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Parkplatz Südstrand: Statt Baubeginn Verkauf?

Göhren Parkplatz Südstrand: Statt Baubeginn Verkauf?

Die plötzlichen Veräußerungsabsichten des Göhrener Investors stoßen auf Kritik

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Am Südstrand von Göhren soll ein Parkplatz für rund 120 Stellplätze mit Toilettenhäuschen entstehen.

Quelle: Oz-Archiv/gerit Herold

Göhren. Am Südstrand soll ein Großparkplatz entstehen. Doch statt mit dem Bau des Parkplatzes zu beginnen, bietet der Investor das Areal nun auf dem Immobilienmarkt zum Kauf an – und sorgt damit für reichlich Verstimmung im Ort. Den Parkplatz mit 120 Stellflächen am Ortsrand von Göhren auf dem Areal gegenüber des Sportplatzes wollte bisher der Göhrener Lars-Carsten Volk auf seinem Grundstück errichten. Auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern sollen neben den Stellflächen für Autos auch drei bis vier für Busse sowie ähnlich viele für Kurzzeitcamper mit Caravan geschaffen werden. Weiterhin auch ein Toilettenhaus mit Infopunkt. Soweit der ursprüngliche Plan.

Die Gemeinde wollte den Parkplatz und sie bekommt ihn auch.“Lars-Carsten Volk

Doch jetzt soll das 5000 Quadratmeter große „Grundstück für 130 Parkplätze“ offensichtlich einen neuen Besitzer finden. Angegebene Kaufsumme: 250000 Euro.

Für Günter Lück aus Göhren ein Unding: „Mit der Begründung der Notwendigkeit eines Parkplatzes am Südstrand für das geplante Verkehrskonzept wurde eine Baugenehmigung für eine nutzlose Wiese erteilt.“ Dadurch sei das Grundstück erheblich aufgewertet worden und somit ein „Geschenk“ für den Investor, so Lück.

Auch Bürgermeister Wolfgang Pester (parteilos) ist über die aktuellen Verkaufsabsichten zerknirscht. Und fragt: „Wäre die Gemeinde dann nicht erster Ansprechpartner gewesen?“

Pester ist kein Befürworter der Parkplatzpläne und hatte seinerzeit dagegen gestimmt. Denn die Argumentation der Befürworter, dass mit den öffentlichen Stellplätzen das wilde Parken vor allem der Strandbesucher links und rechts der Gemeindestraße nach Lobbe gestoppt werden könne, glaubt er nicht. Ebenso wenig, dass diese Parkplätze am äußersten Ortsrand das Zentrum vom Verkehr entlasten würden. Also die Göhren-Besucher, die dort ihr Auto abstellen, mit dem Ortsbus oder zu Fuß das Ostseebad erkunden. So stehe es zwar im Verkehrskonzept der Kommune, aber die Realität zeige sich schon ein paar Schritte weiter vom neuen Planungsgebiet entfernt.

Die Gemeinde hatte vor einigen Jahren am Südstrand einen Parkplatz unweit des Museumsschiffes „Luise“ gebaut und betreibt diesen. Der sei aber nie ausgelastet. Dass ein weiterer und noch größerer Parkplatz deshalb unnütz sei, finden auch viele Einwohner des Ostseebades. Zahlreich hatten sie sich im Rahmen der Abwägungsrunde im B-Plan-Verfahren zum Parkplatz zu Wort gemeldet. Ihre zumeist ablehnenden Stellungnahmen machten allein 30 Seiten aus. Fast immer wurde der Bedarf angezweifelt und nach Alternativen gefragt (die OZ berichtete).

Auch im Gemeinderat war man nicht einer Meinung. Die Entscheidung für den entsprechenden Satzungsbeschluss für den B-Plan Nr. 21 „Parkplatz am Südstrand“ vor gut einem Jahr fiel mit fünf zu vier Stimmen denkbar knapp aus.

„Die Gemeinde wollte den Parkplatz haben und sie bekommt ihn auch, so, wie es der Bebauungsplan vorsieht. Es ist doch uninteressant, wer ihn letztendlich baut, es ist und bleibt ein Parkplatz“, erklärte Lars-Carsten Volk gestern gegenüber der OZ. Ob er wirklich verkaufen werde, stehe noch gar nicht ganz fest, wenn ja, geschehe dies aus gesundheitlichen Gründen. Die Gemeinde sei vor Jahren zu ihm gekommen – mit der Bitte um einen Parkplatzbau. Er habe zuerst der Kommune das Grundstück zum Kauf angeboten. „Weil ihr das zu teuer war, habe ich die Planung schließlich selbst in die Hand genommen“, so Volk.

Gerit Herold

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