Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Rügener Schüler: Fünf Stunden Handynutzung sind normal

Bergen Rügener Schüler: Fünf Stunden Handynutzung sind normal

Smartphones gehören schon für die 14-Jährigen zum Alltag / Sogar in der Schule können die Geräte nützlich sein, zum Beispiel bei der Lösung von Rechercheaufgaben

Bergen. /Sagard. Viele Kinder und Jugendliche auf Rügen besitzen mittlerweile ein Smartphone. Doch wo hört die normale Nutzung auf und fängt die Sucht an? Nicht nur Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren haben ein Smartphone, auch viele Kinder in der dritten und vierten Klasse besitzen eins. Das zeigte eine Umfrage am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bergen und an der Grundschule in Sagard. Die tägliche Nutzungsdauer liegt ungefähr zwischen drei und fünf Stunden, während dieser Zeit hören sie Musik, schreiben mit Freunden oder recherchieren. Auch das Fotografieren, Gucken von Youtube-Videos und das Spielen von sogenannten Games wie dem Puzzlespiel „Candy Crush Saga“ oder dem Videospiel „Alto’s Adventure“ ist unter den Kindern und Jugendlichen beliebt. „Ich komme eine Zeit lang ohne mein Handy aus, es fällt mir jedoch relativ schwer“, erzählt die 16-jährige Ani Grigoryan. „Es fühlt sich so an, als hätte man etwas vergessen“, stimmt Franka Hornfeldt (15) zu. Für die jungen Menschen ist es laut eigenen Angaben möglich, sich ohne Smartphone zu beschäftigen. „Meiner Meinung nach wäre es schlimm, wenn es anders wäre“, sagt Antonia Pödtke (15). „Außerdem gibt es Beschäftigungen, bei denen man sein Handy einfach nicht braucht“, bestätigt die 15-jährige Josepha Tredup. Auch Gespräche, ohne ständig aufs Smartphone zu schauen, stellt für keinen ein Problem dar. Eine Internetflat haben alle, so dass sie auch ohne Wlan-Verbindung im Internet sein können. So ist die Nutzung des Smartphones sogar während des Unterrichts möglich.

Viele Schüler gaben an, in der Schulzeit am Handy zu sein, um zum Beispiel Rechercheaufgaben schnell lösen zu können. „Ich gehe im Unterricht nur an mein Handy, wenn es erlaubt ist“, erzählt Ani Grigoryan. Die Lehrer am Ernst- Moritz-Arndt Gymnasiums dürfen während des Unterrichts die Handys einsammeln, was jedoch keinem der Schüler, die an der Umfrage teilgenommen haben, schon passiert ist.

Die meist genutzten Apps sind mittlerweile WhatsApp, eine App mit der man kostenlos Nachrichten versenden kann, Instagram, ein soziales Netzwerk, bei dem Bilder hochgeladen werden, und Snapchat, mit der man Video- und Bildnachrichten versendet. Über den richtigen Umgang mit einem Smartphone wurden alle Schüler von den Eltern belehrt. Die Kontrolle wird aber nicht ernst genommen. „Meine Eltern gucken ab und zu, was ich mit meinem Handy mache, und belehrt wurde ich, dass ich nicht auf illegale Seiten gehen soll“, so Josepha Tredup (15).

Andere elektronische Geräte sind bei jedem zu Hause schon ein Standard. Die allermeisten haben einen Laptop, oder Computer und einen Fernseher in ihrem Zimmer. Auch Konsolen, Tablets oder Nintendos haben viele daheim.

Als die Frage aufkam, ob sie sich die Smartphones selbst gekauft haben, waren die Antworten verschieden. Viele der Jugendlichen haben es selbst, oder zu Hälfte bezahlt, die meisten Kinder aber haben es geschenkt bekommen. Bei den Smartphones der Kinder handelt es sich überwiegend um die alten Handys der Eltern. Diese Kontrolle durch die Eltern sollte vor allem bei Kindern sehr ernst genommen werden, denn der Zugriff auf ungeeignete Videos oder ähnliches ist durch das zu jeder Zeit verfügbare Internet gewährleistet. Die befragten jungen Menschen sind sich jedoch einig:

Internetsüchtig sind sie nicht.

Natalie Mauritz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
Anne Wende, Mariya Karmazyna, Anna Schmitz, Maiken Albert, Joanna Schulz, Anna Gusenwski, Alina Sander und Aline Laaser (v.l.) haben das Lehrmaterial erarbeitert. Das Bild im Hintergrund von Anne Wende gehört zum Thema „Mobbing“.

Polizei lässt von Greifswaldern Unterrichtsmaterial zum Thema Kriminalität erneuern

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.