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Planungsstopp für 500-Betten-Projekt abgelehnt

Lohme Planungsstopp für 500-Betten-Projekt abgelehnt

Gemeindevertretung in Lohme billigt Vorentwurf für Bebauungsplan des ehemaligen Rügenradio-Geländes.

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Blick auf Lohme. Noch ragen auf dem ehemaligen Rügenradio-Gelände die vier Sendemasten in den Himmel. Die will die Telekom allerdings abreißen und durch einen modernen Mast ersetzen lassen.

Quelle: Mario Frost

Lohme. Die Gemeindevertreter in Lohme auf der Insel Rügen sind gegen eine Zwangspause bei der Planung für ein 500-Betten-Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Küstenfunkstelle Rügenradio im Ort. Mit großer Stimmenmehrheit haben sie am Donnerstagabend einen Einwohnerantrag zum Aussetzen des Planverfahrens abgelehnt. Einreicher des Antrags sind Mitglieder der Bürgerinitiative „Bewahrt Lohme“. Die Initative ist gegen das Vorhaben und hat nach Angaben ihres Vorsitzenden Jörg Burwitz inzwischen mehr als 3400 Unterschriften gesammelt.

Statt des Planstopps gaben die Kommunalpolitiker grünes Licht für die weitere Arbeit an dem umstrittenen Projekt. Sie billigten mit der Gegenstimme von Gemeindevertreter Burkhard Rahn den vorgelegten Vorentwurf für den Bebauungsplan. Der sieht unter anderem den Bau eines Medical-Wellness-Hotels mit 120 Zimmern und einem öffentlichen Schwimmbad, von rund 30 Ferienhäusern, vier Golfvillen sowie 16 so genannter Residenzen auf dem 23,5 Hektar großen Rügenradio-Gelände vor. Damit könnten bis zu 500 neue Betten in dem Erholungsort auf Jasmund entstehen.

Die Gemeindevertretung musste sich schon zum zweiten Mal mit dem Einwohnerantrag zum Aussetzen des Planverfahrens befassen. Der stand bereits in der April-Sitzung zur Debatte. Die Kommunalpolitik räumte den Antragseinreichern jedoch kein Rederecht ein, obwohl es ihnen gesetzlich zusteht. Die Einreicher intervenierten mit Erfolg und konnten ihren Antrag jetzt begründen. Sie warnen unter anderem vor finanziellen Belastungen für die Gemeinde. Die soll laut vorliegenden Entwürfen zum Projekt auf dem Gelände einen Kurpark beisteuern und ihn später auch unterhalten. Das sei arbeits- und kostenintensiv, kritisiert die Bürgerinitiative zudem, dass die vorgesehene Bebauung des Areals zu massiv und nicht ortsangepasst sei. Die Antragseinreicher verweisen in dem Zusammenhang auf ein Grundstückskonzept, dass die Telekom als Noch-Eigentümer des seit Jahren brach liegenden Areals in der Vergangenheit entwickelt hat. Es sieht ein nur 3,7 Hektar großes Wohngebiet für alle Wohnarten vor. Die Gemeindevertretung möge sich mit solchen Alternativplanungen auseinandersetzen, fordert die Initiative.

Mit dem Vorhaben kann das Überleben der Gemeinde gesichert werden, halten die Gemeindevertreter bis auf Burkhard Rahn dagegen. Die Einwohnerzahl der Kommune ist laut Bürgermeister Matthias Ogilvie (CDU) im vergangenen Jahrzehnt um mehr als 100 Einwohner geschrumpft. Die Jugend wandert ab, weil Arbeitsplätze fehlen. Mit dem Projekt könnten laut Bürgermeister 80 bis 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen und das auch wieder für einen Einwohnerzuwachs sorgen.

Burwitz, Udo

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