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Rügens Radler demonstrieren für den Lückenschluss

Prora Rügens Radler demonstrieren für den Lückenschluss

Die Radwege zwischen Zirkow und Serams sowie Karow und Prora sind seit Jahren geplant, wurden aber nie gebaut / Das nötige Verfahren soll jetzt näher rücken

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Marc Jordan Lübke (8), Hauke Ben Hoyer (7) und Tom Ole Lübke (4, v.li.) haben den Fahrradkorso von Zirkow bis zum Naturerbezentrum Prora erfolgreich bewältigt. Fahrradfahren zählt zu ihren großen Hobbies.

Quelle: Fotos: Anne Ziebarth,

Prora. Von einer Polizeieskorte begleitet, nähert sich eine Gruppe Radfahrer dem Naturerlebniszentrum Prora, es wird geklingelt und gepfiffen. Rund 90 Teilnehmer aller Altersgruppen sind zur Protestfahrt am Sonnabend gekommen, um für mehr Radwege auf Rügen zu demonstrieren. Veranstaltet wurde die Aktion vom Fremdenverkehrsverein Binz, dem Radsportverein Tour d’Allée und der Gemeinde Zirkow. Anlass für die Aktion ist der seit Jahren geplante, aber immer noch ausstehende Lückenschluss der Radwege zwischen Serams und Zirkow und Karow und Prora. „Beide Abschnitte auf den stark befahrenen Straßen B196 und L293 sind für Radfahrer viel zu gefährlich, um auf der Fahrbahn zu fahren“, merkt Norbert Diener vom Fremdenverkehrsverein Binz an. Brisant würde die Situation zusätzlich, weil mit dem Karls Erlebnishof und dem Naturerbezentrum Prora zwei Familienattraktionen an den betreffenden Strecken liegen. „Selbst erwachsene Feriengäste sagen mir, dass sie auf der Strecke Angst bekommen“, sagt Andrea Lübke aus Pantow. „Mit Kindern würde ich die Strecke nie fahren.“

 

OZ-Bild

Seit 2003 beschäftigt das Projekt Lückenschluss der Radwege unsere Gemeinde. Wir haben viel versucht, von Demo bis Unterschriftensammlung.“Jens Hoyer, Bürgermeister Zirkow

Quelle:
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Wenn MV 2018 wirklich Radwander- land werden will, muss noch viel passieren. Wir dürfen mit den Protesten für den Lückenschluss nicht nachlassen.“Ronald Rambow, Vorsitzender Fremdenverkehrsverein Binz

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Das Plan- feststellungs- verfahren für den Abschnitt Serams und Zirkow wird noch diesen Monat bei der Landesbehörde eingeleitet.“ Ralf Sendrowski, Leiter Straßenbauamt Stralsund

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Seit 2003 beschäftigt das Projekt Lückenschluss der Radwege unsere Gemeinde. Wir haben viel versucht, von Demo bis Unterschriftensammlung.“Jens Hoyer, Bürgermeister Zirkow

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Das Plan- feststellungs- verfahren für den Abschnitt Serams und Zirkow wird noch diesen Monat bei der Landesbehörde eingeleitet.“ Ralf Sendrowski, Leiter Straßenbauamt Stralsund

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Wenn MV 2018 wirklich Radwander- land werden will, muss noch viel passieren. Wir dürfen mit den Protesten für den Lückenschluss nicht nachlassen.“Ronald Rambow, Vorsitzender Fremdenverkehrsverein Binz

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Der geplante Radwegebau ist ein immerwährendes Thema in Zirkow. „Seit 2003 beschäftigt das Projekt Lückenschluss des Radwegs unsere Gemeinde“, meint Zirkows Bürgermeister Jens Hoyer entnervt. „Wir haben viel versucht um den Bau zu beschleunigen, von Demo bis Unterschriftensammlung.“

Der geplante Radwegbau – sowohl zwischen Karow und Lubkow als auch zwischen Zirkow und Serams – hakt an der Zustimmung der Grundeigentümer zum Verkauf der benötigten Flächen. Den Weg frei machen könnte ein Planfeststellungsverfahren mit entsprechendem Beschluss. Dieses Verfahren würde in letzter Instanz auch eine Enteignung der Grundeigentümer ermöglichen. Eine Option, die der Leiter des zuständigen Straßenbauamtes Stralsund ungern ziehen möchte. „Ein möglicher Eingriff ins Eigentum ist ein juristisch schwerwiegender und harter Schritt, den wir vermeiden wollen“, sagt er. „Bevor wir ein solches Verfahren einleiten, sind wir verpflichtet, alles menschenmögliche zu tun um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das dauert leider.“ Nach langen Verhandlungen sei man aber zu dem Schluss gekommen, dass die Versuche einer Einigung im Fall Zirkow-Serams nicht erfolgreich waren. „Die nötigen Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren sind zusammengestellt. Das Einleitungsschreiben für das Verfahren geht noch in diesem Monat an das Landesamt für Straßenbau in Rostock.“

Auch der Radwegbau Karow-Prora scheitert am Flächenankauf. „Auch hier wird es ein Planfeststellungsverfahren geben. Ich gehe davon aus, dass das noch in diesem Jahr der Fall sein wird“, so Sendrowski. „Das wurde uns wieder und wieder versprochen“, so Norbert Diener. „Es gibt Schreiben aus dem Jahr 2013 vom Ministerium, in denen explizit steht, dass das Verfahren 2013 eröffnet wird.“

Hoffnung setzen die Radler auf die Pläne des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „MV will 2018 Radwanderland werden“, sagt Ronald Rambow. Da muss aber noch einiges passieren. Und zwar schnell!“ Die Hoffnung auf Radfahrvergnügen in der nächsten Zeit dürfte sich aber trotzdem nicht erfüllen. Ein Planfeststellungverfahren dauert in der Regel ein bis anderthalb Jahre. „Und bis dann tatsächlich gebaut wird, vergeht bestimmt auch noch eine Zeit“, meint Norbert Diener.

Anne Ziebarth

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