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Rüganer entwickeln weltweit stärkste Mini-E-Lok

Binz Rüganer entwickeln weltweit stärkste Mini-E-Lok

Weltpremiere am Granitzer Jagdschlossberg: Völlig geräuschlos und scheinbar ohne große Mühe zieht die neue Binzer 400-Volt-E-Lok ihre mit Jungfernfahrt-Gästen vollbeladenen ...

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Die neue 400-Volt-Wegebahn auf dem Weg zum Jagdschloss in der Granitz. Laut Hersteller ist das Elektro-Gefährt das bisher leistungsstärkste seiner Art auf der ganzen Welt. Fotos (3): Christian Rödel

Binz. Weltpremiere am Granitzer Jagdschlossberg: Völlig geräuschlos und scheinbar ohne große Mühe zieht die neue Binzer 400-Volt-E-Lok ihre mit Jungfernfahrt-Gästen vollbeladenen Waggons über die steile Anhöhe durch die Granitz. Am Steuer der umweltfreundlichen Zugmaschine sitzt Projektentwickler Stefan Krüger von der Binzer Wegebahnmanufaktur, die das emissionsfreie Fahrzeug in Dienst gestellt hat. „Bei dieser Fahrt ruft der Elektromotor nur vier Prozent seiner Leistung ab“, sagt Krüger und der 37-jährige Produktionsleiter der Manufaktur schiebt gleich noch begeistert ein technisches Detail hinterher: „Bei der Abwärtsfahrt wird die Batterie nach dem Dynamoprinzip dann gleich wieder aufgeladen.“

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Ideengeber Stefan Krüger und sein Kollege, der Entwicklungsingenieur Andreas Witiska, haben gemeinsam mit den anderen elf Mitarbeitern der Wegebahnmanufaktur über zwei Jahre lang getüftelt und experimentiert, bis die Serienreife der E-Lok erreicht war. Zur Rügener Premierenfeier für die weltweit erste sogenannte Hochvolt-Wegebahn, die im Gegensatz zu bislang herkömmlichen Fahrzeugen dieser Art fast die zehnfache Leistung abrufen kann, pilgerten am vergangenen Wochenende Gäste aus ganz Europa nach Binz.

Der französische Kleinbahnbetreiber Séraphin Kern, dessen Touristik-Bahngesellschaft diverse Dependancen unter anderem in Nancy, Colmar und Strasbourg hat, ist begeistert: „Das ist eine unglaubliche Innovation, die eine große Zukunft haben wird“, so der 69-jährige Franzose, der mit seinem 28-jährigen Sohn Henri zur Weltpremiere nach Binz gekommen war. Filius Henri wird demnächst die Unternehmensnachfolge antreten und möchte in seiner Heimat auf die umweltfreundliche Technologie aus Binz setzen.

Aus Schwedt kam der 72-jährige ehemalige Bahn-Dispatcher Hans-Eike Krüger extra für einen Tag auf die Insel, um die technisches Sensation genauer unter die Lupe zu nehmen. „Ich engagiere mich seit meiner Pensionierung für den Nationalpark Unteres Odertal und möchte, dass in diesem Naturschutzgebiet schnellstmöglich auch so eine umweltfreundliche Bahn zum Einsatz kommt“, meinte Hans-Eike Krüger, der gleich die technischen Unterlagen der E-Lok für Zuhause einpackte.

Bereits in der vergangenen Woche sind die ersten weltweiten Interessensbekundungen in Binz eingetroffen. „Wir haben sogar schon aus Malaysia, Lateinamerika, China und Russland Anfragen erhalten“, erzählt Firmen-Inhaber Roger Pieniak. Wenn daraus tatsächlich Aufträge werden, könnte die Wertschöpfung in der Inselgemeinde zukünftig einen beachtlichen Aufschwung hinlegen.

Zu den Fahrzeugkosten teilte Entwicklungsingenieur Andreas Witiska auf Nachfrage der OSTSEE-ZEITUNG mit, dass das Grundmodell einen Basispreis von etwa 200 000 Euro habe. Wie beim Auto können dann gegen Aufpreis individuelle Ausstattungsmerkmale zusätzlich geordert werden.

Von Christian Rödel

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