Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Nichts geht mehr: Bahn stellt Verkehr für drei Wochen ein

Lietzow Nichts geht mehr: Bahn stellt Verkehr für drei Wochen ein

Schienenersatz-Busse brauchen auf gesperrten Straßen Stunden

Voriger Artikel
Windpark Wikinger vor Rügen komplett
Nächster Artikel
Schäfer schimpft: „Raben sind schlimmer als Wölfe“

Drei Wochen lang müssen Rügens Bahnreisende auf Busse umsteigen. Die brauchen wegen der Umleitungen Stunden.

Quelle: Foto: Bodo Marks/dpa

Lietzow. Autofahrer brauchen auf Rügen derzeit starke Nerven – und viel Zeit. Von und nach Jasmund und Wittow ist die B 96 wegen des Fahrbahnausbaus voll gesperrt.

OZ-Bild

Schienenersatz-Busse brauchen auf gesperrten Straßen Stunden

Zur Bildergalerie

Zwischen Teschenhagen und Samtens gibt es Einschränkungen, weil links und rechts der alten Bundesstraße an der neuen gebaut wird. Voll gesperrt ist wegen der Fahrbahnerneuerung auch die Kreisstraße zwischen Kartzitz und dem Abzweig Rappin. Die Bahn setzt dem vorpommerschen Verkehrs- Chaos jetzt die Krone auf: Vom 6. bis 26. November stellt sie den Zugverkehr auf der Insel ein. Auch der Schienenersatzverkehr wird sich in dem Zeitraum über die Umleitungen wälzen.

Gerade auf Jasmund gleicht das einer mittleren Katastrophe. Wer von Stralsund kommt oder dorthin will, ist fast viermal so lange von und zur Halbinsel unterwegs wie gewöhnlich. Der wichtige Umsteigepunkt in Lietzow kann wegen der Straßensperrung zwischen Strüßendorf und Ralswiek nicht auf kürzestem Wege angefahren werden. Während der Bahn-Bauarbeiten übernimmt Prora diese Funktion. Die Busse des Schienenersatzverkehrs sollen auf der ausgeschilderten Umleitung über Karow nach Prora fahren. Von dort geht es entweder weiter nach Sassnitz oder nach Binz. Wer in Richtung Lietzow will, muss erst nach Sassnitz fahren. Das alles kostet Zeit. Von Stralsund nach Prora fährt man mit der Bahn gegenwärtig in 48 Minuten. Mit dem Bus wird es anderthalb Stunden dauern. Wer von Stralsund nach Sassnitz fährt, legt die Strecke auf der Schiene in 52 Minuten zurück. Mit dem Schienenersatzverkehr wird es eine Stunde und rund 45 Minuten dauern, also fast eine Stunde länger. Zu einem Tagesausflug wird eine Fahrt aufs Festland für die Lietzower. Bislang sind sie innerhalb von 38 Minuten auf dem Stralsunder Hauptbahnhof. Nutzen sie den Schienenersatzverkehr, sind sie zwei und eine Viertelstunde unterwegs und müssen zweimal umsteigen (Sassnitz und Prora).

„Die Fahrzeiten von und nach nach Lietzow beziehungsweise Sagard sind aufgrund der Straßensperrung und der Umfahrung über Prora entsprechend länger als sonst bei Gleis-Baumaßnahmen und Schienenersatzverkehr“, sagt Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert. Dass überhaupt zu diesem Zeitpunkt gebaut wird, begründet er mit einer ganzen Fülle von Maßnahmen, die das Unternehmen in den drei Wochen erledigen will. So seien an mehreren Abschnitten Gleiserneuerungen notwendig. Vor allem aber müssten Arbeiten an Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik unbedingt ausgeführt werden. Diese sind notwendig, um das elektronische Stellwerk in Bergen in Betrieb nehmen zu können. „Dazu kommen auch noch verschiedene andere Aufgaben, wie Prüf- und Abnahmearbeiten, die Umrüstung von Weichenantrieben, der Neubau der Bahnsteige in Rambin oder die Gleisanbindung des Stralsunder Frankenhafens“, so Ahlert.

Dass Autofahrer im kommenden bei diesen Aussichten verstärkt auf die Bahn umsteigen, dürfte ausgeschlossen sein. Was aber machen diejenigen, die täglich mit der Bahn zur Arbeit fahren und dabei unter Umständen nicht nur an den veränderten Abfahrtzeiten verzweifeln könnten, sondern für den Weg von und zur Arbeit auch bis zu drei Stunden mehr einplanen müssen? Eine befriedigende Antwort hat man darauf bei der Bahn noch nicht parat. Ob es für den betreffenden Zeitraum beispielsweise eine Kulanz-Regelung für Pendler geben werde, die Zeitfahrkarten für diesen Abschnitt der Regionallinie 9 haben, sei noch nicht entschieden. „Dies wird derzeit noch geprüft“, sagt der Unternehmenssprecher auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG.

Auf Rasenden Roland ist Verlass

Vom 6. bis zum 26. November wird die Deutsche Bahn den Zugverkehr auf ihren Strecken auf der Insel Rügen komplett einstellen. Die Pressnitztalbahn kann die Verbindung zwischen Bergen und Putbus vom 6. bis 18. November wie gehabt aufrecht erhalten.

Vom 19. bis zum 26. November muss auch sie wegen der Arbeiten am Stellwerk Bergen auf die Straße ausweichen. Dort werden die Busse des VVR Schienenersatzverkehr fahren.

Der Rasende Roland verkehrt die gesamte Zeit über laut Fahrplan.

Maik Trettin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sicherheit für Kinder im Auto
Baby an Bord: Die meisten Kindersitze fürs Auto sind „gut“, wie Stiftung Warentest ermittelt hat.

Kindersitze sollen die kleinen Passagiere sicher im Auto transportieren. Das tun auch die meisten, wie die Stiftung Warentest festgestellt hat. Unter den 16 geprüften Sitzen sind 12 „gute“. Zwei fallen aber mit einem „Mangelhaft“ durch.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.