufrieden. „Die Häfen von Stahlbrode, Puddemin und Gustow sind voll“, klagt er, „nur hier ist nichts los.“.

An vermehrter Nutzung des Übergangs vom Festland auf die Insel hätte auch die Weiße Flotte ein Interesse. „Stau vor dem Rügendamm? Das Problem können Sie im Sommer umgehen - einfach die Glewitzer Fähre benutzen“, wirbt das Fährunternehmen.

Während das Marketing für die neuen Liegeplätze also noch zu wünschen übrig lässt, verabschiedete die Gemeindevertretung zunächst eine neue Hafenabgabensatzung für den „Wasser-Wander- Rastplatz Glewitzer Fähre“ rückwirkend zum Jahresbeginn. Anleger, die nicht länger als drei Wochen bleiben, zahlen künftig pro Tag zwischen vier und 15 Euro für Boote bis zu einer Länger von 15 Metern. Jeder weitere Meter schlägt mit 50 Cent zu Buche. Dauerlieger haben im Sommer vier Euro je Quadratmeter, im Winter die Hälfte zu zahlen. Für Fahrgastschiffe berechnet die Stadt dann 30 Cent pro Beförderungsplatz.

Über Kosten der „Umfeldgestaltung“, die auf die Stadt zukommen, konnten Bürgermeisterin und Planer den Gemeindevertretern noch keine Auskunft erteilen. „Fördermittelzusagen gibt es erst ab Planungsstufe zwei und wir stellen jetzt erst einmal einen Antrag auf Vorbescheid“, so Gitta Gohla.

Uwe Driest

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